Kenntnisprüfung Zahnmedizin · Notfallmedizin

Notfallmedizin in der Zahnarztpraxis

Erkennen, alarmieren und behandeln: ABCDE, Reanimation, Akuttherapie, Teamführung und strukturierte Übergabe für Kenntnisprüfung und Praxis.

KP Niedersachsen Notfallmedizin 26 Lernabschnitte Stand August 2026
01 · Sofortstart

Die ersten 30 Sekunden

Medizinische Notfälle in der Zahnarztpraxis sind selten, aber zeitkritisch. Entscheidend ist nicht, möglichst früh eine endgültige Diagnose zu nennen, sondern Lebensgefahr systematisch zu erkennen, sofort zu behandeln und rechtzeitig professionelle Hilfe nachzufordern.

Die Zahnarztpraxis leistet qualifizierte Erstversorgung: Behandlung stoppen, Gefahren beseitigen, 112 alarmieren, nach ABCDE untersuchen, reversible Ursachen behandeln, überwachen und strukturiert übergeben.

KP-Leitsatz: Ich behandle zuerst die größte aktuelle Lebensgefahr und nicht zuerst die vermutete Diagnose.

Oberarzt-Leitsatz: Ein guter Notfallablauf ist kurz, trainiert, delegierbar und jederzeit überprüfbar: erkennen – alarmieren – behandeln – reevaluieren – übergeben.

1
Behandlung sofort stoppenInstrumente, Watterollen, Kofferdamteile und lose Gegenstände aus dem Mund entfernen; absaugen.
2
Eigenschutz und Umgebung prüfenNadel, Strom, Feuer, Chemikalien und Kontamination berücksichtigen.
3
Reaktion prüfenPatient ansprechen und Hilfe rufen. Eine Person bleibt beim Patienten.
4
Bei Bewusstlosigkeit 112Telefon auf Lautsprecher; gleichzeitig Atmung maximal zehn Sekunden beurteilen.
5
Keine normale AtmungReanimation beginnen und AED holen lassen.
6
Normale Atmung oder ansprechbarUnmittelbar ABCDE durchführen.
Wichtig: Agonale Schnappatmung, einzelne unregelmäßige Atemzüge oder pantende Atmung sind keine normale Atmung.

Prüfungssatz: Bei einer nicht ansprechbaren Person alarmiere ich sofort den Rettungsdienst, prüfe gleichzeitig maximal zehn Sekunden, ob eine normale Atmung vorliegt, und beginne bei fehlender normaler Atmung unverzüglich mit Thoraxkompressionen.

02 · Organisation

Teamführung und Notfallkette

In einem Notfall braucht jede Aufgabe eine konkrete Person. „Jemand soll 112 rufen“ ist keine sichere Delegation.

RolleKernaufgabe
TeamleitungÜberblick, ABCDE, Entscheidungen, Closed-Loop-Kommunikation
Atemweg/AtmungAbsaugung, Atemwegshilfen, Sauerstoff, Beutel-Masken-Beatmung
Kreislauf/MonitoringPuls, Blutdruck, SpO₂, Blutzucker, AED, gegebenenfalls Zugang
Telefon/Dokumentation112, Adresse und Zugang, Zeiten, Befunde, Medikamente, Dosen
EinweisungTür öffnen, Rettungsdienst einweisen, Patientenunterlagen bereithalten

Closed Loop: Auftrag mit Namen erteilen, Auftrag wiederholen lassen und Erledigung bestätigen lassen.

Beispiel: „Frau Müller, rufen Sie jetzt 112 an, stellen Sie das Telefon auf Lautsprecher und sagen Sie mir, wenn der Anruf steht.“

Was gehört in den Notruf?

  • Praxisname und vollständige Adresse
  • Rückrufnummer und Zugangsweg
  • vermutetes Ereignis
  • Bewusstseins- und Atemstatus
  • Alter und ungefährer Zustand
  • bereits eingeleitete Maßnahmen
  • besondere Gefahr, zum Beispiel schwieriger Atemweg oder laufende Reanimation

Nicht auflegen, bis die Leitstelle das Gespräch beendet.

03 · Primärbeurteilung

ABCDE – die klinische Universalsprache

ABCDE wird wiederholt, nicht nur einmal durchgeführt. Nach jeder Intervention folgt eine erneute Beurteilung.

A – Airway: Atemweg

Beurteilen

  • Kann der Patient normal sprechen?
  • Stridor, Gurgeln, Schnarchen oder fehlende Atemgeräusche?
  • Blut, Speichel, Erbrochenes, Fremdkörper, Prothese oder Schwellung?
  • Zungen-, Lippen- oder Mundbodenödem?

Handeln

  • Mundraum unter Sicht freimachen und absaugen.
  • Sichtbaren, sicher erreichbaren Fremdkörper entfernen; keine blinde Fingerinspektion.
  • Ohne Traumaverdacht Kopf überstrecken und Kinn anheben.
  • Bei Traumaverdacht möglichst Jaw-Thrust; Atemwegssicherung hat dennoch Vorrang.
  • Oropharyngealtubus nur bei fehlendem Würgereflex; Nasopharyngealtubus nur bei Kenntnis der Kontraindikationen und vorhandener Kompetenz.

