Dein kompletter KP-Lernbaum
Schriftliche Grundlagen, mündliche Entscheidungslogik und praktische Behandlungsschritte – vollständig verknüpft und bis zum einzelnen Lernpunkt aufklappbar.
Schriftlich
Fachwissen, Befundverständnis und Entscheidungsgrundlagen
01Schädel, Gesichtsschädel und topografische RäumeAnatomie
01.1Knochen und Orientierung3
- 01.1.1Neurokranium und Viszerokranium unterscheiden
- 01.1.2Maxilla, Mandibula, Jochbein und Processus alveolaris lokalisieren
- 01.1.3Topografische Ebenen für Untersuchung und Bildgebung benennen
01.2Klinische Nachbarschaften3
- 01.2.1Orbita, Nasenhöhle, Kieferhöhle und Mundboden zuordnen
- 01.2.2Foramina und Gefäß-Nerven-Durchtrittsstellen erkennen
- 01.2.3Frakturlinien und mögliche Infektionsausbreitung einordnen
01.3Prüfungslogik3
- 01.3.1Anatomie immer mit einem konkreten Eingriff verbinden
- 01.3.2Gefährdete Leitstruktur und deren Ausfallsymptom nennen
- 01.3.3Befund, Risiko und Konsequenz in einem Satz formulieren
02Oberkiefer, Unterkiefer und AlveolarfortsatzAnatomie
02.1Maxilla3
- 02.1.1Processus alveolaris, Tuber maxillae und Gaumen unterscheiden
- 02.1.2Beziehung der Seitenzahnwurzeln zur Kieferhöhle beurteilen
- 02.1.3Kortikalisdicke und vestibuläre Durchbruchwege verstehen
02.2Mandibula3
- 02.2.1Corpus, Ramus, Angulus und Kondylen zuordnen
- 02.2.2Canalis mandibulae und Foramen mentale lokalisieren
- 02.2.3Linguale Konkavität und Mundbodenbeziehung beachten
02.3Operative Relevanz3
- 02.3.1Knochenangebot vor Extraktion oder Implantation prüfen
- 02.3.2Risikoregionen für Nervenverletzung und Fraktur erfassen
- 02.3.3Schnittführung und Zugang an der Anatomie ausrichten
03FDI-Zahnschema und zahnärztliche TerminologieAnatomie
03.1Nummerierung3
- 03.1.1Quadranten des bleibenden und des Milchgebisses benennen
- 03.1.2FDI-Nummern sicher in Befund und Kommunikation verwenden
- 03.1.3Zahnflächen mesial, distal, oral, vestibulär und okklusal zuordnen
03.2Befundsprache3
- 03.2.1Vitalität, Perkussion, Lockerung und Sondierung korrekt benennen
- 03.2.2Apikal, koronal, bukkal, palatinal und lingual unterscheiden
- 03.2.3Verdachtsdiagnose und gesicherte Diagnose sprachlich trennen
03.3Prüfungsanwendung3
- 03.3.1Einen Zahn eindeutig ohne Zeigen beschreiben
- 03.3.2Behandlungsplanung mit korrekter Fachsprache präsentieren
- 03.3.3Patientenverständliche und fachliche Sprache wechseln
04Zahnkronen- und WurzelmorphologieAnatomie
04.1Kronenmerkmale3
- 04.1.1Schneidekante, Höcker, Fissur, Randleiste und Kontaktpunkt erkennen
- 04.1.2Eckzahnführung und Seitenzahnhöcker funktionell einordnen
- 04.1.3Ober- und Unterkieferzähne anhand typischer Merkmale unterscheiden
04.2Wurzelanatomie3
- 04.2.1Einwurzelige und mehrwurzelige Zähne unterscheiden
- 04.2.2Krümmungen, Divergenzen und Furkationen erfassen
- 04.2.3Wurzelspitzen zu Kieferhöhle und Mandibularkanal beziehen
04.3Klinische Konsequenzen3
- 04.3.1Extraktionsrichtung nach Wurzelmorphologie wählen
- 04.3.2Endodontische Kanalvarianten mitdenken
- 04.3.3Frakturgefahr bei grazilen oder divergenten Wurzeln erkennen
05Zahnentwicklung, Dentitionen und DurchbruchEntwicklung
05.1Entwicklungsstadien3
- 05.1.1Zahnleiste, Knospen-, Kappen- und Glockenstadium erklären
- 05.1.2Ameloblasten und Odontoblasten funktionell zuordnen
- 05.1.3Mineralisation und Wurzelbildung als getrennte Prozesse verstehen
05.2Dentitionen3
- 05.2.1Milchgebiss, Wechselgebiss und bleibendes Gebiss unterscheiden
- 05.2.2Abweichungen im Zahndurchbruch systematisch beurteilen
- 05.2.3Persistierende Milchzähne und verlagerte bleibende Zähne erkennen
05.3Störungen3
- 05.3.1Aplasie, Hyperdontie, Schmelzdefekt und MIH unterscheiden
- 05.3.2Lokale und systemische Ursachen berücksichtigen
- 05.3.3Zeitpunkt der Abklärung und Überweisung begründen
06Schmelz, Dentin und WurzelzementHistologie
06.1Schmelz3
- 06.1.1Mineralanteil, Prismenstruktur und begrenzte Regeneration verstehen
- 06.1.2Säurelöslichkeit und Remineralisation erklären
- 06.1.3Schmelzätzung als Grundlage der Adhäsion einordnen
06.2Dentin3
- 06.2.1Dentinkanälchen und Reizweiterleitung erklären
- 06.2.2Primär-, Sekundär- und Tertiärdentin unterscheiden
- 06.2.3Dentinsklerose und Nähe zur Pulpa klinisch bewerten
06.3Wurzelzement3
- 06.3.1Zementfunktion und Ansatz der Sharpey-Fasern erklären
- 06.3.2Freiliegende Wurzeloberfläche als Kariesrisiko verstehen
- 06.3.3Überinstrumentierung und Substanzverlust vermeiden
07Pulpa, periapikales Gewebe und SensibilitätHistologie
07.1Pulpa3
- 07.1.1Gefäß-Nerven-Versorgung und begrenzten Raum erklären
- 07.1.2Reversible Entzündung von irreversibler Schädigung abgrenzen
- 07.1.3Schmerzcharakter und Reaktion auf Kälte interpretieren
07.2Periapikales Gewebe3
- 07.2.1Desmodontalspalt, Lamina dura und Apex zuordnen
- 07.2.2Apikale Entzündung, Abszess und Granulom unterscheiden
- 07.2.3Perkussion und Aufbissschmerz klinisch bewerten
07.3Diagnostische Grenzen3
- 07.3.1Sensibilitätstest und tatsächliche Vitalität unterscheiden
- 07.3.2Falschnegative nach Trauma oder bei offenen Apizes bedenken
- 07.3.3Klinik und Bildgebung gemeinsam interpretieren
08Parodont, Desmodont und biologische BreiteParodontologie
08.1Bestandteile3
- 08.1.1Gingiva, Desmodont, Wurzelzement und Alveolarknochen benennen
- 08.1.2Supraalveoläres Gewebe und klinische Kronenlänge einordnen
- 08.1.3Gesunden Sulkus von pathologischer Tasche unterscheiden
08.2Funktion3
- 08.2.1Kraftübertragung und propriozeptive Wahrnehmung erklären
- 08.2.2Parodontale Immunabwehr mit Biofilm verbinden
- 08.2.3Zahnbeweglichkeit unter physiologischer Belastung verstehen
08.3Restaurative Konsequenz3
- 08.3.1Subgingivale Ränder und Verletzung des Gewebeansatzes vermeiden
- 08.3.2Ferrule und Kronenverlängerung prüfen
- 08.3.3Entzündung vor definitiver Restauration kontrollieren
09Trigeminus und sensible LeitungsbahnenAnatomie
09.1Hauptäste3
- 09.1.1V1, V2 und V3 mit ihren Versorgungsgebieten unterscheiden
- 09.1.2N. infraorbitalis, alveolaris superior und nasopalatinus zuordnen
- 09.1.3N. alveolaris inferior, lingualis und buccalis benennen
09.2Lokalanästhesie3
- 09.2.1Zielgebiet einer Leitungs- und Infiltrationsanästhesie bestimmen
- 09.2.2Versorgungsgrenzen und mögliche akzessorische Innervation erkennen
- 09.2.3Taubheitsareale nach Blockade beschreiben
09.3Nervenschädigung3
- 09.3.1Sensibilitätsstörung von Motorikverlust abgrenzen
- 09.3.2Zeitpunkt, Ausmaß und Dokumentation eines Defizits erfassen
- 09.3.3Bei persistierender Störung zielgerichtet überweisen
10N. facialis und mimische MuskulaturAnatomie
10.1Funktion3
- 10.1.1Motorische Versorgung der mimischen Muskulatur erklären
- 10.1.2Stirnrunzeln, Lidschluss und Mundwinkelbewegung prüfen
- 10.1.3Periphere und zentrale Ausfallmuster grundsätzlich unterscheiden
10.2Beziehung zur Parotis3
- 10.2.1Intraparotidealen Verlauf und chirurgische Gefährdung beschreiben
- 10.2.2Sekretomotorik der Parotis nicht dem N. facialis zuschreiben
- 10.2.3Fazialisparese bei Raumforderung als Red Flag erkennen
10.3Praktische Relevanz3
- 10.3.1Ausgangsbefund vor Eingriffen dokumentieren
- 10.3.2Ramus marginalis mandibulae bei submandibulärem Zugang beachten
- 10.3.3Neue Parese dringlich fachärztlich abklären
11Arterien, Venen und BlutungsrisikenAnatomie
11.1Arterielle Versorgung3
- 11.1.1A. facialis, A. maxillaris und wichtige Endäste zuordnen
- 11.1.2A. palatina major, linguale und sublinguale Gefäße kennen
- 11.1.3Pulsierende Blutung von venöser Sickerblutung unterscheiden
11.2Venöser Abfluss3
- 11.2.1Plexus pterygoideus und V. facialis einordnen
- 11.2.2Verbindungen in tiefe Gesichts- und Schädelräume bedenken
- 11.2.3Infektion und Thrombose als mögliche Komplikation verstehen
11.3Blutstillung3
- 11.3.1Direkten Druck und Sicht auf die Blutungsquelle priorisieren
- 11.3.2Naht, Tamponade und lokale Hämostatika begründen
- 11.3.3Expandierendes Mundbodenhämatom als Atemwegsrisiko erkennen
12Faszienräume von Gesicht, Mundboden und HalsOralchirurgie
12.1Primäre Logen3
- 12.1.1Vestibulären, bukkalen, sublingualen und submandibulären Raum unterscheiden
- 12.1.2Ansatzhöhen von Muskulatur für die Ausbreitung nutzen
- 12.1.3Submentale Schwellung typischen Unterkieferfrontzähnen zuordnen
12.2Sekundäre und tiefe Räume3
- 12.2.1Pterygomandibulären, masseterischen und parapharyngealen Raum kennen
- 12.2.2Retropharyngeale und mediastinale Ausbreitung mitdenken
- 12.2.3Trismus, Dysphagie und Dyspnoe als Eskalationszeichen bewerten
12.3Prüfungsentscheidung3
- 12.3.1Zahnursache, anatomische Loge und klinische Gefahr zusammenführen
- 12.3.2Ambulanten lokalen Abszess von stationärem Notfall abgrenzen
- 12.3.3Bildgebung und Überweisung nach Ausbreitungsverdacht wählen
13Kieferhöhle, Nasennebenhöhlen und MAVAnatomie
13.1Anatomie3
- 13.1.1Sinusboden und Nähe zu Oberkieferprämolaren und Molaren erklären
- 13.1.2Schneider-Membran und natürlichen Ostiumabfluss einordnen
- 13.1.3Odontogene von rhinogenen Ursachen unterscheiden
13.2Mund-Antrum-Verbindung3
- 13.2.1Risikofaktoren vor Extraktion identifizieren
- 13.2.2Diagnostik schonend und situationsgerecht durchführen
- 13.2.3Akute Verbindung von chronischer Fistel unterscheiden
13.3Folgen3
- 13.3.1Sinusitis, Fremdkörperverlagerung und Persistenz erkennen
- 13.3.2Primären Verschluss und Nachsorge begründen
- 13.3.3Bei komplexem Befund fachärztlich mitbehandeln
14Speicheldrüsen und AusführungsgängeAnatomie
14.1Große Drüsen3
- 14.1.1Parotis, Submandibularis und Sublingualis unterscheiden
- 14.1.2Seröse und muköse Sekretanteile zuordnen
- 14.1.3Ruhespeichel und stimulierten Speichel funktionell vergleichen
14.2Gangsystem3
- 14.2.1Stensen-Gang gegenüber dem oberen zweiten Molaren lokalisieren
- 14.2.2Wharton-Gang an der Caruncula sublingualis zuordnen
- 14.2.3Rivinus- und variablen Bartholin-Gang erklären
14.3Nervenbeziehungen3
- 14.3.1N. facialis in der Parotis dokumentieren
- 14.3.2Kreuzung von N. lingualis und Wharton-Gang beachten
- 14.3.3Ranula und Mundbodenchirurgie anatomisch begründen
15Kaumuskulatur, Kiefergelenk und OkklusionFunktionslehre
15.1Muskulatur3
- 15.1.1Masseter, Temporalis sowie Pterygoideus medialis und lateralis unterscheiden
- 15.1.2Öffnungs- und Schließbewegungen funktionell einordnen
- 15.1.3Muskuläre Druckdolenz gezielt palpieren
15.2Kiefergelenk3
- 15.2.1Kondylus, Diskus und Fossa mandibularis beschreiben
- 15.2.2Rotation und Translation unterscheiden
- 15.2.3Knacken, Limitation und Schmerz erfassen
15.3Okklusion3
- 15.3.1Statische und dynamische Kontakte beurteilen
- 15.3.2Eckzahnführung und Gruppenfunktion unterscheiden
- 15.3.3Traumatische Frühkontakte und Bruxismus berücksichtigen
16Allgemeinanamnese und medizinisches RisikoprofilDiagnostik
16.1Systemische Risiken3
- 16.1.1Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Immunsuppression erfassen
- 16.1.2Schwangerschaft, Bestrahlung und Antiresorptiva erfragen
- 16.1.3Allergien und frühere Komplikationen dokumentieren
16.2Medikamente3
- 16.2.1Wirkstoff, Indikation, Dosis und letzte Einnahme benennen
- 16.2.2Antikoagulanzien, Immunsuppressiva und Psychopharmaka beachten
- 16.2.3Interaktionen und individuelle Kontraindikationen prüfen
16.3Entscheidung3
- 16.3.1Behandlungsdringlichkeit mit Stabilität und Eingriffsrisiko verbinden
- 16.3.2Rücksprache gezielt und frühzeitig organisieren
- 16.3.3Keine Dauermedikation eigenständig absetzen
17Extraorale und intraorale BefunderhebungDiagnostik
17.1Extraoral3
- 17.1.1Gesichtsasymmetrie, Haut, Lymphknoten und Mundöffnung prüfen
- 17.1.2Schwellung nach Lokalisation, Konsistenz und Dynamik beschreiben
- 17.1.3Hirnnervenfunktion bei relevanter Fragestellung dokumentieren
17.2Intraoral3
- 17.2.1Schleimhaut, Gingiva, Zähne, Okklusion und Mundboden beurteilen
- 17.2.2Gangpapillen und Speichelqualität untersuchen
- 17.2.3Palpation, Sondierung und Fotodokumentation gezielt nutzen
17.3Priorisierung3
- 17.3.1Atemweg, Infektion und Tumorwarnzeichen zuerst ausschließen
- 17.3.2Befund mit Verdachts- und Differenzialdiagnose verknüpfen
- 17.3.3Kontrolle und weitere Diagnostik nachvollziehbar planen
18Sensibilität, Perkussion und AufbisstestDiagnostik
18.1Sensibilität3
- 18.1.1Kältetest standardisiert und im Seitenvergleich durchführen
- 18.1.2Reaktionsdauer und Schmerzintensität erfassen
- 18.1.3Trauma, Verkalkung und unreife Zähne als Fehlerquellen kennen
18.2Perkussion3
- 18.2.1Vertikale von horizontaler Perkussion unterscheiden
- 18.2.2Apikale Entzündung und parodontale Ursachen erwägen
- 18.2.3Falschinterpretation isolierter Einzelbefunde vermeiden
18.3Aufbisstest3
- 18.3.1Riss, okklusales Trauma und apikale Reizung abgrenzen
- 18.3.2Gezielt einzelne Höcker prüfen
- 18.3.3Testresultate mit Röntgen und Anamnese zusammenführen
19Differenzialdiagnose orofazialer SchmerzenDiagnostik
19.1Odontogene Ursachen3
- 19.1.1Karies, Pulpitis, apikale Entzündung und parodontalen Abszess unterscheiden
- 19.1.2Auslöser durch Kälte, Wärme, Aufbiss und Lagerung erfassen
- 19.1.3Übertragenen Schmerz berücksichtigen
19.2Nicht odontogene Ursachen3
