Infektionen: Abszesse, Phlegmonen und Osteomyelitis – Diagnostische Fälle & Prüfungsfragen

Diagnostische Fälle & Prüfungsfragen

Klinische Fallsimulation im KP-Stil: Szenario → Fragen → Hinweis → Lösung → Differentialdiagnose → Diagnostik → Merksatz. Keine Eingabefelder, nur ausklappbare Erklärungen (ohne JS).

🧠 Fokus: KP-Musterantworten + klinische Begründung 🧩 Card-Grid · Dark Medical UI · Responsive ✅ Tipp: erst lesen, dann Panels öffnen
Fall 1 Abszess UK Chirurgie
⏱️ 90s · Level KP
Szenario

Ein 36-jähriger Patient kommt mit:

  • starken, pulsierenden Schmerzen regio 36
  • submandibulärer Schwellung
  • eingeschränkter Mundöffnung
  • Temperatur 38,7 °C
  • Zahn 36 devital
  • Druckdolenz am Apex
Fragen
  1. Wie lautet Ihre Verdachtsdiagnose?
  2. In welcher Phase der Entzündungsausbreitung befindet sich der Patient?
  3. Warum ist eine Infiltrationsanästhesie hier problematisch?
  4. Ambulante Behandlung oder Klinikindikation? Begründen Sie.
Lösung KP-Musterantwort
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Diagnose

Akuter odontogener Unterkieferabszess ausgehend von Zahn 36 mit submandibulärer Ausbreitung und systemischer Beteiligung.

Begründung

  • Devitaler Zahn 36 → odontogener Infektionsfokus
  • Pulsierende Schmerzen → typische Abszesssymptomatik
  • Submandibuläre Schwellung → Ausbreitung in eine Loge
  • Fieber 38,7 °C → systemische Entzündungsreaktion
  • Druckdolenz apikal → periapikaler Ursprung

Entzündungsphase

Der pulsierende Schmerz spricht initial für eine enossale Phase. Aufgrund der submandibulären Schwellung, des Trismus und der systemischen Zeichen ist jedoch von einer fortgeschrittenen subperiostalen bis logenüberschreitenden Ausbreitung auszugehen.

Warum wirkt Infiltrationsanästhesie schlechter?

  • saurer pH im entzündeten Gewebe
  • Lokalanästhetikum liegt überwiegend ionisiert vor
  • schlechte Membranpenetration
  • im Unterkiefer zusätzlich geringe Diffusion durch dichte Kortikalis

Richtige Technik: Leitungsanästhesie des N. alveolaris inferior.

Therapie / Setting

  • Klinikindikation wegen Fieber, Trismus und Logenbeteiligung
  • chirurgische Drainage
  • intravenöse Antibiose
  • anschließende Herdsanierung (Extraktion oder Endodontie)
🧠
Differentialdiagnose Wichtige Differenzen
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  • Submandibuläre Lymphadenitis
  • Sialadenitis der Glandula submandibularis
  • Osteomyelitis der Mandibula
  • Phlegmone des Mundbodens
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
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  • Klinische Untersuchung (Perkussion, Palpation, Mundöffnung)
  • Vitalitätsprüfung des Zahnes
  • Röntgendiagnostik (periapikale Aufnahme oder OPG)
  • Sonografie zur Abszessdarstellung
  • CT bei Verdacht auf tiefe Logenausbreitung
Fall 2 Abszess OK Vestibulär
⏱️ 60s · Level Basis
Szenario

Patientin, 28 Jahre:

  • regio 11 deutliche vestibuläre Schwellung
  • fluktuierend
  • kein Fieber
  • kein Trismus
  • Zahn devital
Fragen
  1. Welche Abszessform liegt vor?
  2. Wie erfolgt die chirurgische Therapie? Nennen Sie die Prinzipien.
Lösung KP-Musterantwort
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Diagnose

Vestibulärer odontogener Abszess im Oberkiefer ausgehend von einem devitalen Zahn 11.