B – Breathing: Atmung

Beurteilen

  • Atemfrequenz, Atemtiefe und Thoraxbewegung
  • SpO₂ und Hautfarbe
  • Sprechfähigkeit, Atemhilfsmuskulatur, Zyanose
  • Giemen, Stridor oder „silent chest“

Handeln

  • Atemweg freihalten.
  • Bei unzureichender Atmung mit Beutel und Maske beatmen; Thoraxhebung kontrollieren.
  • Sauerstoff zielgerichtet geben, nicht reflexartig bei jedem Unwohlsein.

C – Circulation: Kreislauf

Beurteilen

  • Pulsfrequenz, Rhythmus und Qualität
  • Blutdruck
  • Hauttemperatur, Rekapillarisierung, Kaltschweißigkeit
  • äußere oder intraorale Blutung
  • Zeichen unzureichender Organperfusion

Handeln

  • Blutung kontrollieren.
  • Lagerung an Kreislauf und Atmung anpassen.
  • AED bereithalten.
  • Gefäßzugang und Volumentherapie nur bei vorhandener Kompetenz, Ausstattung und klarer Indikation; 112 nicht dadurch verzögern.

D – Disability: Neurologie

  • Bewusstsein mit AVPU oder GCS orientierend erfassen
  • Pupillen, Sprache, Seitendifferenz und Krampf prüfen
  • bei Bewusstseinsstörung früh Blutzucker messen
  • Schlaganfallzeichen und Zeitpunkt „last known well“ erfassen

E – Exposure/Environment: Gesamtschau

  • Haut und Schleimhäute: Urtikaria, Flush, Zyanose, Blutung
  • Schwellung, Trauma, Medikamentenpflaster oder Insulinpumpe
  • Wärmeerhalt, Privatsphäre und vollständige Reevaluation
KP-Merksatz: A und B können innerhalb von Minuten töten, C innerhalb kurzer Zeit, D und E liefern häufig die Ursache. Deshalb behandle ich die Befunde in dieser Reihenfolge.
04 · Reanimation

Bewusstlosigkeit, BLS und AED

Reaktionslos, aber normale Atmung

  • 112 alarmieren
  • Atemweg öffnen
  • bei fehlendem relevantem Trauma stabile Seitenlage
  • Atmung fortlaufend kontrollieren
  • keine orale Flüssigkeit oder Medikamente
  • Ursache im ABCDE suchen, insbesondere Hypoglykämie, Krampfanfall, Intoxikation und Schlaganfall

Die stabile Seitenlage ist keine endgültige Maßnahme. Eine Verschlechterung zur abnormalen Atmung muss sofort erkannt werden.

Reaktionslos und keine normale Atmung

1
Reanimation sofort beginnenThoraxkompressionen in der Mitte des Brustkorbs.
2
100–120/minTiefe bei Erwachsenen mindestens 5 cm, höchstens 6 cm; Brustkorb vollständig entlasten.
3
30 Kompressionen : 2 BeatmungenWenn Beatmung beherrscht wird; jede Beatmung etwa eine Sekunde bis sichtbare Thoraxhebung.
4
AED sofort anschließenSprachanweisungen befolgen und danach sofort weiterkomprimieren.
5
Unterbrechungen minimierenHelfer möglichst alle zwei Minuten ohne lange Pause wechseln.

Wenn eine Beatmung trotz korrekter Positionierung nicht gelingt, Atemweg erneut kontrollieren und an eine Fremdkörperverlegung denken.

Wann wird aufgehört?

  • der Rettungsdienst übernimmt
  • der Patient eindeutige Lebenszeichen und normale Atmung zeigt
  • die Helfenden körperlich nicht mehr können
  • eine konkrete Gefahr die Fortführung unmöglich macht

90-Sekunden-Antwort: Ich stoppe die Behandlung, prüfe Reaktion und rufe Hilfe. Ist der Patient bewusstlos, alarmiere ich sofort 112 und beurteile gleichzeitig maximal zehn Sekunden die Atmung. Bei fehlender normaler Atmung beginne ich mit 30 zu 2, einer Kompressionsfrequenz von 100 bis 120 pro Minute und einer Tiefe von 5 bis 6 Zentimetern. Der AED wird sofort angeschlossen. Unterbrechungen halte ich so kurz wie möglich und führe die Reanimation bis zur Übernahme oder bis zur eindeutigen Rückkehr normaler Atmung fort.

05 · Oxygenierung

Sauerstoff und Monitoring

Sauerstoff ist ein Medikament. Er behandelt Hypoxämie, nicht Angst, Schmerz oder jede Synkope.