- 19.2.1CMD, Sinusitis, Neuralgie und Schleimhauterkrankung erwägen
- 19.2.2Persistierenden atypischen Schmerz als eigene Konstellation erkennen
- 19.2.3Warnzeichen für Tumor oder systemische Erkrankung prüfen
19.3Prüfungsstrategie3
- 19.3.1Schmerzcharakter, Auslöser und Befunde strukturiert darstellen
- 19.3.2Irreversible Maßnahmen nicht ohne belastbare Diagnose beginnen
- 19.3.3Bei unklarer Konstellation gezielt nachuntersuchen oder überweisen
20Röntgenindikation und rechtfertigende FragestellungRadiologie
20.1Indikation3
- 20.1.1Konkrete klinische Fragestellung vor Aufnahme formulieren
- 20.1.2Zahnfilm, Bissflügel, OPG und DVT gegeneinander abwägen
- 20.1.3Voraufnahmen und alternative Verfahren berücksichtigen
20.2Bildqualität3
- 20.2.1Projektion, Belichtung und diagnostische Eignung prüfen
- 20.2.2Anatomische Normalbefunde von Pathologie unterscheiden
- 20.2.3Technische Wiederholung nur begründet durchführen
20.3Dokumentation3
- 20.3.1Rechtfertigende Indikation und Befund dokumentieren
- 20.3.2Strahlenexposition so niedrig wie vernünftigerweise möglich halten
- 20.3.3Schwangerschaft und besondere Schutzbedürftigkeit berücksichtigen
21Strahlenschutz und radiologische QualitätssicherungRadiologie
21.1Grundprinzipien3
- 21.1.1Indikation, Dosisoptimierung und geeignete Modalität verbinden
- 21.1.2Einwirkbereiche und Geräteeinstellungen verstehen
- 21.1.3Qualitätssicherung und Konstanzprüfungen beachten
21.2Patientenschutz3
- 21.2.1Alter, Körperregion und diagnostischen Nutzen abwägen
- 21.2.2Wiederholungsaufnahmen wegen vermeidbarer Fehler verhindern
- 21.2.3Patientenaufklärung angemessen und sachlich gestalten
21.3Team und Praxis3
- 21.3.1Zuständigkeiten und Fachkunde beachten
- 21.3.2Aufnahme, Archivierung und Befund nachvollziehbar dokumentieren
- 21.3.3Lokale Vorgaben und aktuellen Rechtsrahmen prüfen
22OPG systematisch befundenRadiologie
22.1Systematik3
- 22.1.1Bildqualität, Rechts-links-Zuordnung und Vollständigkeit prüfen
- 22.1.2Zähne, Alveolarknochen, Kiefergelenke und Kieferhöhlen beurteilen
- 22.1.3Mandibularkanal, Foramina und kortikale Begrenzungen verfolgen
22.2Pathologie3
- 22.2.1Apikale Osteolysen, retinierte Zähne und Zysten erkennen
- 22.2.2Knochenabbau, Frakturen und Fremdkörper einordnen
- 22.2.3Überlagerungen und Projektionsartefakte identifizieren
22.3Grenzen3
- 22.3.1Keine sichere dreidimensionale Lagebeziehung aus dem OPG ableiten
- 22.3.2Kleine Steine oder diskrete Läsionen nicht sicher ausschließen
- 22.3.3Bei Konsequenz für die Therapie ergänzende Diagnostik wählen
23Digitale Volumentomographie und dreidimensionale PlanungRadiologie
23.1Indikationen3
- 23.1.1Komplexe Weisheitszahnbeziehung, Implantatplanung und Traumatologie prüfen
- 23.1.2Unklare endodontische oder chirurgische Befunde gezielt einordnen
- 23.1.3DVT nicht als Routineaufnahme verwenden
23.2Anatomie3
- 23.2.1Canalis mandibulae, Foramen mentale und anterior loop beurteilen
- 23.2.2Linguale Konkavität und kortikale Durchbrüche beachten
- 23.2.3Sinusboden und benachbarte Strukturen dreidimensional prüfen
23.3Befundung3
- 23.3.1Gesamtes aufgenommenes Volumen verantwortlich bewerten
- 23.3.2Voxelgröße, Artefakte und Feldgröße berücksichtigen
- 23.3.3Zusatznutzen gegen Strahlenexposition abwägen
24Mikrobiologie der Mundhöhle und orale BiofilmeMikrobiologie
24.1Ökosystem3
- 24.1.1Speichel, Oberflächen und mikrobielles Gleichgewicht erklären
- 24.1.2Frühe und späte Biofilmbesiedlung unterscheiden
- 24.1.3Dysbiose von bloßem Erregernachweis abgrenzen
24.2Pathogenität3
- 24.2.1Säurebildung, Proteolyse und Immunantwort einordnen
- 24.2.2Anaerobe Mischinfektion bei odontogenen Abszessen verstehen
- 24.2.3Resistenzentwicklung bei unnötiger Antibiotikagabe berücksichtigen
24.3Klinik3
- 24.3.1Mechanische Biofilmkontrolle als Kernmaßnahme nennen
- 24.3.2Indikation mikrobiologischer Diagnostik gezielt prüfen
- 24.3.3Hygiene und Infektionsmanagement mit Übertragungswegen verbinden
25Kariesentstehung und Stephan-KurveKariologie
25.1Pathogenese3
- 25.1.1Biofilm, fermentierbare Kohlenhydrate und Zeit verknüpfen
- 25.1.2Säurebedingte De- und Remineralisation erklären
- 25.1.3Speichel, Fluorid und Ernährung als Modulatoren verstehen
25.2Stephan-Kurve3
- 25.2.1pH-Abfall nach Zuckerexposition erläutern
- 25.2.2Erholungsphase durch Speichel und Pufferung beschreiben
- 25.2.3Häufigkeit der Zuckerimpulse stärker gewichten als Einzelereignisse
25.3Prüfungsanwendung3
- 25.3.1Aktive von inaktiven Läsionen unterscheiden
- 25.3.2Nicht jede Initialläsion sofort invasiv behandeln
- 25.3.3Therapie an Aktivität, Tiefe und Kariesrisiko orientieren
26Kariesdiagnostik und ICDASKariologie
26.1Visuelle Diagnostik3
- 26.1.1Zahn reinigen und trocknen, bevor Oberflächen bewertet werden
- 26.1.2Initiale Opazität, Kavitation und Dentinschatten unterscheiden
- 26.1.3Aktivität anhand Oberflächenbeschaffenheit und Lage abschätzen
26.2Ergänzende Verfahren3
- 26.2.1Bissflügelaufnahme für Approximalflächen gezielt nutzen
- 26.2.2Sonde zurückhaltend und nicht destruktiv anwenden
- 26.2.3Verlaufskontrolle und fotografische Dokumentation einsetzen
26.3Entscheidung3
- 26.3.1Nicht invasive, mikroinvasive und restaurative Optionen abgrenzen
- 26.3.2Patientenrisiko und Restaurationsfähigkeit einbeziehen
- 26.3.3Befund standardisiert kommunizieren
27Kariesrisiko und individuelle PräventionKariologie
27.1Risikofaktoren3
- 27.1.1Frühere Karies, Speichelmangel und häufige Zuckerzufuhr erfassen
- 27.1.2Freiliegende Wurzeloberflächen und kieferorthopädische Apparaturen beachten
- 27.1.3Medikation, Bestrahlung und soziale Faktoren berücksichtigen
27.2Präventionsplan3
- 27.2.1Fluorid, Biofilmkontrolle und Ernährung kombinieren
- 27.2.2Professionelle Maßnahmen dem individuellen Risiko anpassen
- 27.2.3Recallintervalle nachvollziehbar begründen
27.3Erfolgskontrolle3
- 27.3.1Neue Läsionen und Aktivität regelmäßig dokumentieren
- 27.3.2Anwendungstechnik und Adhärenz mit dem Patienten besprechen
- 27.3.3Prävention an Veränderungen der Allgemeingesundheit anpassen
28Fluoride und RemineralisationPrävention
28.1Wirkprinzip3
- 28.1.1Mineralverlust vermindern und Remineralisation unterstützen
- 28.1.2Lokale von systemischer Wirkung unterscheiden
- 28.1.3Häufige niedrig dosierte Exposition klinisch einordnen
28.2Anwendungsformen3
- 28.2.1Fluoridhaltige Zahnpasta, Lack und indikationsbezogene Präparate unterscheiden
- 28.2.2Kinderalter und Verschluckungsrisiko beachten
- 28.2.3Hochrisikostrategie bei Xerostomie oder Bestrahlung planen
28.3Sicherheit3
- 28.3.1Gesamtaufnahme und altersgerechte Anwendung berücksichtigen
- 28.3.2Fluorose- und Überdosierungsrisiken vermeiden
- 28.3.3Keine pauschale Hochdosisempfehlung ohne Indikation geben
29Fissurenversiegelung und mikroinvasive TherapiePrävention
29.1Indikation3
- 29.1.1Tiefe Fissuren, Kariesrisiko und Läsionsaktivität prüfen
- 29.1.2Gesunde und nicht kavitierte Oberflächen unterscheiden
- 29.1.3Patientenalter und Durchbruchssituation berücksichtigen
29.2Durchführung3
- 29.2.1Reinigung, Trockenlegung und Schmelzätzung kontrollieren
- 29.2.2Versiegelungsmaterial blasenfrei applizieren
- 29.2.3Polymerisation und Okklusion prüfen
29.3Nachsorge3
- 29.3.1Retention und Randdichtigkeit regelmäßig kontrollieren
- 29.3.2Teildefekte ergänzen statt unkritisch vollständig ersetzen
- 29.3.3Versiegelung als Ergänzung, nicht Ersatz der Basisprävention verstehen
30Trockenlegung, Kofferdam und KontaminationskontrolleKonservierend
30.1Ziele3
- 30.1.1Speichel- und Blutkontamination sicher vermeiden
- 30.1.2Patienten vor Aspiration und chemischen Reizstoffen schützen
- 30.1.3Übersicht und reproduzierbare Adhäsion schaffen
30.2Planung3
- 30.2.1Geeignete Klammer, Lochung und Isolationseinheit wählen
- 30.2.2Zahn, Gingiva und Nachbarzähne schützen
- 30.2.3Latexallergie und anatomische Besonderheiten beachten
30.3Fehler3
- 30.3.1Undichtigkeiten und traumatische Klammerposition erkennen
- 30.3.2Unzureichende Isolation vor adhäsiver Therapie korrigieren
- 30.3.3Vor dem Entfernen Interdentalreste kontrollieren
31Adhäsivsysteme und Schmelz-Dentin-BondingWerkstoffkunde
31.1Schmelzadhäsion3
- 31.1.1Mikromechanische Retention nach Ätzung erklären
- 31.1.2Selektive Schmelzätzung situationsgerecht anwenden
- 31.1.3Kontamination vor dem Bonding verhindern
31.2Dentinadhäsion3
- 31.2.1Feuchtigkeit, Smear Layer und Hybridisierung einordnen
- 31.2.2Universaladhäsive und Mehrflaschensysteme unterscheiden
- 31.2.3Herstellerprotokoll und Einwirkzeit beachten
31.3Klinische Fehler3
- 31.3.1Über- oder Untertrocknung vermeiden
- 31.3.2Adhäsivfilm und Polymerisation ausreichend kontrollieren
- 31.3.3Randspalt, postoperative Sensibilität und Haftverlust erklären
32Kompositrestaurationen und SchichttechnikKonservierend
32.1Indikation3
- 32.1.1Defektgröße, Trockenlegung und okklusale Belastung beurteilen
- 32.1.2Direkte von indirekter Versorgung abgrenzen
- 32.1.3Farbwahl vor Austrocknung des Zahns vornehmen
32.2Durchführung3
- 32.2.1Matrize, Keil und Kontaktpunkt korrekt aufbauen
- 32.2.2Material in kontrollierten Inkrementen polymerisieren
- 32.2.3Anatomische Form und Approximalkontakt wiederherstellen
32.3Qualitätskontrolle3
- 32.3.1Okklusion, Randschluss und Oberflächenpolitur prüfen
- 32.3.2Polymerisationsschrumpfung und Randüberhang vermeiden
- 32.3.3Postoperative Sensibilität strukturiert nachverfolgen
33Glasionomerzemente und provisorische MaterialienWerkstoffkunde
33.1Eigenschaften3
- 33.1.1Chemische Haftung und Feuchtigkeitsempfindlichkeit einordnen
- 33.1.2Fluoridfreisetzung und mechanische Grenzen erklären
- 33.1.3Konventionelles GIZ von kunststoffmodifiziertem Material unterscheiden
33.2Indikationen3
- 33.2.1Provisorische Versorgung, Wurzelkaries und definierte Milchzahnindikationen prüfen
- 33.2.2Belastete dauerhafte Seitenzahnflächen kritisch bewerten
- 33.2.3Materialwahl am klinischen Risiko ausrichten
33.3Fehler3
- 33.3.1Frühe Austrocknung oder Speichelkontamination vermeiden
- 33.3.2Mischungsverhältnis und Verarbeitungszeit einhalten
- 33.3.3Oberflächenschutz und Nachkontrolle beachten
34Tiefe Karies und pulpanahe VersorgungKonservierend
34.1Diagnostik3
- 34.1.1Symptome, Sensibilität und radiologische Tiefe erfassen
- 34.1.2Reversible Pulpitis von irreversibler Entzündung unterscheiden
- 34.1.3Spontan- und Nachtschmerz kritisch bewerten
34.2Therapiestrategie3
- 34.2.1Selektive Exkavation und Pulpaerhalt prüfen
- 34.2.2Perforationsrisiko und bakterielle Dichtigkeit berücksichtigen
- 34.2.3Direkte Maßnahmen nur bei geeigneter biologischer Ausgangslage wählen
34.3Nachkontrolle3
- 34.3.1Beschwerden und Sensibilitätsverlauf dokumentieren
- 34.3.2Okklusion und Randschluss kontrollieren
- 34.3.3Bei Verschlechterung endodontische Therapie neu bewerten
35Approximaldiagnostik und MatrizensystemeKonservierend
35.1Befund3
- 35.1.1Approximalraum klinisch und radiologisch beurteilen
- 35.1.2Kontaktpunkt und gingivale Stufe erfassen
- 35.1.3Schmelz- von Dentinkaries abgrenzen
35.2Matrize3
- 35.2.1Teilmatrize, Ring und Keil situationsgerecht wählen
- 35.2.2Gingivalen Abschluss und Nachbarzahnschutz sichern
- 35.2.3Anatomischen Kontaktpunkt wiederherstellen
35.3Kontrolle3
- 35.3.1Zahnseide auf Durchgängigkeit und Widerstand prüfen
- 35.3.2Überhänge und Randspalte beseitigen
- 35.3.3Parodontale Verträglichkeit nachkontrollieren
36Nicht kariöse ZahnhartsubstanzdefekteKonservierend
36.1Formen3
- 36.1.1Abrasion, Attrition, Erosion und Abfraktion unterscheiden
- 36.1.2Säureexposition, Bruxismus und Putztechnik erfassen
- 36.1.3Lokalisation und Aktivität dokumentieren
36.2Differenzialdiagnostik3
- 36.2.1Keilförmigen Defekt von Wurzelkaries abgrenzen
- 36.2.2Dentinüberempfindlichkeit und Pulpabeteiligung prüfen
- 36.2.3Systemische und gastroösophageale Ursachen erwägen
36.3Therapie3
- 36.3.1Ursache vor rein restaurativer Versorgung behandeln
- 36.3.2Schiene, Ernährungsberatung und schonende Reinigung einordnen
- 36.3.3Bei Substanzverlust adhäsive Rekonstruktion prüfen
37Indirekte Restaurationen und Inlay-Onlay-PlanungProthetik
37.1Indikation3
- 37.1.1Defektausdehnung, Höckerschwächung und Restsubstanz bewerten
- 37.1.2Direkte Kompositversorgung mit indirekter Versorgung vergleichen
- 37.1.3Material und Befestigung passend zur Situation wählen
37.2Präparation3
- 37.2.1Substanzschonende Form und klare Präparationsgrenzen anstreben
- 37.2.2Unterschnitte und scharfe Innenkanten vermeiden
- 37.2.3Approximale Zugänglichkeit und okklusale Reduktion kontrollieren
37.3Eingliederung3
- 37.3.1Passung, Kontaktpunkt und Okklusion prüfen
- 37.3.2Trockenlegung und adhäsive Befestigung beherrschen
- 37.3.3Überschüsse und postoperative Beschwerden kontrollieren
38Pulpitis: reversible und irreversible FormenEndodontie
38.1Symptomatik3
- 38.1.1Kurze reizabhängige Beschwerden von lang anhaltendem Schmerz unterscheiden
- 38.1.2Spontanschmerz und nächtliche Beschwerden gezielt erfragen
- 38.1.3Wärme- und Kältereaktion dokumentieren
38.2Diagnostik3