Begründung

  • devitaler Zahn → odontogener Infektionsherd
  • fluktuierende vestibuläre Schwellung → Eiteransammlung im Weichgewebe
  • kein Fieber und kein Trismus → lokal begrenzter Abszess ohne systemische Ausbreitung

Chirurgische Therapie

  • Inzision an der größten Fluktuation
  • Drainage des Eiters
  • Spülung der Abszesshöhle
  • Einlage einer Drainage (z. B. Lasche)
  • Sanierung des ursächlichen Zahnes (Endodontie oder Extraktion)
🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
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  • Parodontalabszess
  • radikuläre Zyste
  • periapikales Granulom
  • Gingivalabszess
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
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  • Klinische Untersuchung (Fluktuation, Palpation)
  • Vitalitätsprobe des Zahnes
  • Perkussionstest
  • Periapikales Röntgen zur Beurteilung der apikalen Region
Fall 3 Notfall Infektion Mundboden
⏱️ 90s · Level KP
Szenario

Patient, 45 Jahre:

  • harte submandibuläre Schwellung beidseits
  • Zungengrund angehoben
  • Schluckbeschwerden
  • Speichel läuft
  • Dyspnoe
Fragen
  1. Wie nennt man dieses Krankheitsbild?
  2. Was ist jetzt die größte Gefahr?
  3. Warum darf hier keine ambulante Inzision erfolgen?
Lösung KP-Musterantwort
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Diagnose

Ludwig-Angina (phlegmonöse Entzündung des Mundbodens).

Begründung

  • beidseitige submandibuläre Schwellung
  • Zungenhochstand
  • Schluckbeschwerden
  • Speichel läuft → Dysphagie
  • Dyspnoe → drohende Atemwegsverlegung

Größte Gefahr

  • Atemwegsobstruktion durch Zungenhochstand
  • rasche Ausbreitung in tiefe Halsräume
  • Sepsis oder Mediastinitis

Warum keine ambulante Inzision?

  • akute Atemwegsgefährdung
  • schwierige Intubation möglich
  • Gefahr der raschen Verschlechterung
  • erfordert Atemwegssicherung und stationäre Therapie

Therapie:

  • sofortige stationäre Aufnahme
  • Atemwegssicherung (ggf. Intubation / Tracheotomie)
  • chirurgische Drainage
  • intravenöse Breitbandantibiose
🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
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  • Mundbodenabszess
  • tiefe Halsraumphlegmone
  • Peritonsillarabszess
  • submandibuläre Sialadenitis
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
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  • Klinische Untersuchung (Atemwege, Mundboden)
  • Labor (CRP, Leukozyten)
  • CT des Halses zur Beurteilung der Ausbreitung
  • Überwachung der Atemwege
Fall 4 Radiologie Differentialdiagnose Periapikal
⏱️ 60s · Level KP
Szenario

Im Röntgen sehen Sie eine scharf begrenzte, runde Aufhellung apikal von Zahn 21.

  • Patient beschwerdefrei
  • keine Druckdolenz
  • keine akute Entzündung
Fragen
  1. Handelt es sich eher um einen Abszess oder eine Zyste? Begründen Sie.
Lösung KP-Musterantwort
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Wahrscheinlichste Diagnose

Radikuläre Zyste.

Begründung

  • scharf begrenzte, runde Aufhellung im Röntgenbild
  • Patient beschwerdefrei
  • chronischer Verlauf ohne akute Entzündung

Ein akuter Abszess zeigt radiologisch meist eine unscharf begrenzte Aufhellung und ist typischerweise mit Schmerzen und Druckdolenz verbunden.

🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
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  • Periapikales Granulom
  • Chronischer apikaler Abszess
  • Laterale Parodontalzyste
  • Odontogene Keratozyste
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
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  • Vitalitätsprobe des Zahnes
  • Perkussionstest
  • Periapikale Röntgenaufnahme
  • Größenbeurteilung der Läsion
  • Histologische Sicherung nach Entfernung
Fall 5 Theorie Infektion Pathophysiologie
⏱️ 60s · Level KP
Szenario

Theorieprüfung – Grundlagen odontogener Infektionen und Abszessbildung.

Fragen
  1. Warum wirkt ein Antibiotikum allein bei einem Abszess nicht ausreichend?
  2. Was unterscheidet pathophysiologisch einen Abszess von einer Phlegmone?

Bonus – typische Zwischenfragen:

  • Warum besteht meist eine anaerobe Mischflora?
  • Warum entsteht pulsierender Schmerz?
  • Warum kann sich ein Abszess in tiefe Halsräume ausbreiten?
  • Welche histologischen Merkmale hat ein Abszess?
  • Wann sprechen wir von einer dentogenen Ursache?
Lösung KP-Musterantwort
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Warum wirkt Antibiotikum allein nicht ausreichend?