Zielbereiche bei zuverlässiger Pulsoxymetrie

  • die meisten akut Kranken: SpO₂ 94–98 %
  • bekannte COPD oder Risiko einer hyperkapnischen Insuffizienz: meist 88–92 %
  • bei lebensbedrohlicher Hypoxämie zunächst ausreichend hoch dosieren und danach titrieren

Bei Kreislaufstillstand beziehungsweise unmittelbar nach ROSC wird zunächst die maximal verfügbare Sauerstoffkonzentration verwendet; sobald eine zuverlässige Messung möglich ist, wird auf den Zielbereich titriert.

Basisüberwachung

  • Bewusstseinslage
  • Atemfrequenz
  • Puls und Blutdruck
  • SpO₂
  • Blutzucker bei Bewusstseins- oder Verhaltensänderung
  • EKG, wenn vorhanden und beherrscht
Beachte: Eine normale SpO₂ schließt weder eine obere Atemwegsverlegung noch eine frühe Anaphylaxie, ein ACS oder eine Hyperventilation sicher aus.
06 · Positionierung

Lagerung – symptom- und kreislauforientiert

SituationGeeignete LagerungWichtige Einschränkung
vasovagale Synkopeflach, Beine angehobenbei relevanter Atemnot nicht erzwingen
Atemnot, Asthma, LungenödemOberkörper hoch, bevorzugte AtempositionKreislauf beobachten
Anaphylaxie mit Kreislaufproblemflach, Beine hochnicht plötzlich aufsetzen oder aufstehen lassen
Anaphylaxie mit dominanter Atemnotvorsichtig halb sitzend, Beine ausgestrecktKollapsgefahr beachten
bewusstlos, normale Atmungstabile Seitenlagenicht bei Kreislaufstillstand; Trauma abwägen
Schwangere in fortgeschrittener SchwangerschaftLinksseitenneigung/LinksseitenlageABCDE und Ursache bleiben entscheidend
07 · Bewusstseinsverlust

Vasovagale Synkope

Die vasovagale Synkope ist ein häufiger Zwischenfall in der Zahnarztpraxis. Auslöser sind Angst, Schmerz, langes Sitzen oder Stehen und vegetative Reaktion.

Typische Zeichen

  • Prodromi: Wärmegefühl, Übelkeit, Gähnen, Schwindel, Ohrensausen
  • Blässe, Kaltschweißigkeit
  • Bradykardie oder relativer Pulsabfall möglich
  • Blutdruckabfall
  • kurzer Bewusstseinsverlust mit rascher Erholung in Horizontalposition

Vorgehen

  1. Behandlung stoppen, Mundraum freimachen.
  2. Flach lagern und Beine anheben, sofern keine Atemnot dagegen spricht.
  3. Atemweg und normale Atmung prüfen.
  4. Puls und Blutdruck kontrollieren; bei unklarer oder verzögerter Erholung Blutzucker messen.
  5. Sauerstoff nur bei Hypoxämie, Atemproblem oder entsprechender klinischer Indikation.
  6. Bleibt die Erholung aus, treten Brustschmerz, fokal-neurologische Zeichen, anhaltende Rhythmusstörung oder Verletzungen auf: 112 und vollständiges ABCDE.

Differenzialdiagnosen: Hypoglykämie, Anaphylaxie, kardiale Synkope, LAST, Schlaganfall und epileptischer Anfall.

08 · Stoffwechselnotfall

Hypoglykämie

Erkennen

  • Schwitzen, Zittern, Heißhunger
  • Unruhe, Aggressivität oder Verwirrtheit
  • Konzentrations- und Sprachstörung
  • Krampfanfall oder Bewusstlosigkeit

Wach und sicher schluckfähig

  • Blutzucker messen, wenn ohne Verzögerung möglich.
  • Bei Hypoglykämie oder starkem klinischem Verdacht 15–20 g schnell wirksame Glukose oral geben.
  • Nach etwa 15 Minuten klinisch und möglichst per BZ erneut prüfen; gegebenenfalls wiederholen.
  • Nach Erholung länger wirksame Kohlenhydrate beziehungsweise eine kleine Mahlzeit erwägen.

Bewusstseinsgestört oder nicht sicher schluckfähig

  • nichts oral geben
  • 112, Atemweg und Atmung sichern
  • stabile Seitenlage bei normaler Atmung
  • Glukagon oder intravenöse Glukose nur nach vorhandener Kompetenz, SOP und verfügbarer geeigneter Darreichung
Prüfungsfalle: Glukosegel gehört nicht in den Mund eines bewusstlosen Patienten. Aspirationsschutz geht vor.
09 · Neurologischer Notfall

Krampfanfall

Während des Anfalls

  • Behandlung stoppen, Instrumente entfernen, Verletzungsquellen beseitigen.
  • Patient nicht festhalten.
  • Nichts zwischen die Zähne schieben.
  • Kopf schützen und Anfallsbeginn exakt notieren.
  • Sauerstoff und Absaugung vorbereiten; nicht gewaltsam während der tonisch-klonischen Phase anwenden.

Nach dem Anfall

  • Atemweg und Atmung prüfen
  • bei normaler Atmung stabile Seitenlage
  • ABCDE, SpO₂ und Blutzucker
  • postiktale Ruhe und engmaschige Beobachtung

Wann 112?