- 38.2.1Sensibilitätstest, Perkussion und Röntgen kombinieren
- 38.2.2Karies, Restauration und Trauma als Ursachen prüfen
- 38.2.3Differenzialdiagnose zu Riss und Parodontalproblem stellen
38.3Therapie3
- 38.3.1Bei reversibler Reizung Ursache beseitigen und dicht versorgen
- 38.3.2Irreversible Entzündung endodontisch oder durch Extraktion behandeln
- 38.3.3Antibiotika nicht als Ersatz für lokale Therapie einsetzen
39Apikale Parodontitis und periapikale LäsionenEndodontie
39.1Klinik3
- 39.1.1Symptomatische von asymptomatischer apikaler Entzündung unterscheiden
- 39.1.2Perkussionsschmerz und Aufbissschmerz erfassen
- 39.1.3Schwellung und Fistel als Hinweise auf Ausbreitung prüfen
39.2Bildgebung3
- 39.2.1Periapikale Aufhellung und Lamina-dura-Verlust erkennen
- 39.2.2Zeitliche Verzögerung radiologischer Veränderungen beachten
- 39.2.3Zahnfilm oder DVT nur indikationsgerecht ergänzen
39.3Behandlung3
- 39.3.1Infizierten Wurzelkanal desinfizieren und bakteriendicht verschließen
- 39.3.2Akuten Abszess bei Drainagebedarf entlasten
- 39.3.3Verlauf mit klinischer und radiologischer Kontrolle bewerten
40Endodontischer Notfall und SchmerzmanagementEndodontie
40.1Akutentscheidung3
- 40.1.1Pulpitis, apikalen Abszess und postoperative Reizung unterscheiden
- 40.1.2Allgemeinzustand, Fieber und Schwellung priorisieren
- 40.1.3Atemwegs- und Logenrisiko ausschließen
40.2Lokaltherapie3
- 40.2.1Trepanation oder Drainage nach Befund prüfen
- 40.2.2Kausalbehandlung gegenüber alleiniger Medikamentengabe priorisieren
- 40.2.3Okklusale Entlastung individuell begründen
40.3Nachsorge3
- 40.3.1Analgesie nach Risiko und Kontraindikationen planen
- 40.3.2Antibiotika nur bei systemischer oder ausbreitender Infektion erwägen
- 40.3.3Wiedervorstellung und Warnzeichen klar kommunizieren
41Endodontische Zugangskavität und KanalsucheEndodontie
41.1Planung3
- 41.1.1Zahnstellung, Röntgenbefund und Kronenversorgung prüfen
- 41.1.2Kofferdam und aseptisches Arbeiten sicherstellen
- 41.1.3Perforationsrisiko durch anatomische Orientierung verringern
41.2Zugang3
- 41.2.1Dach der Pulpakammer kontrolliert entfernen
- 41.2.2Geradlinigen Zugang ohne übermäßige Substanzopferung schaffen
- 41.2.3Zusätzliche Kanalorifizien systematisch suchen
41.3Komplikationen3
- 41.3.1Verkalkungen und veränderte Anatomie berücksichtigen
- 41.3.2Stufen und unnötige Schwächung vermeiden
- 41.3.3Bei schwierigen Fällen optische Vergrößerung oder Überweisung nutzen
42Wurzelkanalanatomie und VariantenEndodontie
42.1Zahngruppen3
- 42.1.1Frontzahn-, Prämolaren- und Molarenanatomie vergleichen
- 42.1.2MB2, zusätzliche Unterkieferinzisivuskanäle und C-förmige Systeme kennen
- 42.1.3Furkation und Kanalzusammenflüsse beachten
42.2Bildgebung3
- 42.2.1Exzentrische Aufnahmen gezielt interpretieren
- 42.2.2Abrupte Kanalverschwindung als Hinweis auf Aufzweigung bewerten
- 42.2.3Dreidimensionale Diagnostik nur bei klinischer Konsequenz erwägen
42.3Praktische Bedeutung3
- 42.3.1Zugang, Instrumentengröße und Krümmung anpassen
- 42.3.2Übersehene Kanäle als Misserfolgsursache erkennen
- 42.3.3Originalverlauf und apikale Anatomie erhalten
43Arbeitslänge und elektronische LängenmessungEndodontie
43.1Festlegung3
- 43.1.1Stabilen koronalen Referenzpunkt wählen
- 43.1.2Elektronische und radiologische Information kombinieren
- 43.1.3Apikale Anatomie und Resorption berücksichtigen
43.2Kontrolle3
- 43.2.1Messung nach Zugang, Erweiterung und Wiederbehandlung überprüfen
- 43.2.2Feuchtigkeit und Metallkontakte als mögliche Störfaktoren kennen
- 43.2.3Unplausible Werte nicht unkritisch übernehmen
43.3Konsequenz3
- 43.3.1Unter- und Überinstrumentierung vermeiden
- 43.3.2Arbeitslänge nachvollziehbar dokumentieren
- 43.3.3Mastercone-Länge mit der Präparation abgleichen
44Wurzelkanalaufbereitung und GleitpfadEndodontie
44.1Gleitpfad3
- 44.1.1Initiale Durchgängigkeit mit kleinen Instrumenten prüfen
- 44.1.2Krümmungen und Widerstand erkennen
- 44.1.3Apikale Patency situationsgerecht beurteilen
44.2Maschinelle Aufbereitung3
- 44.2.1Drehmoment, Bewegungsart und Instrumentensystem beachten
- 44.2.2Schrittweise Spülung und Rekapitulation integrieren
- 44.2.3Originalkanalverlauf erhalten
44.3Fehlervermeidung3
- 44.3.1Stufe, Transport, Perforation und Instrumentenfraktur vermeiden
- 44.3.2Übermäßigen Druck und trockene Instrumentation verhindern
- 44.3.3Instrumentenverschleiß frühzeitig erkennen
45Spülprotokoll und chemische DesinfektionEndodontie
45.1Ziele3
- 45.1.1Organisches Gewebe, Mikroorganismen und Debris reduzieren
- 45.1.2Mechanische Aufbereitung durch chemische Reinigung ergänzen
- 45.1.3Smear Layer und Biofilm klinisch einordnen
45.2Anwendung3
- 45.2.1Geeignete Spüllösungen und Reihenfolgen fachgerecht auswählen
- 45.2.2Seitlich offene Kanülen und kontrollierten Abstand zum Apex beachten
- 45.2.3Aktivierung nur entsprechend Ausbildung und System einsetzen
45.3Sicherheit3
- 45.3.1Extrusion, chemische Verletzung und Lösungsmittelinteraktionen vermeiden
- 45.3.2Kofferdam und Aspirationsschutz sicherstellen
- 45.3.3Komplikationszeichen sofort erkennen und dokumentieren
46Medikamentöse Einlage und temporärer VerschlussEndodontie
46.1Indikation3
- 46.1.1Persistierende Sekretion, mehrzeitige Therapie und Desinfektionsbedarf bewerten
- 46.1.2Nicht jede Behandlung routinemäßig mehrzeitig planen
- 46.1.3Mikrobiologische und symptomatische Ausgangslage berücksichtigen
46.2Einlage3
- 46.2.1Geeignetes Material kontrolliert in den Kanal einbringen
- 46.2.2Extrusion und unnötige Überfüllung vermeiden
- 46.2.3Einwirkdauer und Wiedervorstellung planen
46.3Koronaler Verschluss3
- 46.3.1Bakteriendichte temporäre Versorgung herstellen
- 46.3.2Materialstärke und Randdichtigkeit prüfen
- 46.3.3Bei Verlust der Versorgung rasch nachbehandeln
47Wurzelfüllung und koronale AbdichtungEndodontie
47.1Voraussetzungen3
- 47.1.1Beschwerden, Trockenheit und ausreichende Desinfektion prüfen
- 47.1.2Arbeitslänge und Mastercone-Fit kontrollieren
- 47.1.3Restaurative Gesamtprognose vor Abschluss bewerten
47.2Technik3
- 47.2.1Guttapercha und Sealer systemgerecht anwenden
- 47.2.2Länge, Homogenität und Dichtigkeit radiologisch beurteilen
- 47.2.3Über- und Unterfüllung differenziert einordnen
47.3Nachversorgung3
- 47.3.1Koronalen Verschluss zeitnah sichern
- 47.3.2Höckerschutz bei stark geschwächten Seitenzähnen erwägen
- 47.3.3Klinischen und radiologischen Verlauf nachverfolgen
48Endodontische Revision und persistierende InfektionEndodontie
48.1Ursachen3
- 48.1.1Übersehene Kanäle, undichte Restauration und unzureichende Aufbereitung prüfen
- 48.1.2Vertikale Fraktur und extraradikuläre Faktoren differenzieren
- 48.1.3Voraufnahmen und alte Materialien beurteilen
48.2Revisionsplanung3
- 48.2.1Zahnerhalt, Restaurierbarkeit und parodontale Situation prüfen
- 48.2.2Stiftentfernung und Perforationsrisiko berücksichtigen
- 48.2.3Orthograde Revision gegen chirurgische Option abwägen
48.3Kommunikation3
- 48.3.1Erfolgsaussichten und Alternativen transparent erklären
- 48.3.2Instrumentenfraktur und komplexe Anatomie dokumentieren
- 48.3.3Bei Bedarf rechtzeitig an Spezialisten überweisen
49Perforation, Instrumentenfraktur und StufenbildungEndodontie
49.1Erkennen3
- 49.1.1Ungewöhnliche Blutung, plötzlichen Schmerz und abweichende Instrumentenlage beachten
- 49.1.2Radiologische Lage und Arbeitslänge kontrollieren
- 49.1.3Zeitpunkt und Ursache des Ereignisses dokumentieren
49.2Management3
- 49.2.1Infektionskontrolle und frühzeitigen dichten Verschluss priorisieren
- 49.2.2Fragmentbergung gegen zusätzliche Substanzschädigung abwägen
- 49.2.3Mikroskopische Unterstützung oder Überweisung erwägen
49.3Prognose3
- 49.3.1Lokalisation, Kontamination und Zeit bis zur Versorgung bewerten
- 49.3.2Patienten offen aufklären
- 49.3.3Nachkontrolle und Alternativen gemeinsam planen
50Wurzelspitzenresektion und endodontische ChirurgieOralchirurgie
50.1Indikation3
- 50.1.1Persistierende apikale Pathologie trotz geeigneter orthograder Therapie prüfen
- 50.1.2Nicht zugängliche Kanalabschnitte und restaurative Hindernisse bewerten
- 50.1.3Extraktion und Revision als Alternativen erläutern
50.2Operationsprinzip3
- 50.2.1Lappenbildung, gezielte Osteotomie und Wurzelspitzenresektion beschreiben
- 50.2.2Retrograde Präparation und bakteriendichten Verschluss einordnen
- 50.2.3Nachbarzähne, Nerven und Kieferhöhle schützen
50.3Nachsorge3
- 50.3.1Schwellung, Blutung und Sensibilität kontrollieren
- 50.3.2Histologie bei unklarem Gewebe erwägen
- 50.3.3Heilungsverlauf klinisch und radiologisch beurteilen
51Gingivitis und plaquebedingte EntzündungParodontologie
51.1Merkmale3
- 51.1.1Rötung, Schwellung und Blutung auf Sondierung erkennen
- 51.1.2Gingivitis ohne Attachmentverlust von Parodontitis abgrenzen
- 51.1.3Modifizierende Faktoren wie Medikamente und Schwangerschaft prüfen
51.2Therapie3
- 51.2.1Biofilmkontrolle erklären und praktisch anleiten
- 51.2.2Supragingivale Beläge und lokale Retentionsfaktoren entfernen
- 51.2.3Motivation und Reevaluation verbindlich planen
51.3Prüfungslogik3
- 51.3.1Entzündung als reversibel bei Beseitigung der Ursache einordnen
- 51.3.2Antibiotika nicht routinemäßig einsetzen
- 51.3.3Persistierende Befunde weiter differenzieren
52Parodontitis: Klassifikation, Stadium und GradParodontologie
52.1Diagnose3
- 52.1.1Interdentalen Attachmentverlust und Knochenabbau beurteilen
- 52.1.2Andere Ursachen des Attachmentverlusts ausschließen
- 52.1.3Ausdehnung und Verteilung dokumentieren
52.2Staging3
- 52.2.1Schweregrad, Zahnverlust und Komplexitätsfaktoren einordnen
- 52.2.2Sondierungstiefen, Furkation und vertikale Defekte berücksichtigen
- 52.2.3Funktionelle und prothetische Konsequenzen bewerten
52.3Grading3
- 52.3.1Progressionsgeschwindigkeit und Risikofaktoren prüfen
- 52.3.2Rauchen und Diabetes berücksichtigen
- 52.3.3Grad nicht allein aus einem einzelnen Taschenwert ableiten
53Parodontalstatus, Sondierung und BOPParodontologie
53.1Erhebung3
- 53.1.1Sondierungstiefen und Blutung standardisiert dokumentieren
- 53.1.2Rezession, Lockerung und Furkation ergänzen
- 53.1.3Röntgenbefund mit klinischem Attachment verknüpfen
53.2Interpretation3
- 53.2.1Pseudotasche von echtem Attachmentverlust unterscheiden
- 53.2.2Aktive Entzündung und Resttaschen priorisieren
- 53.2.3Mundhygienefähigkeit und Risikoprofil einbeziehen
53.3Verlauf3
- 53.3.1Ausgangsbefund und Reevaluation vergleichen
- 53.3.2Therapieerfolg anhand mehrerer Parameter beurteilen
- 53.3.3Langfristigen Unterstützungsbedarf erklären
54Parodontitis und systemische ErkrankungenParodontologie
54.1Diabetes3
- 54.1.1Bidirektionale Beziehung zwischen Entzündung und Stoffwechsel verstehen
- 54.1.2Glykämische Kontrolle im Risikoprofil berücksichtigen
- 54.1.3Interdisziplinäre Zusammenarbeit bei schwerer Erkrankung prüfen
54.2Weitere Faktoren3
- 54.2.1Rauchen, Adipositas und Immunsuppression erfassen
- 54.2.2Medikamenteninduzierte Gingivaveränderungen erkennen
- 54.2.3Schwangerschaft nicht mit zwangsläufiger Zahnverlustgefahr gleichsetzen
54.3Behandlungsplanung3
- 54.3.1Allgemeingesundheit, Adhärenz und Priorität verbinden
- 54.3.2Antibiotika nur bei begründeter Zusatzindikation erwägen
- 54.3.3Recall individuell gestalten
55Antiinfektiöse ParodontitistherapieParodontologie
55.1Vorbehandlung3
- 55.1.1Mundhygieneinstruktion und Risikofaktorkontrolle sicherstellen
- 55.1.2Supragingivale Reizfaktoren beseitigen
- 55.1.3Therapieziele verständlich vereinbaren
55.2Subgingivale Therapie3
- 55.2.1Biofilm und Konkremente möglichst gewebeschonend entfernen
- 55.2.2Instrumentierung nach Anatomie und Zugänglichkeit wählen
- 55.2.3Systemische Begleitfaktoren und Schmerzmanagement berücksichtigen
55.3Reevaluation3
- 55.3.1Blutung, Resttaschen und Mundhygiene prüfen
- 55.3.2Weiterführende chirurgische Maßnahmen gezielt erwägen
- 55.3.3In die unterstützende Nachsorge überführen
56Unterstützende Parodontitistherapie und RecallParodontologie
56.1Risikobewertung3
- 56.1.1Resttaschen, Rauchen, Diabetes und Blutung berücksichtigen
- 56.1.2Frühere Progression und häusliche Kontrolle einbeziehen
- 56.1.3Recall nicht schematisch für alle Patienten gleich festlegen
56.2Termininhalt3
- 56.2.1Befund aktualisieren und Beläge entfernen
- 56.2.2Mundhygiene praktisch nachschulen
- 56.2.3Rezidive und Implantatkomplikationen früh erkennen
56.3Langfristige Ziele3
- 56.3.1Zahnerhalt, Entzündungskontrolle und Funktion sichern
- 56.3.2Patientenadhärenz fördern
- 56.3.3Verlauf und vereinbarte Maßnahmen dokumentieren
57Furkationsbefall, Rezession und regenerative OptionenParodontologie
57.1Furkation3
- 57.1.1Horizontalen und vertikalen Befall einordnen
- 57.1.2Wurzelmorphologie und Zugänglichkeit beachten
- 57.1.3Prognose und Erhaltungsfähigkeit beurteilen
57.2Rezession3
- 57.2.1Zahnhalsdefekt, Putztrauma und Gewebedicke erfassen
- 57.2.2Sensibilität und ästhetische Belastung berücksichtigen
- 57.2.3Kariesrisiko freiliegender Wurzelflächen erklären
57.3Therapie3
- 57.3.1Konservative Kontrolle vor komplexer Chirurgie prüfen