  • Ein Abszess ist eine abgekapselte Eiteransammlung.
  • Im Zentrum besteht schlechte Durchblutung.
  • Antibiotika erreichen das Infektionszentrum nur unzureichend.
  • Daher ist eine chirurgische Drainage (Inzision) notwendig.

Unterschied Abszess vs. Phlegmone

  • Abszess: lokalisierte, abgekapselte Eiteransammlung.
  • Phlegmone: diffuse, nicht abgegrenzte Entzündung mit Ausbreitung im Gewebe.
  • Phlegmonen breiten sich häufig rasch entlang von Faszienräumen aus.

Bonus – Kurzantworten

  • Anaerobe Mischflora: odontogene Infektionen entstehen aus der Mundflora mit aeroben und anaeroben Bakterien.
  • Pulsierender Schmerz: Druckanstieg durch Eiteransammlung im Gewebe.
  • Ausbreitung in Halsräume: anatomische Verbindung der Faszien- und Logenräume.
  • Histologie des Abszesses: nekrotisches Gewebe, neutrophile Granulozyten, Bakterien und Eiter.
  • Dentogene Ursache: Infektion geht von Zahn, Pulpa oder Parodontium aus.
🧠
Differentialdiagnose Ähnliche entzündliche Prozesse
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  • Phlegmone
  • Osteomyelitis
  • Lymphadenitis
  • Sialadenitis
🩻
Diagnostik Klinik + Untersuchung
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  • Klinische Untersuchung der Schwellung
  • Vitalitätsprüfung des Zahnes
  • Röntgendiagnostik zur Ursachenklärung
  • Laborparameter bei schweren Infektionen (CRP, Leukozyten)
Fall 6 Perikoronitis Logeninfektion Chirurgie
⏱️ 90s · Level KP
Szenario

Patient, 48 Jahre:

  • retinierter Zahn 38
  • perikoronale Entzündung
  • submandibuläre Schwellung
  • Trismus
  • CRP 110
Fragen
  1. Wie erklären Sie die Ausbreitung anatomisch?
  2. Warum kann hier eine Ludwig-Angina entstehen?
  3. Welcher extraorale Schnittverlauf ist korrekt?
Lösung KP-Musterantwort
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Anatomische Ausbreitung

Die perikoronale Infektion des retinierten Zahnes 38 kann sich entlang der anatomischen Schwachstellen in den Submandibularraum ausbreiten.

  • Die Wurzelspitzen der Unterkiefermolaren liegen häufig unterhalb der Linea mylohyoidea.
  • Der M. mylohyoideus trennt den Sublingualraum vom Submandibularraum.
  • Liegt der Durchbruch der Infektion unterhalb der Linea mylohyoidea, breitet sich die Infektion in den Submandibularraum aus.

Warum kann eine Ludwig-Angina entstehen?

  • Unterkiefermolaren haben eine enge Beziehung zum Mundboden.
  • Die Faszienräume des Mundbodens stehen miteinander in Verbindung.
  • Die Infektion kann sich beidseits in den Submandibularraum, Sublingualraum und Submentalraum ausbreiten.
  • Dies führt zu einer Ludwig-Angina mit möglicher Atemwegsgefährdung.

Extraoraler Schnittverlauf

  • Inzision etwa 2 cm unterhalb des Unterkieferunterrands
  • Schnittführung parallel zum Unterkiefer
  • Schonung des Ramus marginalis mandibulae des N. facialis
  • anschließende Drainage des Abszesses
🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
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  • Submandibuläre Lymphadenitis
  • Sialadenitis der Glandula submandibularis
  • Paramandibulärer Abszess
  • Osteomyelitis der Mandibula
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
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  • Klinische Untersuchung (Schwellung, Mundöffnung)
  • Vitalitätsprüfung der Nachbarzähne
  • Panoramaschichtaufnahme (OPG)
  • CT bei Verdacht auf Ausbreitung in tiefe Halsräume
  • Laborwerte (CRP, Leukozyten)
Fall 7 Frühphase Endodontie Entzündung
⏱️ 60s · Level Basis
Szenario

Patient, 32 Jahre:

  • Zahn 46 stark kariös
  • Aufbissschmerz
  • vertikaler Klopfschmerz
  • keine sichtbare Schwellung
  • Vitalität negativ
Fragen
  1. In welcher Phase der Entzündungsausbreitung befindet sich der Patient?
  2. Warum ist der Schmerz vertikal stärker als horizontal?
Lösung KP-Musterantwort
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Phase der Entzündung

Der Patient befindet sich wahrscheinlich in der periapikalen Phase der Entzündung.