  • Anfall dauert 5 Minuten oder länger
  • erneuter Anfall ohne vollständiges Erwachen
  • erster oder unklarer Anfall
  • Schwangerschaft, Trauma, Hypoglykämie oder relevante Atemstörung
  • anhaltende Bewusstseinsstörung

Ein Benzodiazepin kann bei prolongiertem Anfall nach festgelegter Praxis-SOP und entsprechender Qualifikation eingesetzt werden. Auswahl, Applikationsweg und Dosis müssen zum vorhandenen Präparat, Patientenalter und lokalen Notfallstandard passen; Atemdepression und Reanimationsbereitschaft sind zu berücksichtigen.

10 · Atemmuster

Hyperventilationssyndrom

Typische Konstellation

  • Angst oder Stress als Auslöser
  • schnelle tiefe Atmung
  • periorales und akrales Kribbeln
  • Schwindel, Engegefühl
  • karpopedale Spasmen
  • häufig normale SpO₂

Vorgehen

  • Behandlung stoppen und Sicherheit vermitteln.
  • Patient aufrecht oder bequem lagern.
  • langsam ausatmen lassen, Atemrhythmus verbal führen.
  • ABCDE und Vitalzeichen kontrollieren.
  • Asthma, Anaphylaxie, ACS, Lungenembolie und metabolische Ursachen bei untypischem Verlauf bedenken.
Keine Rückatmung in eine Papiertüte. Eine unerkannte Hypoxämie könnte dadurch verschlechtert werden.
11 · Obstruktive Atemnot

Asthma- und COPD-Exazerbation

Warnzeichen

  • Giemen und verlängertes Exspirium
  • zunehmende Atemarbeit
  • Sprechen nur in kurzen Sätzen oder einzelnen Wörtern
  • Erschöpfung, Zyanose, Bewusstseinsstörung
  • „silent chest“ als Zeichen einer sehr schweren Obstruktion

Vorgehen

  1. Behandlung stoppen, Oberkörper hoch, beruhigen.
  2. 112 bei schwerem Anfall, Erschöpfung, Zyanose, Bewusstseinsstörung oder fehlender rascher Besserung.
  3. Patienteneigenes rasch wirksames Bronchodilatator-Spray anwenden lassen beziehungsweise nach SOP geben; Spacer bevorzugen.
  4. Sauerstoff bei Hypoxämie; Zielwerte beachten.
  5. ABCDE wiederholen und Reanimationsbereitschaft herstellen.

Alarmzeichen: Fehlen Giemen bei schwerer Dyspnoe und ist kaum Luftbewegung hörbar, ist dies keine Besserung.

12 · Allergischer Notfall

Anaphylaxie

Anaphylaxie ist wahrscheinlich bei plötzlich auftretenden Problemen von Atemweg, Atmung oder Kreislauf nach möglichem Allergenkontakt. Hautzeichen sind häufig, können aber fehlen.

Entscheidende Zeichen

  • A: Zungen-/Larynxödem, Heiserkeit, Stridor
  • B: Bronchospasmus, Dyspnoe, Zyanose
  • C: Hypotonie, Kollaps, Tachykardie
  • zusätzlich Urtikaria, Flush, Angioödem oder gastrointestinale Symptome

Sofortalgorithmus

1
Auslöser stoppenSoweit sofort möglich.
2
112 alarmieren„Anaphylaxie“ nennen und passend lagern; nicht plötzlich aufstehen lassen.
3
Adrenalin i.m.Beim Erwachsenen 0,5 mg, entsprechend 0,5 ml der Konzentration 1 mg/ml, in den anterolateralen Oberschenkel.
4
Nach 5 Minuten reevaluierenBei fortbestehenden lebensbedrohlichen A/B/C-Problemen erneut 0,5 mg i.m.
5
Sauerstoff und KreislaufHochkonzentrierten Sauerstoff initial bei schwerer Anaphylaxie, danach nach SpO₂ titrieren; bei Schock und Kompetenz kristalloide Flüssigkeit i.v.
6
Bei KreislaufstillstandSofort Standardreanimation.

Antihistaminika und Glukokortikoide wirken verzögert und dürfen Adrenalin nicht ersetzen oder verzögern. Intravenöses Adrenalin gehört wegen erheblicher Dosierungs- und Arrhythmierisiken in erfahrene Hände mit Monitoring.

Kinder: Adrenalin wird gewichtsbezogen nach aktuellem Algorithmus beziehungsweise passendem Autoinjektor gegeben. Eine Erwachsenendosis darf nicht ungeprüft übertragen werden.

KP-Antwort: Bei plötzlich auftretender Atemwegs-, Atem- oder Kreislaufstörung nach Allergenkontakt vermute ich eine Anaphylaxie. Ich stoppe den Auslöser, alarmiere 112, lagere symptomgerecht und gebe beim Erwachsenen sofort 0,5 mg Adrenalin intramuskulär in den anterolateralen Oberschenkel. Bei fehlender Besserung wiederhole ich nach fünf Minuten. Sauerstoff und Volumen ergänzen die Therapie; Antihistaminikum und Steroid ersetzen Adrenalin nicht.