- 57.3.2Regenerative und plastische Optionen indikationsbezogen nennen
- 57.3.3Langfristige Pflegefähigkeit in die Entscheidung einbeziehen
58Periimplantäre Mukositis und PeriimplantitisImplantologie
58.1Differenzierung3
- 58.1.1Blutung und Entzündung ohne Knochenverlust als Mukositis einordnen
- 58.1.2Progressiven Knochenverlust bei Periimplantitis prüfen
- 58.1.3Baseline-Aufnahmen und Sondierungswerte nutzen
58.2Risikofaktoren3
- 58.2.1Vorgeschichte einer Parodontitis, Rauchen und unzureichende Reinigung erfassen
- 58.2.2Restzement und prothetische Überkontur erkennen
- 58.2.3Systemische Risiken berücksichtigen
58.3Management3
- 58.3.1Biofilmkontrolle und Zugänglichkeit verbessern
- 58.3.2Nichtchirurgische und chirurgische Therapie abwägen
- 58.3.3Engmaschige Nachsorge und realistische Prognose erklären
59Implantatplanung, Knochenangebot und LeitstrukturenImplantologie
59.1Befund3
- 59.1.1Prothetisches Ziel, Knochenhöhe und -breite definieren
- 59.1.2Weichgewebe, parodontale Stabilität und Okklusion prüfen
- 59.1.3Allgemeinrisiken und Patientenwartung einbeziehen
59.2Anatomische Sicherheit3
- 59.2.1Canalis mandibulae, Foramen mentale und anterior loop beurteilen
- 59.2.2Linguale Konkavität und linguale Gefäße beachten
- 59.2.3Kieferhöhle und Nachbarzahnwurzeln berücksichtigen
59.3Entscheidung3
- 59.3.1Geeignete Bildgebung nach Konsequenz wählen
- 59.3.2Augmentation und alternative Versorgung abwägen
- 59.3.3Komplikationen, Kosten und Langzeitpflege erklären
60Zahnextraktion: Indikation und AlternativenOralchirurgie
60.1Indikationen3
- 60.1.1Nicht erhaltungswürdige Karies, Fraktur und schwere Infektion prüfen
- 60.1.2Parodontale Prognose und strategische Bedeutung berücksichtigen
- 60.1.3Retinierte Zähne und kieferorthopädische Gründe einordnen
60.2Alternativen3
- 60.2.1Endodontie, Revision, WSR und restaurativen Aufbau vergleichen
- 60.2.2Patientenwunsch nicht losgelöst von medizinischer Indikation bewerten
- 60.2.3Zeitpunkt und Dringlichkeit der Behandlung begründen
60.3Risikoprüfung3
- 60.3.1Medikation, Anatomie und Allgemeinzustand erfassen
- 60.3.2Röntgenbefund vor operativer Planung auswerten
- 60.3.3Aufklärung und Einwilligung dokumentieren
61Einfache Zahnextraktion und InstrumentenwahlOralchirurgie
61.1Vorbereitung3
- 61.1.1Zahnnummer und Befund eindeutig prüfen
- 61.1.2Anästhesie, Instrumente und Lagerung vorbereiten
- 61.1.3Nachbarzähne und Weichgewebe schützen
61.2Technik3
- 61.2.1Syndesmotomie und vorsichtige Luxation beschreiben
- 61.2.2Zange entlang der Zahnachse kontrolliert ansetzen
- 61.2.3Bewegungsrichtung an Wurzelform und Knochen anpassen
61.3Abschluss3
- 61.3.1Alveole, Wurzelvollständigkeit und Blutstillung kontrollieren
- 61.3.2Naht und Hämostyptikum indikationsbezogen einsetzen
- 61.3.3Verhalten und Warnzeichen für zu Hause erklären
62Operative Entfernung, Lappenbildung und OsteotomieOralchirurgie
62.1Zugang3
- 62.1.1Schnittführung mit ausreichender Durchblutung planen
- 62.1.2Mukoperiostlappen atraumatisch mobilisieren
- 62.1.3Nerven, Papillen und Nachbarzähne schonen
62.2Knochenbearbeitung3
- 62.2.1Gezielte Osteotomie statt unnötiger Substanzabtragung durchführen
- 62.2.2Kühlung und Sicht sicherstellen
- 62.2.3Zahntrennung an Wurzel- und Kronenanatomie anpassen
62.3Wundverschluss3
- 62.3.1Debris entfernen und Wundränder spannungsfrei adaptieren
- 62.3.2Nahttechnik und Drainagebedarf prüfen
- 62.3.3Postoperative Instruktion dokumentieren
63Weisheitszahnentfernung und RisikobeurteilungOralchirurgie
63.1Indikation3
- 63.1.1Perikoronitis, Karies, Resorption und Pathologie beurteilen
- 63.1.2Beschwerdefreie Retention nicht unkritisch operieren
- 63.1.3Alter, Wurzelentwicklung und Allgemeinrisiko einbeziehen
63.2Anatomie3
- 63.2.1Beziehung zum Canalis mandibulae und N. lingualis prüfen
- 63.2.2Lage, Angulation und Osteotomiebedarf einschätzen
- 63.2.3Oberkieferbeziehung zur Kieferhöhle beachten
63.3Komplikationen3
- 63.3.1Nervverletzung, Nachblutung und Infektion aufklären
- 63.3.2Kieferfraktur und Wurzelverlagerung als seltene Risiken nennen
- 63.3.3Kontrolle und Dokumentation strukturiert planen
64Lokale odontogene AbszesseOralchirurgie
64.1Entstehung3
- 64.1.1Pulpanekrose und bakterielle Ausbreitung über den Apex erklären
- 64.1.2Enossale, subperiostale und submuköse Stadien unterscheiden
- 64.1.3Druckanstieg und Fluktuation klinisch einordnen
64.2Befund3
- 64.2.1Vestibulären, palatinalen und parodontalen Abszess differenzieren
- 64.2.2Zahnvitalität, Perkussion und Schwellung prüfen
- 64.2.3Fieber und Trismus als Eskalationszeichen bewerten
64.3Therapie3
- 64.3.1Drainage und Herdsanierung zusammen planen
- 64.3.2Antibiotika nicht als Ersatz für Eiterentlastung verwenden
- 64.3.3Verlauf und Warnzeichen kurzfristig kontrollieren
65Submandibuläre, paramandibuläre und perimandibuläre AbszesseOralchirurgie
65.1Topografie3
- 65.1.1Submandibulären Raum unter dem Mylohyoideus lokalisieren
- 65.1.2Paramandibuläre Ausdehnung entlang des Unterkiefers einordnen
- 65.1.3Perimandibuläre Weichteilausbreitung vom odontogenen Ursprung her denken
65.2Klinik3
- 65.2.1Schwellungsgrenze, Kieferkante und Mundöffnung vergleichen
- 65.2.2Dysphagie, Mundbodenhebung und Allgemeinzustand prüfen
- 65.2.3Beteiligung tiefer Logen nicht aus der Außenschwellung allein ausschließen
65.3Entscheidung3
- 65.3.1Lokale versus stationäre Therapie nach Atemweg und Ausbreitung wählen
- 65.3.2Bildgebung bei tiefer Ausdehnung gezielt einsetzen
- 65.3.3Drainageweg und gefährdete Nerven anatomisch begründen
66Tiefe Halsinfektionen und Ludwig-AnginaNotfallmedizin
66.1Warnzeichen3
- 66.1.1Rasch progrediente Mundbodenschwellung und Zungenhebung erkennen
- 66.1.2Dysphagie, veränderte Stimme, Trismus und Dyspnoe bewerten
- 66.1.3Sepsiszeichen und Immunsuppression berücksichtigen
66.2Priorität3
- 66.2.1Atemweg vor endgültiger odontogener Therapie sichern
- 66.2.2Stationäre bzw. notfallmedizinische Versorgung organisieren
- 66.2.3Tiefe Ausbreitung durch geeignete Bildgebung beurteilen
66.3Therapieprinzip3
- 66.3.1Chirurgische Entlastung und Herdsanierung kombinieren
- 66.3.2Systemische Antibiotikatherapie nach Schweregrad einsetzen
- 66.3.3Interdisziplinäre Überwachung und Verlaufskontrolle sicherstellen
67Wundlehre und Phasen der WundheilungOralchirurgie
67.1Phasen3
- 67.1.1Hämostase, Entzündung, Proliferation und Remodellierung unterscheiden
- 67.1.2Primäre von sekundärer Heilung abgrenzen
- 67.1.3Granulationsgewebe und normale Schwellung zeitlich einordnen
67.2Störfaktoren3
- 67.2.1Infektion, Rauchen, Diabetes und Ischämie erkennen
- 67.2.2Medikamente, Bestrahlung und Mangelernährung berücksichtigen
- 67.2.3Mechanische Belastung und Wunddehiszenz vermeiden
67.3Nachsorge3
- 67.3.1Wundrand, Schmerz, Sekret und Geruch prüfen
- 67.3.2Normale Heilung von Alveolitis oder Nachinfektion unterscheiden
- 67.3.3Lokale Therapie und Recall am Befund ausrichten
68Nahtmaterial, Schnittführung und WundverschlussOralchirurgie
68.1Material3
- 68.1.1Resorbierbare und nicht resorbierbare Fäden unterscheiden
- 68.1.2Fadenstärke und Gewebeverträglichkeit beachten
- 68.1.3Nadelgeometrie dem Zugang anpassen
68.2Nahttechniken3
- 68.2.1Einzelknopf-, Matratzen- und fortlaufende Naht einordnen
- 68.2.2Spannungsfreien Verschluss und stabile Wundrandadaptation sichern
- 68.2.3Durchblutung der Lappenbasis erhalten
68.3Komplikationen3
- 68.3.1Zu stramme Knoten und Gewebeeinschnürung vermeiden
- 68.3.2Frühzeitige Dehiszenz und Blutung kontrollieren
- 68.3.3Nahtentfernung und häusliche Pflege erklären
69Nachblutung und lokale HämostaseOralchirurgie
69.1Erstbewertung3
- 69.1.1Blutungsquelle unter Sicht lokalisieren
- 69.1.2Kreislauf, Medikation und Eingriffsart erfassen
- 69.1.3Venöse Sickerblutung von relevanter Gefäßblutung unterscheiden
69.2Maßnahmen3
- 69.2.1Ausreichend lange direkte Kompression anwenden
- 69.2.2Naht, Tamponade und Hämostyptika situationsgerecht einsetzen
- 69.2.3Expandierendes Mundboden- oder Halshämatom als Notfall behandeln
69.3Medikationsregel3
- 69.3.1Antikoagulation nicht eigenmächtig absetzen oder antagonisieren
- 69.3.2Thromboembolierisiko gegen Eingriffsrisiko abwägen
- 69.3.3Bei unkontrollierbarer Blutung fachärztlich eskalieren
70Antikoagulation und perioperatives BlutungsrisikoPharmakologie
70.1Medikamentengruppen3
- 70.1.1Thrombozytenhemmer, Vitamin-K-Antagonisten, DOAK und Heparine unterscheiden
- 70.1.2Indikation und letzte Einnahme dokumentieren
- 70.1.3Laborwerte und Nierenfunktion nur gruppenspezifisch interpretieren
70.2Eingriff3
- 70.2.1Kleine von ausgedehnten chirurgischen Maßnahmen unterscheiden
- 70.2.2Lokale Blutstillung und atraumatisches Vorgehen planen
- 70.2.3Mehrere Eingriffe gegebenenfalls zeitlich aufteilen
70.3Entscheidung3
- 70.3.1Dauermedikation nicht ohne Abstimmung verändern
- 70.3.2Kardiovaskuläres bzw. thromboembolisches Risiko berücksichtigen
- 70.3.3Nachblutungshinweise und Erreichbarkeit sicherstellen
71Antiresorptiva, MRONJ und OsteoradionekroseRisikopatienten
71.1Risikofaktoren3
- 71.1.1Antiresorptive Therapie, Dosisintensität und Grunderkrankung erfassen
- 71.1.2Bestrahlte Kieferregion und zusätzliche Systemfaktoren prüfen
- 71.1.3Prothesendruckstellen und Infektionsherde berücksichtigen
71.2Prävention3
- 71.2.1Sanierung möglichst vor Hochrisikotherapie planen
- 71.2.2Atraumatische Technik und entzündungsarmes Umfeld anstreben
- 71.2.3Individuelle interdisziplinäre Abstimmung dokumentieren
71.3Diagnostik3
- 71.3.1Freiliegenden Knochen, Fistel und persistierende Beschwerden beurteilen
- 71.3.2Osteomyelitis und Tumorrezidiv differenzieren
- 71.3.3Patienten mit Verdacht frühzeitig fachärztlich vorstellen
72Osteomyelitis und KieferknocheninfektionenOralchirurgie
72.1Formen3
- 72.1.1Akute von chronischer Osteomyelitis unterscheiden
- 72.1.2Odontogene Ursache, Sequester und Fistel prüfen
- 72.1.3Durchblutungsstörung und Systemerkrankung berücksichtigen
72.2Diagnostik3
- 72.2.1Schmerz, Schwellung und Sensibilitätsstörung erfassen
- 72.2.2Bildgebung und Entzündungsparameter gezielt einsetzen
- 72.2.3Osteoradionekrose und MRONJ differenzieren
72.3Therapie3
- 72.3.1Infektionsherd und devitales Gewebe behandeln
- 72.3.2Antibiotika an Schwere, Erregerlage und chirurgischem Konzept ausrichten
- 72.3.3Längerfristige Verlaufskontrolle und Überweisung planen
73Odontogene und nicht odontogene KieferzystenPathologie
73.1Entitäten3
- 73.1.1Radikuläre, follikuläre und Residualzyste unterscheiden
- 73.1.2Keratocystische Läsion und nicht odontogene Zyste mitdenken
- 73.1.3Zahnbeziehung und Vitalität als Diagnosehinweis nutzen
73.2Diagnostik3
- 73.2.1Radiologische Begrenzung, Lage und Expansion beurteilen
- 73.2.2Nachbarzahnverlagerung und Nervbeziehung prüfen
- 73.2.3Histopathologische Sicherung bei Operationsmaterial veranlassen
73.3Therapie3
- 73.3.1Zystektomie, Dekompression und weiterführende Verfahren abwägen
- 73.3.2Rezidivrisiko je nach Entität erklären
- 73.3.3Nachsorge und radiologische Kontrolle einplanen
74Dentoalveoläre TraumatologieTraumatologie
74.1Verletzungstypen3
- 74.1.1Fraktur, Konkussion, Subluxation und Luxation unterscheiden
- 74.1.2Avulsion und intrudierte Zähne als zeitkritisch erkennen
- 74.1.3Weichgewebsverletzungen und Alveolarfraktur erfassen
74.2Diagnostik3
- 74.2.1Traumazeitpunkt, Zahnstatus und Kontamination dokumentieren
- 74.2.2Sensibilität, Mobilität, Okklusion und Bildgebung prüfen
- 74.2.3Milchzahn und bleibenden Zahn therapeutisch unterscheiden
74.3Akutmanagement3
- 74.3.1Zahn- und Gewebeerhalt nach aktuellem Standard priorisieren
- 74.3.2Flexible Schienung und Kontrolle indikationsbezogen planen
- 74.3.3Tetanusstatus, Begleitverletzungen und Nachsorge beachten
75Unterkiefer- und MittelgesichtsfrakturenTraumatologie
75.1Leitbefunde3
- 75.1.1Okklusionsstörung, Stufenbildung und Sensibilitätsverlust erfassen
- 75.1.2Trismus, pathologische Beweglichkeit und Hämatom prüfen
- 75.1.3Orbita-, Nasen- und Jochbeinzeichen beachten
75.2Diagnostik3
- 75.2.1Atemweg und Mehrfachverletzungen priorisieren
- 75.2.2Röntgen oder CT nach Verdacht und Konsequenz wählen
- 75.2.3N. alveolaris inferior und infraorbitalen Nerv dokumentieren
75.3Therapieprinzip3
- 75.3.1Stabile Reposition und Fixation fachärztlich einordnen
- 75.3.2Offene Fraktur und Infektionsrisiko berücksichtigen
- 75.3.3Ernährung, Mundhygiene und Verlaufskontrolle planen
76Lokalanästhetika: Wirkung, Auswahl und KontraindikationenPharmakologie
76.1Wirkmechanismus3
- 76.1.1Blockade spannungsabhängiger Natriumkanäle erklären
- 76.1.2Einfluss von Gewebe-pH und Entzündung verstehen
- 76.1.3Anschlagzeit und Wirkdauer einordnen
76.2Zusätze3
- 76.2.1Vasokonstriktor, Blutstillung und systemische Effekte unterscheiden
- 76.2.2Kardiovaskuläre Risikokonstellationen berücksichtigen
- 76.2.3Allergie, Konservierungsstoffe und Wechselwirkungen prüfen
76.3Sicherheit3
- 76.3.1Patientengewicht und maximale Dosis für das konkrete Präparat berechnen
- 76.3.2Aspiration und langsame fraktionierte Injektion anwenden