13 · Blutdruckkrise

Hypertensive Entgleisung

Ein hoher Messwert allein ist noch kein hypertensiver Notfall. Entscheidend ist eine akute Endorganschädigung.

Ohne Endorgansymptome

  • Behandlung unterbrechen
  • ruhig lagern und nach einigen Minuten korrekt nachmessen
  • Schmerz und Angst reduzieren
  • weitere ambulante Abklärung organisieren

Verdacht auf hypertensiven Notfall

Sehr hoher Blutdruck plus neurologischer Ausfall, Verwirrtheit, Krampfanfall, Brustschmerz, akute Dyspnoe/Lungenödem, schwere Sehstörung oder andere Endorgansymptome.

Konsequenz: 112, ABCDE, Monitoring und symptomgerechte Lagerung. Keine unkontrollierte rasche Blutdrucksenkung und insbesondere kein reflexartiges kurzwirksames Nifedipin; eine zu schnelle Senkung kann die Organperfusion verschlechtern.
14 · Kardialer Notfall

Akutes Koronarsyndrom

Verdachtszeichen

  • Druck, Enge oder Brennen retrosternal
  • Ausstrahlung in Arm, Schulter, Rücken, Hals oder Kiefer
  • Dyspnoe, Kaltschweißigkeit, Übelkeit
  • atypische Präsentation insbesondere bei älteren Menschen, Frauen und Personen mit Diabetes

Vorgehen

  1. Behandlung stoppen, bequeme Position, meist Oberkörper erhöht.
  2. Sofort 112 bei ACS-Verdacht.
  3. ABCDE, Blutdruck, Puls, SpO₂; AED bereithalten.
  4. Sauerstoff nur bei Hypoxämie beziehungsweise klinischer Indikation.
  5. Bei kardial klingendem Brustschmerz 300 mg ASS zum Kauen, sofern keine ASS-Allergie, aktive relevante Blutung oder andere klare Kontraindikation besteht.
  6. Ein Patient mit bekannter Angina kann sein eigenes verordnetes Nitroglycerin nach Plan anwenden. Vorher Blutdruck, Kontraindikationen und mögliche Einnahme eines PDE-5-Hemmers berücksichtigen.
  7. Bei Bewusstlosigkeit und abnormaler Atmung sofort Reanimation.

Eine Besserung nach Nitroglycerin beweist keine harmlose Ursache. Der Transport darf nicht verzögert werden.

15 · Neurologische Ischämie

Schlaganfall und TIA

BE-FAST

B
BalancePlötzliche Gang- oder Gleichgewichtsstörung.
E
EyesAkute Seh- oder Blickstörung.
F
FaceEinseitige Fazialisparese.
A
ArmEinseitige Schwäche oder Armdrift.
S
SpeechSprach- oder Sprechstörung.
T
TimeSofort 112.
  • Zeitpunkt des Symptombeginns beziehungsweise last known well dokumentieren.
  • 112 ohne Verzögerung.
  • ABCDE und Blutzucker; Hypoglykämie als wichtige Differenzialdiagnose.
  • nichts essen oder trinken lassen.
  • Sauerstoff nur bei Hypoxämie.
  • keine ASS-Gabe vor Bildgebung, weil eine intrakranielle Blutung klinisch nicht sicher ausgeschlossen werden kann.

Auch vollständig rückläufige Symptome können eine TIA darstellen und benötigen dringende medizinische Abklärung.

16 · Lokalanästhetika-Toxizität

Lokalanästhetika-systemische Toxizität (LAST)

LAST kann durch unbeabsichtigte intravasale Injektion, Überdosierung, rasche Resorption oder patientenbezogene Risikofaktoren entstehen. Symptome können sofort oder verzögert auftreten.

Frühzeichen

  • periorale oder Zungentaubheit
  • metallischer Geschmack
  • Tinnitus, Hör- oder Sehstörung
  • Unruhe, Verwirrtheit, Benommenheit
  • Muskelzuckungen

Schwere Zeichen

  • generalisierter Krampfanfall
  • Bewusstlosigkeit
  • Hypotonie oder Bradykardie
  • Leitungsstörung und ventrikuläre Arrhythmie
  • Kreislaufstillstand

Vorgehen

  1. Injektion sofort stoppen und Hilfe rufen.
  2. 112, ABCDE, 100 % Sauerstoff initial und suffiziente Ventilation; Hypoxie und Azidose vermeiden.
  3. Krampfanfall nach Notfallstandard behandeln.
  4. Bei Kreislaufstillstand reanimieren und AED einsetzen.
  5. Früh ausdrücklich „Verdacht auf LAST“ an Rettungsdienst/Notarzt übermitteln.
  6. Eine 20%ige Lipidemulsion ist eine spezifische Therapie schwerer LAST. Sie sollte nur im Rahmen eines trainierten, schriftlich verfügbaren Protokolls eingesetzt werden; Dosierung erfolgt gewichtsbezogen nach aktuellem LAST-Algorithmus.

Prävention

  • vollständige Medikamenten- und Gewichtsanamnese
  • maximale Dosis für Präparat und Patienten berechnen
  • niedrigste wirksame Dosis
  • Aspiration und langsame fraktionierte Injektion
  • Patient während und nach der Injektion beobachten
  • kumulative Dosis bei mehreren Injektionen dokumentieren
17 · Differenzialdiagnostik

Adrenalinreaktion, Panik oder Anaphylaxie?

MerkmalVasokonstriktor-/StressreaktionAnaphylaxie
Beginnoft unmittelbar nach Injektionmeist Minuten nach Exposition, variabel
Hauteher Blässe, SchwitzenUrtikaria, Flush, Angioödem möglich
PulsTachykardie, HerzklopfenTachykardie, bei schwerem Verlauf Kreislaufversagen
Atmungschnelle Atmung ohne objektive ObstruktionStridor, Giemen, Hypoxämie möglich
Blutdruckhäufig normal oder erhöhtbei schwerem Verlauf erniedrigt
TherapieRuhe, ABCDE, MonitoringAdrenalin i.m. plus 112 und ABCDE

Die Tabelle unterstützt die Differenzierung, ersetzt sie aber nicht. Bei A/B/C-Problemen und möglichem Allergenkontakt wird Anaphylaxie konsequent behandelt.

18 · Atemwegsverlegung

Fremdkörper und Atemwegsverlegung

Effektiver Husten

  • zum Husten auffordern
  • beobachten
  • keine Schläge oder Manipulationen, solange der Husten effektiv bleibt

Ineffektiver Husten bei ansprechbarem Erwachsenen

  1. Hilfe rufen.
  2. Bis zu fünf Rückenschläge zwischen die Schulterblätter.
  3. Bleibt die Verlegung bestehen: bis zu fünf Oberbauchkompressionen.
  4. Abwechselnd fortführen und 112 alarmieren.
  5. Nur sichtbaren, sicher erreichbaren Fremdkörper entfernen; keine blinde Fingerinspektion.

Patient wird bewusstlos

  • kontrolliert zu Boden bringen
  • 112 sicherstellen
  • Reanimation beginnen
  • vor Beatmungsversuchen den Mund nach sichtbarem Fremdkörper kontrollieren
  • AED anwenden

Nach erfolgreichen Oberbauchkompressionen oder Thoraxkompressionen ist wegen möglicher innerer Verletzungen eine ärztliche Beurteilung erforderlich.

Prävention in der Zahnarztpraxis: Kofferdam, Fadensicherung kleiner Instrumente, geeignete Absaugung, stabile Patientenlagerung und kontrollierte Übergaben.

19 · Blutungsnotfall

Akute Blutung und Nachblutung

  1. Behandlung stoppen, absaugen und Blutungsquelle unter Sicht lokalisieren.
  2. Direkte Kompression mit ausreichend langer ununterbrochener Druckzeit.
  3. Lokale Maßnahmen ursachenbezogen: Naht, Tamponade, Hämostyptikum, Koagulation oder Schienung.
  4. Blutdruck, Puls, Bewusstsein und Medikamentenanamnese prüfen.
  5. Antikoagulanzien nicht eigenmächtig „antagonisieren“ oder dauerhaft absetzen.
  6. Bei unkontrollierbarer Blutung, Kreislaufzeichen, expandierendem Hals-/Mundbodenhämatom oder Aspirationsgefahr: 112 und Atemweg priorisieren.
Warnung: Blindes Klemmen in tiefen Wunden ist gefährlich. Ein Mundbodenhämatom kann trotz zunächst geringer äußerer Blutung den Atemweg bedrohen.
20 · Praxissicherheit

Notfallausrüstung – risikobasiertes Kernkonzept

Es existiert keine einzige universelle Medikamentenliste, die unabhängig von Praxisprofil, Qualifikation und regionalen Vorgaben für jede Zahnarztpraxis passt. Ausstattung, SOP und Teamkompetenz müssen zusammenpassen.

Alarmierung und Organisation

  • funktionierendes Telefon
  • sichtbare Notruf- und Praxisadresse
  • schriftliche Algorithmen und Rollen
  • Dokumentationsbogen

Atemweg und Atmung

  • leistungsfähige Absaugung
  • Sauerstoffquelle mit ausreichendem Vorrat
  • Masken und Reservoir
  • Beatmungsbeutel mit passenden Maskengrößen
  • geeignete einfache Atemwegshilfen entsprechend Training

Kreislauf und Diagnostik

  • AED
  • Blutdruckmessgerät
  • Pulsoxymeter
  • Blutzuckermessgerät
  • Stethoskop
  • gegebenenfalls venöser Zugang und Infusionsmaterial bei entsprechender Kompetenz