- 76.3.3LAST-Frühzeichen erkennen und Notfallmaßnahmen vorbereiten
77Leitungs-, Infiltrations- und intraligamentäre AnästhesieOralchirurgie
77.1Indikation3
- 77.1.1Knochenstruktur, Zahnregion und Entzündung berücksichtigen
- 77.1.2Leitungsanästhesie bei Unterkieferseitenzähnen einordnen
- 77.1.3Ergänzende Infiltration oder intraligamentäre Verfahren abwägen
77.2Anatomische Orientierung3
- 77.2.1Foramen mandibulae und pterygomandibulären Raum beachten
- 77.2.2N. lingualis und Nachbargefäße schützen
- 77.2.3Oberkieferinfiltration an Wurzel- und Kortikalislage ausrichten
77.3Komplikationen3
- 77.3.1Hämatom, Trismus und vorübergehende Fazialisparese erkennen
- 77.3.2Intravasale Injektion durch Aspiration vermeiden
- 77.3.3Misserfolg systematisch nach Anästhesiegebiet bewerten
78Analgetika und postoperative SchmerztherapiePharmakologie
78.1Indikation3
- 78.1.1Schmerzursache und entzündliche Komponente beurteilen
- 78.1.2Analgetikum an Alter, Vorerkrankung und Komedikation anpassen
- 78.1.3Lokale Ursache nicht durch Schmerzmitteltherapie ersetzen
78.2Sicherheit3
- 78.2.1Nieren-, Leber- und Gastrointestinalrisiken beachten
- 78.2.2Antikoagulation und weitere Interaktionen berücksichtigen
- 78.2.3Kontraindikationen und maximale Tagesdosis des Präparats prüfen
78.3Patienteninformation3
- 78.3.1Einnahmeplan und erwartbaren Verlauf erklären
- 78.3.2Warnzeichen bei zunehmender Schwellung oder Fieber benennen
- 78.3.3Unnötige Opioidgabe vermeiden
79Antibiotika und Antibiotic StewardshipPharmakologie
79.1Indikation3
- 79.1.1Systemische Beteiligung, Ausbreitung und Risikokonstellation prüfen
- 79.1.2Lokalen drainierbaren Abszess primär chirurgisch behandeln
- 79.1.3Virale Erkrankung und mechanischen Speichelstein nicht antibiotisch therapieren
79.2Auswahl3
- 79.2.1Erregerspektrum, Allergie und lokale Resistenzlage berücksichtigen
- 79.2.2Nierenfunktion und relevante Wechselwirkungen beachten
- 79.2.3Therapiedauer indikationsbezogen planen
79.3Kontrolle3
- 79.3.1Wirksamkeit und unerwünschte Wirkungen nachverfolgen
- 79.3.2Überdiagnostik und wiederholte Reserveantibiotika vermeiden
- 79.3.3Eskalation bei fehlender klinischer Besserung veranlassen
80Endokarditisprophylaxe und HochrisikopatientenRisikopatienten
80.1Risikobewertung3
- 80.1.1Hochrisiko-Herzkonstellationen gezielt erfragen
- 80.1.2Manipulation an Gingiva, Periapex oder Mundschleimhaut einordnen
- 80.1.3Nicht jeden zahnärztlichen Eingriff pauschal als prophylaxepflichtig einstufen
80.2Entscheidung3
- 80.2.1Aktuelle nationale Empfehlungen und ärztliche Vorgaben prüfen
- 80.2.2Allergien, Antibiotikaverträglichkeit und Zeitpunkt beachten
- 80.2.3Rücksprache bei komplexer kardiologischer Ausgangslage halten
80.3Prävention3
- 80.3.1Gute Mundhygiene und Entzündungskontrolle langfristig priorisieren
- 80.3.2Prophylaxe nicht als Ersatz für Infektionssanierung verstehen
- 80.3.3Indikation und verabreichte Maßnahmen dokumentieren
81Diabetes, Schwangerschaft und weitere RisikopatientenRisikopatienten
81.1Diabetes3
- 81.1.1Stoffwechsellage, Infektionsrisiko und Hypoglykämie beachten
- 81.1.2Eingriff, Mahlzeiten und Medikation zeitlich abstimmen
- 81.1.3Parodontitis und Wundheilung interdisziplinär berücksichtigen
81.2Schwangerschaft3
- 81.2.1Trimester, Lagerung und Behandlungsdringlichkeit beurteilen
- 81.2.2Medikamenten- und Röntgenentscheidung individuell abwägen
- 81.2.3Akute Infektion nicht wegen Schwangerschaft unbehandelt lassen
81.3Weitere Risiken3
- 81.3.1Immunsuppression, Leber- und Niereninsuffizienz erfassen
- 81.3.2Strahlen- und Antiresorptivaanamnese beachten
- 81.3.3Bei instabiler Erkrankung frühzeitig Rücksprache halten
82ABCDE und Erstversorgung in der ZahnarztpraxisNotfallmedizin
82.1Atemweg und Atmung3
- 82.1.1Behandlung stoppen und Mundraum freimachen
- 82.1.2Atemweg, normale Atmung und Sauerstoffsättigung beurteilen
- 82.1.3Atemnot und Stridor sofort priorisieren
82.2Kreislauf und Neurologie3
- 82.2.1Puls, Blutdruck und Bewusstseinslage prüfen
- 82.2.2Blutzucker bei Bewusstseinsstörung früh messen
- 82.2.3Blutung und Schockzeichen behandeln
82.3Organisation3
- 82.3.1Hilfe gezielt delegieren und Notruf früh auslösen
- 82.3.2Nach jeder Maßnahme erneut beurteilen
- 82.3.3Befunde, Zeiten und Medikamente strukturiert übergeben
83Reanimation, Thoraxkompressionen und AEDNotfallmedizin
83.1Erkennen3
- 83.1.1Reaktionslosigkeit und fehlende normale Atmung feststellen
- 83.1.2Agonale Schnappatmung nicht als normale Atmung interpretieren
- 83.1.3Notruf und AED-Beschaffung parallel delegieren
83.2Basismaßnahmen3
- 83.2.1Thoraxkompressionen unverzüglich beginnen
- 83.2.2Beatmung nach Training und verfügbarer Ausrüstung ergänzen
- 83.2.3AED-Anweisungen befolgen und Unterbrechungen minimieren
83.3Teamarbeit3
- 83.3.1Rollen klar zuweisen und Helferwechsel organisieren
- 83.3.2Zeitpunkte und Ereignisse dokumentieren
- 83.3.3Bis zur Übernahme oder eindeutigen Erholung fortfahren
84Anaphylaxie und ArzneimittelreaktionenNotfallmedizin
84.1Erkennen3
- 84.1.1Plötzliche Probleme von Atemweg, Atmung oder Kreislauf nach Exposition erkennen
- 84.1.2Urtikaria als häufiges, aber nicht zwingendes Zeichen einordnen
- 84.1.3Adrenalinreaktion oder Panik nicht mit sicherer Anaphylaxie verwechseln
84.2Sofortmaßnahmen3
- 84.2.1Auslöser stoppen und Notruf auslösen
- 84.2.2Symptomgerechte Lagerung und intramuskuläres Adrenalin nach aktuellem Protokoll einsetzen
- 84.2.3Sauerstoff, Monitoring und Reanimation vorbereiten
84.3Fehler vermeiden3
- 84.3.1Antihistaminika und Steroide nicht vor zeitkritischer Ersttherapie priorisieren
- 84.3.2Intravenöses Adrenalin nur in entsprechender Expertise einsetzen
- 84.3.3Dosis, Konzentration, Applikationsweg und Uhrzeit dokumentieren
85Synkope, Hypoglykämie und KrampfanfallNotfallmedizin
85.1Synkope3
- 85.1.1Vasovagale Prodromi und rasche Erholung erkennen
- 85.1.2Lagerung an Kreislauf und Atemsituation anpassen
- 85.1.3Bei ausbleibender Besserung alternative Ursachen prüfen
85.2Hypoglykämie3
- 85.2.1Schwitzen, Verwirrtheit und Verhaltensänderung wahrnehmen
- 85.2.2Blutzucker früh messen
- 85.2.3Orale Glukose nur bei sicher schluckfähigem Patienten geben
85.3Krampfanfall3
- 85.3.1Instrumente entfernen und Verletzungen verhindern
- 85.3.2Nichts zwischen die Zähne schieben und Anfallsdauer messen
- 85.3.3Nach dem Anfall Atemweg, Atmung und Blutzucker kontrollieren
86Akutes Koronarsyndrom, Schlaganfall und DyspnoeNotfallmedizin
86.1ACS3
- 86.1.1Brustdruck, Dyspnoe und Kaltschweißigkeit erkennen
- 86.1.2Notruf, Monitoring und AED früh organisieren
- 86.1.3Medikamente nur nach Indikation und Kontraindikationen geben
86.2Schlaganfall3
- 86.2.1Gesicht, Arm, Sprache sowie Gleichgewicht und Sehen prüfen
- 86.2.2Symptombeginn oder last-known-well dokumentieren
- 86.2.3Keine orale Gabe oder ASS vor Blutungsausschluss
86.3Dyspnoe3
- 86.3.1Asthma, Anaphylaxie und obere Atemwegsverlegung unterscheiden
- 86.3.2Atmung, Lagerung und Sauerstoff gezielt beurteilen
- 86.3.3Erschöpfung und silent chest als Notfall erkennen
87Mundschleimhautbefund und weiße LäsionenOralmedizin
87.1Grundbeschreibung3
- 87.1.1Lokalisation, Größe, Farbe, Oberfläche und Dauer dokumentieren
- 87.1.2Abwischbare von nicht abwischbaren weißen Veränderungen unterscheiden
- 87.1.3Mechanische Reizung und Candidose differenzieren
87.2Differenzialdiagnosen3
- 87.2.1Leukoplakie, Lichen planus und Reibekeratose erwägen
- 87.2.2Ulzeration und Persistenz kritisch bewerten
- 87.2.3Systemische und medikamentöse Ursachen berücksichtigen
87.3Management3
- 87.3.1Traumatische Ursache beseitigen und Verlauf kontrollieren
- 87.3.2Persistierende oder suspekte Läsion zur Biopsie überweisen
- 87.3.3Fotodokumentation und Risikofaktoren erfassen
88Aphthen, Ulzera und infektiöse SchleimhautveränderungenOralmedizin
88.1Aphthen3
- 88.1.1Kleine schmerzhafte, meist selbstlimitierende Ulzera erkennen
- 88.1.2Rezidivmuster und systemische Beschwerden erfragen
- 88.1.3Von persistierenden tumorverdächtigen Ulzera abgrenzen
88.2Infektionen3
- 88.2.1Herpes, Candidose und bakterielle Superinfektion unterscheiden
- 88.2.2Immunsuppression und Medikamentenlast berücksichtigen
- 88.2.3Kontakt- und Hygienerisiken erklären
88.3Warnzeichen3
- 88.3.1Nicht heilende, verhärtete oder wenig schmerzhafte Läsion abklären
- 88.3.2Lymphknoten und Risikofaktoren prüfen
- 88.3.3Bei unklarer Persistenz zeitnah fachärztlich vorstellen
89Orales Plattenepithelkarzinom und potenziell maligne VeränderungenOralmedizin
89.1Risikofaktoren3
- 89.1.1Tabak, Alkohol und relevante Vorläsionen erfassen
- 89.1.2Mundboden, Zungenrand und oropharyngeale Regionen untersuchen
- 89.1.3Hochrisikokonstellation nicht auf Schmerz reduzieren
89.2Warnzeichen3
- 89.2.1Persistierendes Ulkus, Verhärtung und Blutung erkennen
- 89.2.2Dysphagie, Sensibilitätsstörung und Halslymphknoten prüfen
- 89.2.3Unerklärlichen Zahnlockerungsbefund differenzialdiagnostisch einordnen
89.3Vorgehen3
- 89.3.1Befund exakt beschreiben und zügig überweisen
- 89.3.2Biopsie und Staging in fachärztlicher Behandlung planen
- 89.3.3Keine wochenlange empirische Lokaltherapie bei Red Flags durchführen
90Sialadenitis und chronisch-obstruktive SpeicheldrüsenerkrankungSpeicheldrüsen
90.1Akute Entzündung3
- 90.1.1Einseitigen Schmerz, Fieber und eitriges Gangsekret einordnen
- 90.1.2Dehydratation, Stase und Stein als prädisponierende Faktoren prüfen
- 90.1.3Atemweg, Sepsis und Abszess früh beurteilen
90.2Chronische Form3
- 90.2.1Mahlzeitenbezug, Rezidive und Gangstenose erfassen
- 90.2.2Sonographie und ergänzende Gangdiagnostik gezielt einsetzen
- 90.2.3Autoimmunerkrankung und Tumor differenzieren
90.3Therapie3
- 90.3.1Hydratation, Mundpflege und ursachenbezogene Behandlung kombinieren
- 90.3.2Antibiotika nur bei bakterieller Genese einsetzen
- 90.3.3Drüsenerhalt und anatomiegerechte Drainage anstreben
91Sialolithiasis und drüsenerhaltende VerfahrenSpeicheldrüsen
91.1Klinik3
- 91.1.1Prandiale Schwellung und kolikartigen Schmerz erkennen
- 91.1.2Submandibularis als häufig betroffene Drüse einordnen
- 91.1.3Sekundärinfektion von rein mechanischer Obstruktion abgrenzen
91.2Diagnostik3
- 91.2.1Gangpapille inspizieren und Mundboden bimanuell palpieren
- 91.2.2Sonographie als häufige Erstbildgebung nutzen
- 91.2.3Bei unklarer Lage native CT oder Sialendoskopie erwägen
91.3Therapie3
- 91.3.1Steinlage, Größe, Mobilität und Gangweite berücksichtigen
- 91.3.2Endoskopische, transorale, lithotriptische oder kombinierte Verfahren prüfen
- 91.3.3Drüsenexstirpation als Reservemaßnahme verstehen
92Ranula und MundbodenraumforderungenSpeicheldrüsen
92.1Ranula3
- 92.1.1Schleimextravasation aus der Sublingualdrüse erklären
- 92.1.2Orale von plunging Ranula unterscheiden
- 92.1.3Mylohyoideus-Beziehung topografisch einordnen
92.2Differenzialdiagnosen3
- 92.2.1Dermoidzyste, Abszess und vaskuläre Malformation prüfen
- 92.2.2Tumor und weitere Halsraumforderungen berücksichtigen
- 92.2.3Vor Punktion vaskuläre Läsion ausschließen
92.3Behandlung3
- 92.3.1Klinik, Sonographie und bei tiefer Ausdehnung MRT nutzen
- 92.3.2Therapie nach Beschwerden, Alter und Rezidiv wählen
- 92.3.3N. lingualis und Wharton-Gang schützen
93Xerostomie, Hyposalivation und Sjögren-SyndromSpeicheldrüsen
93.1Begriffe3
- 93.1.1Subjektive Mundtrockenheit von objektiver Speichelminderung unterscheiden
- 93.1.2Medikamentenlast, Bestrahlung, Dehydratation und Autoimmunität prüfen
- 93.1.3Trockene Augen und rezidivierende Parotisschwellung erfragen
93.2Diagnostik3
- 93.2.1Speichelsee, Schleimhaut, Gangsekret und Kariesmuster beurteilen
- 93.2.2Unstimulierte und stimulierte Sialometrie situationsgerecht einsetzen
- 93.2.3Sjögren-Abklärung interdisziplinär veranlassen
93.3Management3
- 93.3.1Medikamente nicht eigenmächtig absetzen
- 93.3.2Restfunktion stimulieren und geeignete Ersatzmittel anbieten
- 93.3.3Fluorid, Recall und intensive Kariesprävention priorisieren
94Speicheldrüsentumoren und Fazialis-Red-FlagsSpeicheldrüsen
94.1Benigne Entitäten3
- 94.1.1Pleomorphes Adenom und Warthin-Tumor unterscheiden
- 94.1.2Einfache Enukleation beim pleomorphen Adenom vermeiden
- 94.1.3Multifokalen Warthin-Tumor und Raucherassoziation kennen
94.2Malignitätszeichen3
- 94.2.1Fazialisparese, Fixierung und rasches Wachstum erkennen
- 94.2.2Schmerz, Hautinfiltration und Halslymphknoten beurteilen
- 94.2.3Perineurales Wachstum beim adenoid-zystischen Karzinom beachten
94.3Diagnostik3
- 94.3.1Sonographie, MRT und geplante bildgesteuerte Gewebeentnahme verbinden
- 94.3.2Ungezielte offene Parotisbiopsie vermeiden
- 94.3.3Langfristige onkologische und zahnärztliche Nachsorge einplanen
95Kronenpräparation und festsitzende ProthetikProthetik
95.1Planung3
- 95.1.1Restzahnsubstanz, Ferrule und parodontale Situation prüfen
- 95.1.2Material, Präparationsgrenze und ästhetische Anforderungen wählen
- 95.1.3Endodontischen Status und strategische Pfeilerfunktion berücksichtigen
95.2Präparation3
- 95.2.1Okklusale Reduktion und funktionelle Höcker planen
- 95.2.2Einschubrichtung, Konvergenz und Randgestaltung kontrollieren
- 95.2.3Nachbarzähne und Gingiva schonen
95.3Qualitätskontrolle3
- 95.3.1Abformbarkeit, Platzangebot und Approximalkontakte prüfen
- 95.3.2Provisorium und Sensibilitätsverlauf überwachen
- 95.3.3Definitive Eingliederung mit Passung und Okklusion kontrollieren
96Brückenplanung und PfeilerprognoseProthetik
96.1Indikation3
- 96.1.1Lückengröße, Pfeilerzahl und Alternativen vergleichen
- 96.1.2Implantat, Brücke und herausnehmbaren Ersatz abwägen
- 96.1.3Patientenwunsch, Kosten und Mundhygienefähigkeit berücksichtigen
96.2Pfeiler3
- 96.2.1Parodontalen Halt, Mobilität und endodontischen Status bewerten
- 96.2.2Kronen-Wurzel-Verhältnis und Hebelwirkung prüfen
- 96.2.3Verbindungsgestaltung und Spannweite planen
96.3Komplikationen3
- 96.3.1Dezementierung, Sekundärkaries und Fraktur erkennen
- 96.3.2Reinigbarkeit und pontic design berücksichtigen
- 96.3.3Langzeitkontrollen strukturiert vereinbaren
97Teilprothesen, Teleskope und ModellgussProthetik
97.1Versorgungsformen3
- 97.1.1Modellguss, Geschiebe und Teleskopversorgung unterscheiden
- 97.1.2Restzahnbestand, Parodont und Einschubrichtung beurteilen
- 97.1.3Halte-, Stütz- und Führungselemente funktionell erklären
97.2Planung3
- 97.2.1Pfeilerbelastung und Ausdehnung des Prothesensattels berücksichtigen
- 97.2.2Druckstellen, Friktion und Rezementierung prüfen
- 97.2.3Patientenmotivation und Reinigbarkeit einbeziehen
97.3Nachsorge3
- 97.3.1Sitz, Okklusion und Weichgewebsverträglichkeit kontrollieren
- 97.3.2Unterfütterungsbedarf und Pfeilerkomplikationen erkennen
- 97.3.3Herausnehmen und Reinigung praktisch demonstrieren
98Totalprothesen und zahnloser KieferProthetik
98.1Grundlagen3
- 98.1.1Lagerqualität, Alveolarkamm und Schleimhaut beurteilen
- 98.1.2Saughalt, Randgestaltung und Funktionsabformung erklären
- 98.1.3Vertikale Dimension und Kieferrelation bestimmen
98.2Einprobe3
- 98.2.1Ästhetik, Phonetik und Lippenstütze prüfen
- 98.2.2Zentrik und Okklusion kontrollieren
- 98.2.3Patientenerwartungen realistisch besprechen
98.3Probleme3
- 98.3.1Druckstellen, schlechter Halt und Xerostomie differenzieren
- 98.3.2Unterfütterung, Neuanfertigung und Implantatstütze abwägen
- 98.3.3Pflege, nächtliche Handhabung und Recall erläutern
99CMD, Bruxismus und SchienentherapieFunktionslehre
99.1Diagnostik3
- 99.1.1Kiefergelenkschmerz, Muskelbefund und Öffnungsbewegung erfassen
- 99.1.2Knacken, Limitation und belastungsabhängige Beschwerden prüfen
- 99.1.3Zahnschmerz nicht vorschnell einer CMD zuschreiben
99.2Therapie3
- 99.2.1Aufklärung, Schonung und reversible Maßnahmen priorisieren
- 99.2.2Schiene nach Indikation und Okklusionskonzept wählen
- 99.2.3Physiotherapie und psychosoziale Faktoren einbeziehen
99.3Grenzen3
- 99.3.1Keine irreversible Okklusionskorrektur ohne belastbare Grundlage
- 99.3.2Symptomverlauf und Nebenwirkungen kontrollieren
- 99.3.3Bei atypischem Befund weiter differenzieren
100Kinderzahnheilkunde und frühkindliche KariesKinderzahnheilkunde
100.1Risiko3
- 100.1.1Ernährung, Flaschengebrauch und Mundhygiene erfassen
- 100.1.2Elternanleitung und altersgerechte Fluoridstrategie erklären
- 100.1.3MIH, Entwicklungsstörungen und Trauma beachten
100.2Verhalten3
- 100.2.1Kindgerechte Kommunikation und schrittweise Gewöhnung einsetzen
- 100.2.2Schmerz, Angst und Kooperationsfähigkeit realistisch bewerten
- 100.2.3Elternrolle klar und respektvoll gestalten
100.3Therapie3
- 100.3.1Milchzahnerhalt, Platzhalterbedarf und Pulpaoptionen prüfen
- 100.3.2Minimalinvasive Strategien und restaurative Versorgung abwägen
- 100.3.3Bei komplexen Fällen Überweisung oder weiterführendes Setting planen
101Milchzahnendodontie und PlatzhalterKinderzahnheilkunde
101.1Diagnostik3
- 101.1.1Physiologische Resorption und Wechselgebisslage berücksichtigen
- 101.1.2Pulpitis, Fistel und Furkationsbefund erkennen
- 101.1.3Nachfolgerkeim und allgemeine Behandlungsprognose prüfen
101.2Therapieentscheidung3
- 101.2.1Pulpaerhalt, Pulpotomie, Pulpektomie oder Extraktion abwägen
- 101.2.2Material- und Verfahrenswahl an Zahn und Alter anpassen
- 101.2.3Infektion und Kooperation gemeinsam bewerten
101.3Raumerhalt3
- 101.3.1Zeitpunkt des Milchzahnverlusts und Durchbruch des Nachfolgers berücksichtigen
- 101.3.2Platzhalter nur bei nachvollziehbarer Indikation einsetzen
- 101.3.3Kieferorthopädische Abstimmung prüfen
102Kieferorthopädische Grundlagen und FehlstellungenKieferorthopädie
102.1Befund3
- 102.1.1Sagittale, transversale und vertikale Abweichungen unterscheiden
- 102.1.2Engstand, Kreuzbiss und offenen Biss erkennen
- 102.1.3Wachstum, Habits und Atemmuster berücksichtigen
102.2Diagnostik3
- 102.2.1Fotografie, Modell und Bildgebung situationsgerecht wählen
- 102.2.2Zahndurchbruch und Platzverhältnisse beurteilen
- 102.2.3Skelettale von dentoalveolären Ursachen unterscheiden
102.3Überweisung3
- 102.3.1Frühbehandlung bei funktioneller Gefährdung erkennen
- 102.3.2Interdisziplinäre Planung bei Dysgnathie oder Spaltbildung einordnen
- 102.3.3Mundhygiene und Kariesrisiko vor Apparaturen prüfen
103Hygiene, Aufbereitung und InfektionspräventionHygiene
103.1Risikobewertung3
- 103.1.1Unkritische, semikritische und kritische Medizinprodukte unterscheiden
- 103.1.2Übertragungswege und persönliche Schutzausrüstung beachten
- 103.1.3Nadelstich und Blutkontakt als melde- und handlungsrelevantes Ereignis kennen
103.2Aufbereitung3
- 103.2.1Reinigung, Desinfektion, Kontrolle, Verpackung und Sterilisation unterscheiden
- 103.2.2Validierte Prozesse und Herstellerangaben beachten
- 103.2.3Sterilgutfreigabe und Lagerung dokumentieren
103.3Praxisorganisation3
- 103.3.1Behandlungsflächen und Wasserwege hygienisch kontrollieren
- 103.3.2Händehygiene konsequent durchführen
- 103.3.3Hygieneplan und Zuständigkeiten regelmäßig aktualisieren
104Aufklärung, Einwilligung und DokumentationRecht
104.1Aufklärung3
- 104.1.1Diagnose, Ziel, Ablauf und wesentliche Risiken erläutern
- 104.1.2Alternativen, Unterlassungsfolgen und erwartbare Nachsorge darstellen
- 104.1.3Verständnis, Zeitpunkt und Entscheidungsfreiheit sichern
104.2Einwilligung3
- 104.2.1Einwilligungsfähigkeit und gesetzliche Vertretung prüfen
- 104.2.2Änderungen des Eingriffs erneut besprechen
- 104.2.3Notfall- und Minderjährigenkonstellationen differenzieren
104.3Dokumentation3
- 104.3.1Befund, Indikation, Aufklärung und Therapie festhalten
- 104.3.2Medikamente, Material und besondere Ereignisse dokumentieren
- 104.3.3Korrekturen nachvollziehbar und ohne nachträgliche Verfälschung durchführen
Keine Treffer im Bereich Schriftlich.
Mündlich
Prüferfragen, klinische Begründungen und Musterantworten
01Klinische Entscheidungslogik und FallvorstellungMündliche Struktur
01.1Erste Priorität3
- 01.1.1Notfallzeichen erkennen
- 01.1.2Behandlung stoppen und Risiken priorisieren
- 01.1.3Diagnostische Hypothese kurz formulieren
01.2Fallstruktur3
- 01.2.1Anamnese, Befund, Verdachtsdiagnose und Differenzialdiagnosen
- 01.2.2Bildgebung oder Zusatztest mit einer Frage begründen
- 01.2.3Therapie, Alternativen und Nachkontrolle nennen
01.3Oberarztlogik3
- 01.3.1Nicht nur eine Diagnose, sondern die Entscheidung erklären
- 01.3.2Risikopatient und Anatomie in die Therapie integrieren
- 01.3.3Unsicherheit, Grenzen und Überweisungsgründe benennen
PrüferfrageWie beginnen Sie bei einem unklaren oralchirurgischen Patienten?
MusterantwortIch prüfe zuerst Atemweg, Allgemeinzustand und Ausbreitungszeichen. Anschließend erhebe ich eine gezielte Anamnese, untersuche die betroffene Region und verbinde den Befund mit einer begründeten Verdachtsdiagnose und einem sicheren Therapieplan.
02Oralchirurgische Anatomie und gefährdete StrukturenOralchirurgie
02.1Unterkiefer3
- 02.1.1Canalis mandibulae und Foramen mentale
- 02.1.2Anterior loop und N. lingualis
- 02.1.3Linguale Konkavität und Mundbodengefäße
02.2Oberkiefer3
- 02.2.1Kieferhöhle und Schneider-Membran
- 02.2.2A. palatina major und Gaumenanatomie
- 02.2.3Tuber maxillae und Wurzelbeziehungen
02.3Faszienräume3
- 02.3.1Sublingual, submandibulär und submental
- 02.3.2Masseterisch, pterygomandibulär und parapharyngeal
- 02.3.3Ausbreitungsweg und Atemwegsgefahr
PrüferfrageWarum beurteilen Sie vor einer Implantation die linguale Konkavität?
MusterantwortEine ausgeprägte linguale Konkavität erhöht das Risiko einer Perforation der lingualen Kortikalis. Dadurch können Mundbodengefäße verletzt und gefährliche Hämatome mit möglicher Atemwegsbedrohung ausgelöst werden.
03Risikopatienten und perioperative EntscheidungOralchirurgie
03.1Kardiovaskuläres Risiko3
- 03.1.1Antikoagulation und Thromboembolierisiko
- 03.1.2Jüngster Schlaganfall oder Myokardinfarkt
- 03.1.3Endokarditisrisiko und Behandlungsdringlichkeit
03.2Stoffwechsel und Immunität3
- 03.2.1Diabetes und Hypoglykämiegefahr
- 03.2.2Immunsuppression und schwere Organerkrankung
- 03.2.3Bestrahlung, Antiresorptiva und Wundheilung
03.3Planung3
- 03.3.1Rücksprache und medizinische Stabilität
- 03.3.2Atraumatischer Eingriff und lokale Blutstillung
- 03.3.3Postoperative Überwachung und klare Eskalation
PrüferfrageSetzen Sie ein Antikoagulans vor jeder Extraktion ab?
MusterantwortNein. Ich darf eine antithrombotische Dauermedikation nicht eigenständig absetzen. Ich bewerte Eingriffsgröße, Blutungsrisiko und Thromboembolierisiko, plane lokale Hämostase und stimme Änderungen nur mit den verantwortlichen Behandlern ab.
04Lokalanästhesie, Technik und KomplikationenOralchirurgie
04.1Verfahren3
- 04.1.1Infiltrationsanästhesie im Oberkiefer
- 04.1.2Leitungsanästhesie des N. alveolaris inferior
- 04.1.3Ergänzende buccale, linguale oder intraligamentäre Anästhesie
04.2Sicherheit3
- 04.2.1Anamnese, Wirkstoff und Höchstdosis
- 04.2.2Aspiration und langsame fraktionierte Injektion
- 04.2.3Vasokonstriktor und systemische Vorerkrankungen
04.3Komplikationen3
- 04.3.1Hämatom, Trismus und Nervirritation
- 04.3.2Intravasale Injektion und LAST
- 04.3.3Vorübergehende Fazialisparese und Anästhesieversagen
PrüferfrageWarum wirkt Lokalanästhesie im entzündeten Gewebe oft schlechter?
MusterantwortIm entzündeten, sauren Gewebe liegt ein größerer Anteil des Lokalanästhetikums in ionisierter Form vor und gelangt schlechter durch die Nervenmembran. Deshalb wähle ich nach Möglichkeit eine Leitungsanästhesie außerhalb des Entzündungsgebiets.
05Zahnextraktion und operative ZahnentfernungOralchirurgie
05.1Vor der Extraktion3
- 05.1.1Erhaltungswürdigkeit und Alternativen
- 05.1.2Röntgen, Wurzellage und Nachbarstrukturen
- 05.1.3Aufklärung, Anästhesie und Blutungsrisiko
05.2Operatives Vorgehen3
- 05.2.1Luxation und kontrollierte Zangenführung
- 05.2.2Bei Bedarf Lappen, Osteotomie und Zahntrennung
- 05.2.3Alveolenkontrolle und spannungsfreier Wundverschluss
05.3Komplikationen3
- 05.3.1Wurzelfraktur und Nachbarzahnschaden
- 05.3.2Mund-Antrum-Verbindung und Nervverletzung
- 05.3.3Nachblutung, Alveolitis und Infektion
PrüferfrageWelche Punkte prüfen Sie unmittelbar nach der Extraktion?
MusterantwortIch kontrolliere die Vollständigkeit des entfernten Zahns, die Alveole, benachbarte Strukturen und die Blutung. Anschließend entscheide ich über Naht, lokale Hämostase und verständliche postoperative Verhaltenshinweise.
06Weisheitszahnchirurgie und NervenrisikoOralchirurgie
06.1Indikation3
- 06.1.1Rezidivierende Perikoronitis
- 06.1.2Karies oder Schädigung des Nachbarzahns
- 06.1.3Zystische oder andere pathologische Veränderungen
06.2Bildgebung3
- 06.2.1Retentionslage und Wurzelentwicklung
- 06.2.2Beziehung zum Mandibularkanal
- 06.2.3Zusatznutzen einer dreidimensionalen Aufnahme
06.3Risikokommunikation3
- 06.3.1N. alveolaris inferior und N. lingualis
- 06.3.2Schwellung, Infektion und Nachblutung
- 06.3.3Seltene Fraktur oder Wurzelverlagerung
PrüferfrageWann reicht ein OPG zur Beurteilung eines unteren Weisheitszahns nicht aus?
MusterantwortWenn im OPG eine kritische Beziehung zum Mandibularkanal vermutet wird und die dreidimensionale Information meine operative Planung oder Aufklärung tatsächlich verändert, prüfe ich eine ergänzende dreidimensionale Bildgebung.
07Odontogene Infektionen: Entstehung und lokale AbszesseOralchirurgie
07.1Progression3
- 07.1.1Pulpanekrose und apikale Infektion
- 07.1.2Enossale und subperiostale Ausbreitung
- 07.1.3Submuköse Fluktuation und Logenbeteiligung
07.2Lokalisation3
- 07.2.1Vestibulärer, palatinaler und perikoronaler Abszess
- 07.2.2Periapikaler versus parodontaler Ursprung
- 07.2.3Anatomische Ansatzhöhen als Ausbreitungsfaktor
07.3Therapie3
- 07.3.1Inzision und ausreichende Drainage
- 07.3.2Wurzelkanalbehandlung oder Extraktion als Herdsanierung
- 07.3.3Antibiotika nur bei systemischer Indikation
PrüferfrageWarum reicht ein Antibiotikum beim drainierbaren Abszess nicht aus?
MusterantwortIn einer abgekapselten Eiterhöhle ist die Durchblutung eingeschränkt, sodass Antibiotika die Ursache nicht zuverlässig beseitigen. Entscheidend sind ausreichende Drainage und die Sanierung des odontogenen Herdes.