Indikationsbezogene Medikamente

  • Adrenalin 1 mg/ml zur i.m. Anaphylaxietherapie
  • schnell wirksame Glukose
  • bronchodilatatorisches Dosieraerosol plus Spacer
  • ASS für ACS bei geeigneter Indikation
  • gegebenenfalls Glukagon
  • gegebenenfalls Benzodiazepin für prolongierten Krampfanfall
  • weitere Medikamente nur nach Praxisprofil, SOP und sicherer Anwendungskompetenz

Sicherheitsmanagement

  • Verfallsdaten und Sauerstofffüllstand regelmäßig prüfen
  • Lagerort einheitlich und sofort zugänglich
  • Medikamente eindeutig beschriften
  • keine ähnlich aussehenden Adrenalinkonzentrationen unübersichtlich nebeneinander
  • Teamtraining einschließlich Beutel-Masken-Beatmung, AED und Anaphylaxie
  • reale Simulationen und Nachbesprechung dokumentieren

Oberarzt-Merksatz: Ein voller Notfallkoffer ohne trainiertes Team ist keine sichere Notfallversorgung.

21 · Übergabe

SBAR-Übergabe an den Rettungsdienst

S
Situation„34-jähriger Patient, vermutete Anaphylaxie nach Amoxicillin, aktuell ansprechbar mit Stridor und Hypotonie.“
B
BackgroundVorerkrankungen, Allergien, Dauermedikation und Antikoagulation, auslösendes Medikament oder Eingriff, relevante Vorereignisse.
A
AssessmentABCDE-Befund, Bewusstseinslage, Vitalwerte mit Uhrzeit, Blutzucker, Verlauf und Reaktion auf Maßnahmen.
R
Recommendation/ResponseBenötigte Unterstützung, erfolgte Maßnahmen, Medikament, Konzentration, Dosis, Applikationsweg und Uhrzeit, besondere Risiken und offene Probleme.

Patientenakte, Medikamentenampullen beziehungsweise Verpackungen und schriftliche Ereignisdokumentation werden mitgegeben, soweit erforderlich.

22 · Nachbereitung

Dokumentation und Debriefing

Dokumentiert werden

  • Beginn und Verlauf
  • Bewusstsein und ABCDE-Befunde
  • Vitalwerte mit Uhrzeiten
  • Notrufzeit
  • Medikamente mit Name, Konzentration, Dosis, Weg und Uhrzeit
  • Reaktion auf jede Maßnahme
  • Übergabezeit und Empfänger
  • beteiligte Mitarbeitende

Nach dem Ereignis

  • Material auffüllen
  • technische Prüfung
  • kurze strukturierte Teambesprechung
  • Systemfehler ohne Schuldzuweisung erkennen
  • gegebenenfalls belastete Teammitglieder unterstützen
23 · Klinischer Transfer

Typische KP-Fälle

Fall 1 · Blass und bewusstlos nach Injektion

Denken: Synkope wahrscheinlich, aber nicht ungeprüft annehmen.

Antwort: Behandlung stoppen, Mundraum freimachen, Reaktion und Atmung prüfen, Hilfe rufen. Bei normaler Atmung flach lagern und Beine anheben, Vitalwerte kontrollieren und bei verzögerter Erholung BZ messen. Bei abnormaler Atmung sofort CPR/AED; bei fehlender rascher Erholung 112 und vollständiges ABCDE.

Fall 2 · Urtikaria, Heiserkeit und Dyspnoe

Denken: Anaphylaxie mit Atemwegsbeteiligung.

Antwort: Auslöser stoppen, 112, symptomgerecht lagern, beim Erwachsenen 0,5 mg Adrenalin i.m. in den anterolateralen Oberschenkel, Sauerstoff und Monitoring. Bei fehlender Besserung nach fünf Minuten Adrenalin wiederholen; Volumen bei Schock. Antihistaminikum und Steroid nur ergänzend.

Fall 3 · Diabetischer Patient aggressiv und verwirrt

Denken: Hypoglykämie bis zum Beweis des Gegenteils.

Antwort: BZ früh messen. Ist der Patient wach und schluckfähig, 15–20 g Glukose oral und nach 15 Minuten erneut kontrollieren. Bei Bewusstseinsstörung nichts oral, 112, Atemweg sichern und bei normaler Atmung stabile Seitenlage.

Fall 4 · Brustdruck mit Kaltschweißigkeit

Denken: ACS.

Antwort: Behandlung stoppen, 112, bequeme Lagerung, ABCDE und AED. Sauerstoff nur bei Hypoxämie. Bei fehlender Kontraindikation 300 mg ASS zum Kauen; eigenes Nitroglycerin nur nach Blutdruck- und Kontraindikationsprüfung.

Fall 5 · Kann nicht sprechen und greift an den Hals

Denken: schwere Fremdkörperverlegung.

Antwort: Bei ineffektivem Husten bis zu fünf Rückenschläge, danach bis zu fünf Oberbauchkompressionen und 112. Abwechselnd fortfahren. Bei Bewusstlosigkeit Reanimation beginnen; keine blinde Fingerinspektion.

Fall 6 · Metallischer Geschmack, Tinnitus und Zuckungen

Denken: LAST.