08Regionale und tiefe HalsinfektionenOralchirurgie
08.1Logenvergleich3
- 08.1.1Submandibulär versus sublingual versus submental
- 08.1.2Paramandibuläre und perimandibuläre Schwellung
- 08.1.3Masseterische, pterygomandibuläre und parapharyngeale Ausbreitung
08.2Red Flags3
- 08.2.1Dyspnoe, Dysphagie und Zungenhebung
- 08.2.2Trismus, Fieber und Sepsiszeichen
- 08.2.3Immunsuppression oder rasche Progression
08.3Eskalation3
- 08.3.1Atemweg und stationäre Aufnahme
- 08.3.2Kontrastmittel-CT bei tiefer Ausbreitung
- 08.3.3Interdisziplinäre Drainage, Herdsanierung und Antibiotikatherapie
PrüferfrageWann behandeln Sie eine odontogene Infektion nicht mehr ambulant?
MusterantwortBei Atemwegsgefährdung, Dysphagie, Trismus mit tiefer Logenbeteiligung, Sepsiszeichen, rascher Progression oder relevanter Immunsuppression ist eine stationäre und gegebenenfalls notfallmedizinische Behandlung erforderlich.
09Endodontische Diagnostik und TherapieplanungEndodontie
09.1Diagnose3
- 09.1.1Reversible und irreversible Pulpitis
- 09.1.2Symptomatische und asymptomatische apikale Parodontitis
- 09.1.3Fraktur, Riss und parodontale Differenzialdiagnose
09.2Behandlung3
- 09.2.1Aseptischer Zugang und vollständige Kanalsuche
- 09.2.2Arbeitslänge, Aufbereitung und sichere Spülung
- 09.2.3Dichte Wurzelfüllung und koronale Abdichtung
09.3Misserfolg3
- 09.3.1Übersehene Kanäle und undichte Versorgung
- 09.3.2Perforation, Stufe oder Instrumentenfragment
- 09.3.3Orthograde Revision versus Wurzelspitzenresektion
PrüferfrageWas entscheidet, ob eine Wurzelkanalbehandlung langfristig erfolgreich ist?
MusterantwortEntscheidend sind eine korrekte Diagnose, die kontrollierte Reinigung und Desinfektion des gesamten Kanalsystems sowie ein bakteriendichter apikaler und koronaler Verschluss bei restaurativ erhaltungswürdigem Zahn.
10Parodontitis: Befund, Therapie und ErhaltungParodontologie
10.1Diagnostik3
- 10.1.1Sondierungstiefen und Blutung auf Sondierung
- 10.1.2Attachmentverlust und röntgenologischer Knochenabbau
- 10.1.3Staging, Grading und systemische Risikofaktoren
10.2Therapieschritte3
- 10.2.1Mundhygieneinstruktion und Risikokontrolle
- 10.2.2Antiinfektiöse subgingivale Behandlung
- 10.2.3Reevaluation und gegebenenfalls korrektive Therapie
10.3Nachsorge3
- 10.3.1Unterstützende Parodontitistherapie
- 10.3.2Resttaschen und Rezidivrisiko
- 10.3.3Implantate, Rauchen und Diabetes
PrüferfrageWann folgt auf die antiinfektiöse Behandlung eine korrektive Therapie?
MusterantwortNach der Reevaluation prüfe ich, ob trotz ausreichender Mundhygiene und antiinfektiöser Behandlung relevante entzündliche Resttaschen oder anatomische Defekte bestehen. Erst dann entscheide ich über weiterführende korrektive oder chirurgische Maßnahmen.
11Karies, Komposit und pulpanahe TherapieZahnerhaltung
11.1Kariesverständnis3
- 11.1.1Biofilm und Stephan-Kurve
- 11.1.2Läsionsaktivität und Kariesrisiko
- 11.1.3Nicht invasive und restaurative Entscheidung
11.2Werkstoffe3
- 11.2.1Komposit und Adhäsivtechnik
- 11.2.2Glasionomerzement und Indikationsgrenzen
- 11.2.3Matrize, Kontaktpunkt und Polymerisation
11.3Tiefe Läsion3
- 11.3.1Pulpasymptome und diagnostische Tests
- 11.3.2Selektive Exkavation und bakteriendichte Versorgung
- 11.3.3Kontrolle bei nachträglichem Spontan- oder Nachtschmerz
PrüferfrageWann wählen Sie bei tiefer Karies keine sofortige vollständige Exkavation bis zur Pulpa?
MusterantwortBei erhaltungswürdiger, klinisch noch vitaler Pulpa kann eine selektive Exkavation sinnvoll sein, wenn sie das Risiko einer unnötigen Pulpaeröffnung reduziert und anschließend ein bakteriendichter Verschluss möglich ist.
12Prothetik, Präparation und funktionelle PlanungProthetik
12.1Festsitzend3
- 12.1.1Kronen- und Brückenindikation
- 12.1.2Ferrule, Pfeilerprognose und Präparationsgrenze
- 12.1.3Okklusale Reduktion und Provisorium
12.2Herausnehmbar3
- 12.2.1Teleskop-, Modellguss- und Totalprothese
- 12.2.2Friktion, Druckstellen und Pfeilerbelastung
- 12.2.3Unterfütterung und Mundhygienefähigkeit
12.3Funktion3
- 12.3.1Statische und dynamische Okklusion
- 12.3.2Kiefergelenk und Kaumuskulatur
- 12.3.3CMD und reversible Schienentherapie
PrüferfrageWarum wird bei einer Kronenpräparation die okklusale Reduktion früh überprüft?
MusterantwortDie okklusale Reduktion schafft den erforderlichen Platz für das Restaurationsmaterial und ermöglicht die Kontrolle der funktionellen Höcker. Unzureichende Reduktion führt zu Überkontur, Materialschwäche oder störenden Okklusionskontakten.
13Kinderzahnheilkunde und dentales TraumaKinderzahnheilkunde
13.1Prävention3
- 13.1.1Frühkindliche Karies und Ernährungsanamnese
- 13.1.2Altersgerechte Fluoridstrategie
- 13.1.3Elterninstruktion und Recall
13.2Milchzahn3
- 13.2.1Pulpa- und Furkationsbefund
- 13.2.2Milchzahnerhalt versus Extraktion
- 13.2.3Platzhalter und Nachfolgerkeim
13.3Trauma3
- 13.3.1Luxation, Fraktur und Avulsion
- 13.3.2Unterschied zwischen Milchzahn und bleibendem Zahn
- 13.3.3Zeitkritische Erstversorgung und Nachkontrolle
PrüferfrageWarum unterscheidet sich die Behandlung eines avulsierten Milchzahns von der eines bleibenden Zahns?
MusterantwortBeim Milchzahn muss der bleibende Nachfolgerkeim geschützt werden. Deshalb gelten andere Therapieentscheidungen als beim avulsierten bleibenden Zahn, bei dem der zeitkritische Erhalt des Zahns und der parodontalen Zellen im Vordergrund steht.
14Mundschleimhaut, Ulzera und TumorverdachtOralmedizin
14.1Beschreibung3
- 14.1.1Lokalisation, Größe, Farbe und Konsistenz
- 14.1.2Abwischbarkeit, Dauer und Schmerzen
- 14.1.3Risikofaktoren und Halslymphknoten
14.2Differenzialdiagnosen3
- 14.2.1Aphthen, traumatisches Ulkus und Candidose
- 14.2.2Leukoplakie und Lichen planus
- 14.2.3Plattenepithelkarzinom und andere persistierende Läsion
14.3Handlung3
- 14.3.1Lokalen Reiz beseitigen und Verlauf dokumentieren
- 14.3.2Persistierende oder verhärtete Läsion früh überweisen
- 14.3.3Biopsie und Tumorpfad fachärztlich planen
PrüferfrageWie unterscheiden Sie eine typische Aphte von einem tumorverdächtigen Ulkus?
MusterantwortEine typische Aphte ist meist schmerzhaft und heilt innerhalb eines begrenzten Zeitraums ab. Ein persistierendes, verhärtetes oder wenig schmerzhaftes Ulkus, besonders mit Risikofaktoren oder Halslymphknoten, muss zeitnah fachärztlich abgeklärt werden.
15Speicheldrüsen: Anatomie und klinische MusterSpeicheldrüsen
15.1Anatomie3
- 15.1.1Parotis, Submandibularis und Sublingualis
- 15.1.2Stensen- und Wharton-Gang
- 15.1.3Fazialis- und Lingualisbeziehung
15.2Muster3
- 15.2.1Mahlzeitenabhängige Schwellung bei Stein oder Stenose
- 15.2.2Fieber und eitriges Sekret bei bakterieller Entzündung
- 15.2.3Persistierender einseitiger Knoten als Tumorverdacht
15.3Diagnostik3
- 15.3.1Inspektion der Papille und bimanuelle Palpation
- 15.3.2Sonographie, native CT und MRT nach Frage
- 15.3.3Geplante Gewebegewinnung statt offener Parotisbiopsie
PrüferfrageWie ordnen Sie eine Speicheldrüsenschwellung in der Prüfung ein?
MusterantwortIch prüfe zunächst Notfallzeichen und unterscheide anschließend akut oder chronisch, schmerzhaft oder schmerzlos, ein- oder beidseitig sowie mahlzeitenabhängig oder unabhängig. Daraus leite ich Obstruktion, Entzündung, Systemerkrankung oder Tumorverdacht ab.
16Radiologie und verantwortliche BefundungRadiologie
16.1Methodenwahl3
- 16.1.1Zahnfilm und Bissflügel
- 16.1.2OPG und indikationsbezogene DVT
- 16.1.3Sonographie, CT und MRT bei Speicheldrüsen oder Ausbreitung
16.2Befundstruktur3
- 16.2.1Bildqualität und anatomische Orientierung
- 16.2.2Pathologie, Ausdehnung und Leitstrukturen
- 16.2.3Konsequenz für Diagnose und Behandlung
16.3Strahlenschutz3
- 16.3.1Rechtfertigende Indikation
- 16.3.2Dosisoptimierung und Voraufnahmen
- 16.3.3Vollständige Dokumentation
PrüferfrageWann ist eine DVT-Aufnahme gerechtfertigt?
MusterantwortEine DVT ist gerechtfertigt, wenn die dreidimensionale Information eine konkrete diagnostische oder therapeutische Frage beantwortet und den Behandlungsplan gegenüber konventioneller Bildgebung relevant verändert.
17Notfallmedizin und TeamkommunikationNotfallmedizin
17.1Erstmaßnahmen3
- 17.1.1Behandlung stoppen und Mundraum freimachen
- 17.1.2Hilfe gezielt rufen und Notruf delegieren
- 17.1.3ABCDE konsequent und wiederholt anwenden
17.2Leitszenarien3
- 17.2.1Synkope und Hypoglykämie
- 17.2.2Anaphylaxie und Atemwegsproblem
- 17.2.3ACS, Schlaganfall und Krampfanfall
17.3Reanimation3
- 17.3.1Normale Atmung beurteilen
- 17.3.2Thoraxkompression und AED
- 17.3.3Closed-loop-Kommunikation und SBAR-Übergabe
PrüferfrageWas hat bei einem medizinischen Notfall in der Zahnarztpraxis Vorrang?
MusterantwortVorrang hat die größte aktuelle Lebensgefahr. Ich stoppe die Behandlung, aktiviere das Team, alarmiere bei Bedarf den Rettungsdienst, arbeite nach ABCDE und behandle akute Probleme von Atemweg, Atmung oder Kreislauf sofort.
18Hygiene, Recht und sichere PatientendokumentationPraxisorganisation
18.1Hygiene3
- 18.1.1Händehygiene und persönliche Schutzausrüstung
- 18.1.2Validierte Medizinprodukteaufbereitung
- 18.1.3Verhalten bei Nadelstich oder Kontamination
18.2Recht3
- 18.2.1Aufklärung, Alternativen und Einwilligung
- 18.2.2Indikation und rechtfertigende Röntgenfragestellung
- 18.2.3Schweigepflicht und nachvollziehbare Dokumentation
18.3Kommunikation3
- 18.3.1Komplikationen offen erklären
- 18.3.2Überweisung und Rücksprache festhalten
- 18.3.3Befund, Entscheidung und Kontrolle präzise formulieren
PrüferfrageWelche Informationen müssen nach einer Komplikation dokumentiert werden?
MusterantwortIch dokumentiere den zeitlichen Ablauf, den klinischen Befund, die vermutete Ursache, alle eingeleiteten Maßnahmen, die Patientenaufklärung, gegebenenfalls die Rücksprache oder Überweisung sowie die vereinbarte Verlaufskontrolle.
Keine Treffer im Bereich Mündlich.
Praktisch
Vorbereitung, Durchführung, Qualitätskontrolle und Fehler
01Strukturierte Anamnese und klinische ErstuntersuchungPraktische Grundkompetenz
01.1Vorbereitung3
- 01.1.1Patientenidentität und aktuelles Anliegen prüfen
- 01.1.2Anamnese- und Medikamentenunterlagen bereitlegen
- 01.1.3Hygiene, Licht und Instrumente vorbereiten
01.2Durchführung3
- 01.2.1Beschwerden, Allergien, Erkrankungen und Medikation erheben
- 01.2.2Extraorale und intraorale Befunde systematisch untersuchen
- 01.2.3Vitalitäts-, Perkussions- oder Sondierungstests gezielt wählen
01.3Qualitätskontrolle3
- 01.3.1Red Flags und Risikofaktoren aktiv ausschließen
- 01.3.2Befund mit Verdachtsdiagnose und nächstem Schritt verbinden
- 01.3.3Aufklärung und Dokumentation nachvollziehbar abschließen
01.4Häufige Fehler3
- 01.4.1Symptom ohne Allgemeinanamnese bewerten
- 01.4.2Atemwegs- oder Blutungsrisiko übersehen
- 01.4.3Mehrere Befunde nennen, aber keine Entscheidung formulieren
02Befunddokumentation und TherapieplanPraxisorganisation
02.1Ausgangsbefund3
- 02.1.1Zahnnummer, Flächen und relevante Symptome erfassen
- 02.1.2Röntgen, Sensibilität und parodontalen Status zuordnen
- 02.1.3Patientenwunsch und medizinische Einschränkungen dokumentieren
02.2Planung3
- 02.2.1Akutbedarf von langfristigem Sanierungsplan trennen
- 02.2.2Erhaltungswürdigkeit und realistische Alternativen bewerten
- 02.2.3Behandlungsreihenfolge klinisch begründen
02.3Aufklärung3
- 02.3.1Nutzen, Risiken, Kosten und Nachsorge erklären
- 02.3.2Einwilligung und Rückfragen festhalten
- 02.3.3Bei Unsicherheit Rücksprache oder Überweisung organisieren
02.4Prüfungsfehler3
- 02.4.1Nur Maßnahmen aufzählen
- 02.4.2Alternativen und Risiken auslassen
- 02.4.3Therapie ohne gesicherte Indikation beginnen
03OPG- und ZahnfilmbefundungRadiologie
03.1Vorbereitung3
- 03.1.1Rechtfertigende Indikation benennen
- 03.1.2Patienten- und Seitenzuordnung prüfen
- 03.1.3Bildqualität und Voraufnahmen beurteilen
03.2Systematische Analyse3
- 03.2.1Zähne und periapikale Regionen verfolgen
- 03.2.2Knochen, Kieferhöhlen, Kondylen und Mandibularkanal beurteilen
- 03.2.3Retinierte Zähne, Läsionen und Artefakte erkennen
03.3Dokumentation3
- 03.3.1Befund, Verdachtsdiagnose und Konsequenz formulieren
- 03.3.2Unklare Strukturen und Grenzen des Verfahrens benennen
- 03.3.3Zusatzbildgebung nur bei konkretem Nutzen planen
03.4Häufige Fehler3
- 03.4.1Nur den schmerzenden Zahn anschauen
- 03.4.2Rechts-links-Verwechslung
- 03.4.3Zufallsbefunde und anatomische Risiken übersehen
04Händehygiene, PSA und sterile VorbereitungHygiene
04.1Raum und Material3
- 04.1.1Saubere und kontaminierte Bereiche trennen
- 04.1.2Instrumentenaufbereitung und Verpackungsintegrität prüfen
- 04.1.3Persönliche Schutzausrüstung passend wählen
04.2Ablauf3
- 04.2.1Händedesinfektion regelgerecht durchführen
- 04.2.2Steriles Material ohne Kontamination bereitstellen
- 04.2.3Behandlungsschritte mit Assistenz abstimmen
04.3Kontrolle3
- 04.3.1Ablauf vor Eingriff und nach Patientenkontakt prüfen
- 04.3.2Verletzungen oder Kontamination sofort melden
- 04.3.3Freigabe und Chargen nach lokalen Vorgaben dokumentieren
04.4Häufige Fehler3
- 04.4.1Handschuhe mit sauberem Arbeiten gleichsetzen
- 04.4.2Steriles Feld übergreifen
- 04.4.3Aufbereitungsdokumentation vernachlässigen
05Kofferdam und sichere TrockenlegungKonservierend
05.1Vorbereitung3
- 05.1.1Zahn und geplantes Arbeitsfeld auswählen
- 05.1.2Klammer, Rahmen und Material prüfen
- 05.1.3Allergien und Aspirationsschutz beachten
05.2Anlage3
- 05.2.1Klammer kontrolliert positionieren und sichern
- 05.2.2Lochung und Interdentalführung anpassen
- 05.2.3Speichelleckage und Weichgewebstrauma vermeiden
05.3Kontrolle3
- 05.3.1Dichtigkeit, Sicht und Patientenkomfort prüfen
- 05.3.2Nachbarzähne und Gingiva inspizieren
- 05.3.3Material am Ende vollständig und sicher entfernen
05.4Häufige Fehler3
- 05.4.1Klammer ungesichert einsetzen
- 05.4.2Undichte Ränder akzeptieren
- 05.4.3Interdentalreste beim Entfernen übersehen
06Infiltrationsanästhesie sicher durchführenLokalanästhesie
06.1Vorbereitung3
- 06.1.1Anamnese, Allergie, Präparat und Dosis prüfen
- 06.1.2Punktionsstelle anatomisch bestimmen
- 06.1.3Patienten über Druck- und Taubheitsgefühl informieren
06.2Injektion3
- 06.2.1Schleimhaut schonend vorbereiten
- 06.2.2Nadel kontrolliert positionieren und aspirieren
- 06.2.3Langsam und ohne hohen Gewebedruck injizieren
06.3Wirkungskontrolle3
- 06.3.1Sensibilität vor Behandlungsbeginn prüfen
- 06.3.2Versorgungsgebiet und zusätzliche Anästhesie bewerten
- 06.3.3Reaktion und verwendetes Präparat dokumentieren
06.4Häufige Fehler3
- 06.4.1Keine Aspiration
- 06.4.2Zu schnelle Injektion
- 06.4.3Behandlung vor ausreichender Wirkung beginnen
07Leitungsanästhesie im UnterkieferLokalanästhesie
07.1Orientierung3
- 07.1.1Pterygomandibulären Raum und anatomische Landmarken bestimmen
- 07.1.2N. alveolaris inferior und N. lingualis berücksichtigen
- 07.1.3Patientenlagerung und Sicht kontrollieren
07.2Durchführung3
- 07.2.1Nadelwinkel und Tiefe schrittweise anpassen
- 07.2.2Vor Applikation aspirieren
- 07.2.3Lokalanästhetikum langsam injizieren
07.3Kontrolle3
- 07.3.1Unterlippe, Zunge und gewünschtes Zahngebiet prüfen
- 07.3.2Zusätzlichen bukkalen Bedarf erkennen
- 07.3.3Trismus, Hämatom oder vorübergehende Parese beurteilen
07.4Häufige Fehler3
- 07.4.1Falsche Höhe oder Seitenorientierung
- 07.4.2Intravasale Injektion
- 07.4.3Erfolglosen Block ohne Ursachenanalyse wiederholen
08Atraumatische ZahnextraktionOralchirurgie
08.1Vorbereitung3
- 08.1.1Zahn, Röntgenbefund und Risikoprofil bestätigen
- 08.1.2Anästhesie, Hebel, Zange und Hämostatika bereitstellen
- 08.1.3Nachbarzähne und Weichgewebe schützen
08.2Durchführung3
- 08.2.1Syndesmotomie und kontrollierte Luxation durchführen
- 08.2.2Zange achsengerecht ansetzen
- 08.2.3Bewegung an Wurzelform und Kortikalis anpassen
08.3Abschluss3
- 08.3.1Wurzelvollständigkeit und Alveole prüfen
- 08.3.2Lokale Blutstillung und gegebenenfalls Naht durchführen
- 08.3.3Postoperative Instruktion dokumentieren
08.4Häufige Fehler3
- 08.4.1Übermäßige Kraft und Hebel auf Nachbarzähnen
- 08.4.2Wurzelrest oder MAV übersehen
- 08.4.3Patient ohne klare Nachblutungshinweise entlassen
09Mukoperiostlappen, Osteotomie und WundverschlussOralchirurgie
09.1Planung3
- 09.1.1Schnittführung, Lappenbasis und Leitstrukturen festlegen
- 09.1.2Röntgen und notwendige Knochenabtragung beurteilen
- 09.1.3Steriles Instrumentarium und Kühlung vorbereiten
09.2Eingriff3
- 09.2.1Lappen schonend und mit ausreichender Übersicht mobilisieren
- 09.2.2Knochen sparsam und gekühlt entfernen
- 09.2.3Zahn oder Läsion kontrolliert bergen
09.3Verschluss3
- 09.3.1Wunde spülen und Blutstillung sichern
- 09.3.2Wundränder spannungsfrei adaptieren
- 09.3.3Naht, Nachsorge und Komplikationszeichen erklären
09.4Häufige Fehler3
- 09.4.1Zu kleine Übersicht und unnötiger Kraftaufwand
- 09.4.2Thermische Knochenschädigung
- 09.4.3Spannungsreicher oder ischämischer Wundverschluss
10Abszessdiagnostik, Inzision und DrainageOralchirurgie
10.1Sicherheitsprüfung3
- 10.1.1Atemweg, Fieber, Trismus und tiefe Ausbreitung bewerten
- 10.1.2Fluktuation, Herdzahn und anatomische Nachbarschaft lokalisieren
- 10.1.3Entscheiden, ob ambulantes Vorgehen überhaupt vertretbar ist
10.2Entlastung3
- 10.2.1Anästhesie möglichst außerhalb des entzündeten Gebiets planen
- 10.2.2Ausreichenden Zugang und stumpfe Eröffnung begründen
- 10.2.3Sekretabfluss und gegebenenfalls Drainage sichern
10.3Ursachentherapie3
- 10.3.1Endodontische Sanierung oder Extraktion planen
- 10.3.2Antibiotika nur bei entsprechender klinischer Indikation ergänzen
- 10.3.3Kurzfristige Verlaufskontrolle organisieren
10.4Häufige Fehler3
- 10.4.1Zu kleine Stichinzision
- 10.4.2Eiter nur mit Antibiotikum behandeln
- 10.4.3Dyspnoe oder Mundbodenhebung ambulant verharmlosen
11Lokale Hämostase und Management der NachblutungOralchirurgie
11.1Erstbewertung3
- 11.1.1Patient beruhigen und Vitalzeichen einschätzen
- 11.1.2Gerinnungsmedikation und Zeitpunkt des Eingriffs erfragen
- 11.1.3Mundraum absaugen und Quelle unter Sicht lokalisieren
11.2Behandlung3
- 11.2.1Direkten Druck ausreichend lange aufrechterhalten
- 11.2.2Geeignete lokale Hämostatika und Naht einsetzen
- 11.2.3Bei Bedarf Behandlung und Lagerung an Kreislauf und Atemweg anpassen
11.3Kontrolle3
- 11.3.1Stabilen Blutstillstand vor Entlassung prüfen
- 11.3.2Verhalten zu Hause und Erreichbarkeit erklären
- 11.3.3Bei expandierendem Hämatom oder Instabilität eskalieren
11.4Häufige Fehler3
- 11.4.1Zu kurze Druckzeit
- 11.4.2Blindes Klemmen in tiefer Wunde
- 11.4.3Antikoagulation ohne ärztliche Abstimmung absetzen
12Endodontischer Zugang und ArbeitslängeEndodontie
12.1Vorbereitung3
- 12.1.1Diagnose und Restaurierbarkeit prüfen
- 12.1.2Kofferdam und Röntgenbefund vorbereiten
- 12.1.3Zugangskavität anhand der Zahnanatomie planen
12.2Durchführung3
- 12.2.1Pulpakammer übersichtlich eröffnen
- 12.2.2Kanäle systematisch sondieren
- 12.2.3Elektronische und gegebenenfalls radiologische Längenmessung kombinieren
12.3Qualitätskontrolle3
- 12.3.1Referenzpunkt und Arbeitslänge dokumentieren
- 12.3.2Zusätzliche Kanäle und Krümmungen prüfen
- 12.3.3Iatrogene Perforation und unnötige Schwächung vermeiden
12.4Häufige Fehler3
- 12.4.1Zugang ohne aseptische Isolation
- 12.4.2Einen vorhandenen Kanal übersehen
- 12.4.3Unplausible Messwerte ungeprüft übernehmen
13Wurzelkanalaufbereitung, Spülung und ObturationEndodontie
13.1Aufbereitung3
- 13.1.1Gleitpfad und Kanalkrümmung respektieren
- 13.1.2Instrumente mit geeignetem Druck und Drehmoment führen
- 13.1.3Regelmäßig rekapitulieren und spülen
13.2Spülung3
- 13.2.1Geeignete Lösung und sichere Kanülenposition wählen
- 13.2.2Extrusion über den Apex vermeiden
- 13.2.3Aktivierung nur innerhalb der eigenen Kompetenz einsetzen
13.3Obturation3
- 13.3.1Trockenheit und Mastercone-Passung kontrollieren
- 13.3.2Homogene Wurzelfüllung und dichten koronalen Verschluss herstellen
- 13.3.3Ergebnis radiologisch und klinisch beurteilen
13.4Häufige Fehler3
- 13.4.1Trockene Instrumentation
- 13.4.2Zu hoher Spüldruck
- 13.4.3Gute Wurzelfüllung ohne bakteriendichten koronalen Abschluss
14Adhäsive Kompositrestauration Klasse IIZahnerhaltung
14.1Vorbereitung3
- 14.1.1Defekt, Kontaktpunkt und Trockenlegung beurteilen
- 14.1.2Matrize, Keil und Ring passend auswählen
- 14.1.3Farbe und Material vor Austrocknung bestimmen
14.2Adhäsion3
- 14.2.1Schmelz und Dentin nach Systemprotokoll konditionieren
- 14.2.2Kontamination vermeiden
- 14.2.3Adhäsiv gleichmäßig applizieren und polymerisieren
14.3Schichtung3
- 14.3.1Approximalwand und Kontaktpunkt aufbauen
- 14.3.2Komposit in kontrollierten Schichten aushärten
- 14.3.3Okklusion, Rand und Politur abschließend prüfen
14.4Häufige Fehler3
- 14.4.1Undichte Gingivamatrize
- 14.4.2Schlechter Approximalkontakt
- 14.4.3Überhang oder unzureichende Polymerisation
15Parodontalstatus und SondierungParodontologie
15.1Vorbereitung3
- 15.1.1Entzündungsanamnese und Risikofaktoren erfassen
- 15.1.2Sonde und Dokumentationsschema bereitstellen
- 15.1.3Patient über Vorgehen und mögliche Blutung informieren
15.2Erhebung3
- 15.2.1Sondierungstiefen systematisch messen
- 15.2.2Blutung, Rezession, Lockerung und Furkation ergänzen
- 15.2.3Klinik mit aktuellem Röntgenbefund vergleichen
15.3Interpretation3
- 15.3.1Gingivitis von Parodontitis abgrenzen
- 15.3.2Stadium, Grad und Risikoprofil begründen
- 15.3.3Therapieziele und Reevaluation erklären
15.4Häufige Fehler3
- 15.4.1Zu hoher Sondierungsdruck
- 15.4.2Nur einzelne Problemzähne dokumentieren
- 15.4.3BOP ohne Attachment- und Röntgenbezug interpretieren
16Subgingivale Instrumentierung und ReevaluationParodontologie
16.1Vorbehandlung3
- 16.1.1Mundhygiene anleiten und supragingivale Beläge reduzieren
- 16.1.2Anästhesie und Instrumente situationsgerecht wählen
- 16.1.3Therapiegebiet und Zugang festlegen
16.2Instrumentierung3
- 16.2.1Biofilm und Konkremente gewebeschonend entfernen
- 16.2.2Wurzelmorphologie und Furkationszugang beachten
- 16.2.3Überinstrumentierung und unnötigen Zementabtrag vermeiden
16.3Reevaluation3
- 16.3.1Sondierungstiefe, BOP und Mundhygiene erneut beurteilen
- 16.3.2Resttaschen und mögliche korrektive Therapie prüfen
- 16.3.3Unterstützenden Recall festlegen
16.4Häufige Fehler3
- 16.4.1Ohne ausreichende Patienteninstruktion beginnen
- 16.4.2Erfolg ausschließlich an Taschentiefen messen
- 16.4.3Keine langfristige Erhaltungstherapie planen
17Kronenpräparation, Abformung und ProvisoriumProthetik
17.1Planung3
- 17.1.1Materialbedarf, Restsubstanz und Ferrule prüfen
- 17.1.2Präparationsgrenze und Einschubrichtung festlegen
- 17.1.3Okklusion, Nachbarzähne und Gingiva schützen
17.2Präparation3
- 17.2.1Okklusale Reduktion kontrolliert herstellen
- 17.2.2Axiale Wände und definierte Randgeometrie ausarbeiten
- 17.2.3Unterschnitte und scharfe Kanten vermeiden
17.3Abschluss3
- 17.3.1Abformbarkeit oder Scanqualität prüfen
- 17.3.2Provisorium mit Randschluss und Kontakten anpassen
- 17.3.3Empfindlichkeit und definitive Eingliederung planen
17.4Häufige Fehler3
- 17.4.1Zu geringe funktionelle Höckerreduktion
- 17.4.2Verletzung der Nachbarzähne
- 17.4.3Undichtes oder überkonturiertes Provisorium
18Protheseneinprobe, Okklusion und DruckstellenProthetik
18.1Einprobe3
- 18.1.1Sitz, Einschubrichtung und Halteelemente prüfen
- 18.1.2Kontaktpunkte, Mittellinie und Phonetik kontrollieren
- 18.1.3Schleimhaut und Pfeilerzähne untersuchen
18.2Funktion3
- 18.2.1Statische und dynamische Okklusion beurteilen
- 18.2.2Druckstellen gezielt markieren
- 18.2.3Prothesenrand, Extension und Friktion anpassen
18.3Patientenanleitung3
- 18.3.1Einsetzen und Herausnehmen demonstrieren
- 18.3.2Reinigung und Tragedauer erläutern
- 18.3.3Kontrolltermin und Warnzeichen vereinbaren
18.4Häufige Fehler3
- 18.4.1Schmerz ohne gezielte Lokalisierung einschleifen
- 18.4.2Übermäßige Friktion an Teleskopen ignorieren
- 18.4.3Okklusion nur in einer Kieferposition prüfen
19Traumadiagnostik und flexible SchienungTraumatologie
19.1Erstbewertung3
- 19.1.1Allgemeinverletzungen, Weichgewebe und Unfallhergang prüfen
- 19.1.2Zahnstellung, Mobilität und Okklusion beurteilen
- 19.1.3Sensibilität und geeignete Bildgebung dokumentieren
19.2Stabilisierung3
- 19.2.1Reposition nur indikationsgerecht und schonend planen
- 19.2.2Flexible Schienung mit geeigneter Ausdehnung wählen
- 19.2.3Milchzahn und bleibenden Zahn klar unterscheiden
19.3Nachsorge3
- 19.3.1Pulpanekrose, Resorption und parodontale Heilung beobachten
- 19.3.2Patient über Ernährung, Mundhygiene und Kontrolltermine informieren
- 19.3.3Überweisung bei komplexer Fraktur oder Avulsion organisieren
19.4Häufige Fehler3
- 19.4.1Starre oder überlange Schienung
- 19.4.2Begleitverletzungen übersehen
- 19.4.3Keine langfristige Sensibilitäts- und Röntgenkontrolle
20Notfallmanagement, BLS und AED im PraxisteamNotfallmedizin
20.1Erkennen3
- 20.1.1Behandlung stoppen und Mundraum freimachen
- 20.1.2Bewusstsein und normale Atmung beurteilen
- 20.1.3Notruf und AED-Beschaffung namentlich delegieren
20.2Durchführung3
- 20.2.1Bei fehlender normaler Atmung sofort Thoraxkompression beginnen
- 20.2.2AED gemäß Sprachanweisung einsetzen
- 20.2.3Unterbrechungen minimieren und Rollenwechsel planen
20.3Teamkommunikation3
- 20.3.1Closed-loop-Kommunikation verwenden
- 20.3.2Zeitpunkte, Vitalwerte und Medikamente dokumentieren
- 20.3.3Rettungsdienst strukturiert nach SBAR übergeben
20.4Häufige Fehler3
- 20.4.1Schnappatmung als normale Atmung werten
- 20.4.2Lange nach einem Puls suchen
- 20.4.3Hilferuf unkonkret an die gesamte Gruppe richten
Keine Treffer im Bereich Praktisch.
Hinweis: Dieser Lernbaum ist eine umfassende individuelle Vorbereitungshilfe. Prüfungsformat, konkrete Anforderungen und klinische Vorgaben können sich je nach zuständiger Behörde, Bundesland und Prüfungssituation unterscheiden. Medizinische Maßnahmen sind immer nach aktuellen Leitlinien, Fachinformationen und lokalen SOP zu beurteilen.