Antwort: Injektion sofort stoppen, 112, ABCDE, Sauerstoff und Ventilation, Krampf behandeln und Reanimationsbereitschaft herstellen. Verdacht ausdrücklich übergeben; bei schwerer LAST Lipidemulsion nach trainiertem aktuellem Protokoll.

24 · Fehlervermeidung

Häufige Prüfungsfehler

FehlerKorrekte Entscheidung
bei jeder Synkope automatisch SauerstoffSauerstoff bei Hypoxämie oder klarer klinischer Indikation
beim Bewusstlosen lange Pulsdiagnostiksofort alarmieren, normale Atmung maximal zehn Sekunden beurteilen
Hautzeichen für Anaphylaxie verlangenA/B/C-Probleme können ohne Hautzeichen auftreten
Antihistaminikum zuerst gebenAdrenalin i.m. ist die zeitkritische Erstlinientherapie
Adrenalin subkutan oder i.v. routinemäßigintramuskulär in den anterolateralen Oberschenkel
bei Schlaganfall ASS gebenkeine ASS-Gabe vor Ausschluss einer Blutung
bei hypertensivem Wert schnell senkenEndorgansymptome prüfen; keine unkontrollierte Akutsenkung
bei Krampfanfall etwas in den Mund schiebenVerletzungsschutz, Zeit messen, nachher Atemweg prüfen
bei Fremdkörper blind auswischennur sichtbaren, sicher erreichbaren Fremdkörper entfernen
bei LAST nur „beruhigen und beobachten“früh 112, Atemweg/Ventilation, Krampf- und Kreislaufmanagement
25 · Prüfungsantwort

KP-Gesamtantwort in 90 Sekunden

Bei einem medizinischen Notfall stoppe ich sofort die Behandlung, entferne Instrumente aus dem Mund, rufe gezielt Hilfe und prüfe die Reaktion. Ist der Patient bewusstlos, alarmiere ich 112 und beurteile gleichzeitig maximal zehn Sekunden die Atmung. Bei fehlender normaler Atmung beginne ich mit 30 zu 2, 100 bis 120 Kompressionen pro Minute und 5 bis 6 Zentimetern Drucktiefe; der AED wird sofort eingesetzt. Bei vorhandener normaler Atmung arbeite ich konsequent nach ABCDE, behandle jede akute Lebensgefahr unmittelbar und kontrolliere danach erneut. Sauerstoff gebe ich zielgerichtet bei Hypoxämie. Bei Anaphylaxie erhält ein Erwachsener sofort 0,5 mg Adrenalin intramuskulär, bei Hypoglykämie bekommt nur der wache, sicher schluckfähige Patient orale Glukose, und bei Schlaganfall oder ACS alarmiere ich ohne Verzögerung. Parallel delegiere ich Monitoring, Dokumentation und Einweisung des Rettungsdienstes. Abschließend übergebe ich strukturiert nach SBAR mit Befunden, Vitalwerten, Medikamenten, Dosen und Uhrzeiten.

Finaler Leitsatz: Im Notfall zeigt sich klinische Sicherheit nicht daran, wie schnell eine Diagnose genannt wird, sondern daran, ob das Team ohne Zeitverlust alarmiert, nach ABCDE priorisiert, wirksam behandelt, fortlaufend reevaluieren kann und präzise übergibt.
26 · Gültigkeit

Quellen, Gültigkeit und Anwendungshinweis

Diese Zusammenfassung ist eigenständig formuliert und für die zahnärztliche Kenntnisprüfung sowie das strukturierte Praxistraining konzipiert. Sie reproduziert keine geschützten Leitliniengrafiken oder Originaltabellen. Sie ersetzt keinen zertifizierten BLS-/ALS-Kurs, keine lokale SOP, keine Fachinformation und keine patientenbezogene ärztliche Entscheidung.

Fachliche Hauptgrundlagen

  1. European Resuscitation Council: ERC Guidelines 2025, Executive Summary und thematische Kapitel: erc.edu
  2. German Resuscitation Council: Reanimationsleitlinien 2025 und deutschsprachige Materialien: grc-org.de
  3. Resuscitation Council UK: Adult Basic Life Support Guidelines 2025: resus.org.uk
  4. Resuscitation Council UK: First Aid Guidelines 2025: resus.org.uk
  5. Resuscitation Council UK/ERC: Special Circumstances 2025 – Anaphylaxis: resus.org.uk
  6. ASRA Pain Medicine: Checklist for Treatment of Local Anesthetic Systemic Toxicity: asra.com
  7. AWMF/DGN: Erster epileptischer Anfall und Epilepsien im Erwachsenenalter, Register-Nr. 030-041: register.awmf.org

Fachlich geprüft: 15. August 2026. Leitlinien, Fachinformationen und regionale Vorgaben können sich ändern; vor klinischer Anwendung ist der aktuelle Originalstand zu prüfen.

Notfallkapitel abgeschlossen

Nutze jetzt die sechs KP-Fälle und die 90-Sekunden-Antwort zur aktiven mündlichen Wiederholung.

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