  • Aufbissschmerz
  • vertikaler Klopfschmerz
  • keine sichtbare Schwellung
  • frühe periapikale Entzündungsreaktion

Warum ist der vertikale Klopfschmerz stärker?

  • Die Entzündung befindet sich im periapikalen Bereich.
  • Vertikale Belastung führt zu Druck auf den Apex.
  • Dadurch wird das entzündete periapikale Gewebe stärker gereizt.
  • Horizontale Perkussion belastet den Apex weniger.
🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
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  • Irreversible Pulpitis
  • symptomatische apikale Parodontitis
  • okklusales Trauma
  • Parodontaler Schmerz
🩻
Diagnostik Klinik + Untersuchung
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  • Perkussionstest (vertikal und horizontal)
  • Vitalitätsprobe
  • Palpation der apikalen Region
  • Periapikale Röntgenaufnahme
Fall 8 Abszess Entzündungsphase Vestibulär
⏱️ 60s · Level Basis
Szenario

Patientin, 40 Jahre:

  • vorher starke, pulsierende Schmerzen
  • heute deutlich weniger Schmerz
  • sichtbare vestibuläre Schwellung
  • Fluktuation positiv
  • kein Fieber
Fragen
  1. Welche Phase der Entzündungsausbreitung liegt jetzt vor?
  2. Warum nehmen die Schmerzen trotz Verschlechterung subjektiv ab?
Lösung KP-Musterantwort
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Phase der Entzündung

Der Patient befindet sich wahrscheinlich in der submukösen Phase der Entzündungsausbreitung.

  • sichtbare vestibuläre Schwellung
  • Fluktuation positiv → Eiteransammlung im Weichgewebe
  • Schmerzabnahme trotz zunehmender Schwellung

Warum nimmt der Schmerz ab?

  • In der enossalen und subperiostalen Phase besteht hoher Gewebedruck.
  • Wenn der Eiter in das Weichgewebe durchbricht, kommt es zur Druckentlastung.
  • Der intragewebliche Druck sinkt, wodurch der Schmerz subjektiv abnimmt.
  • Die Infektion ist jedoch weiterhin vorhanden und kann sich weiter ausbreiten.
🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
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  • Parodontalabszess
  • Gingivalabszess
  • radikuläre Zyste mit sekundärer Infektion
  • periapikales Granulom
🩻
Diagnostik Klinik + Untersuchung
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  • Klinische Untersuchung (Inspektion, Palpation, Fluktuation)
  • Vitalitätsprüfung des Zahnes
  • Perkussionstest
  • Periapikale Röntgenaufnahme
Fall 9 Radiologie Pathophysiologie Endodontie
⏱️ 60s · Level KP
Szenario

Röntgenbefund bei Zahn 21:

  • unscharfe apikale Aufhellung
  • Patient klagt über Druckgefühl
  • kein klar begrenzter Rand
Fragen
  1. Handelt es sich eher um einen Abszess oder eine Zyste? Begründen Sie.
  2. Welche drei Hauptbestandteile bilden den Eiter?
  3. Warum wirkt eine Infiltrationsanästhesie im entzündeten Gebiet schlechter?
Lösung KP-Musterantwort
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Abszess oder Zyste?

Die Befunde sprechen eher für einen akuten apikalen Abszess.

  • unscharf begrenzte Aufhellung im Röntgenbild
  • Druckgefühl des Patienten
  • akuter entzündlicher Prozess

Eine radikuläre Zyste zeigt typischerweise eine scharf begrenzte, rundliche Aufhellung mit kortikalem Rand und meist einen chronischen Verlauf.

Bestandteile von Eiter

  • abgestorbene neutrophile Granulozyten
  • Bakterien
  • Gewebsdetritus und nekrotisches Gewebe

Warum wirkt Infiltrationsanästhesie schlechter?

  • im entzündeten Gewebe herrscht ein saurer pH-Wert
  • Lokalanästhetika liegen überwiegend in ionisierter Form vor
  • dadurch schlechtere Membranpenetration
  • verminderte Wirksamkeit der Anästhesie
🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
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  • radikuläre Zyste
  • periapikales Granulom
  • chronischer apikaler Abszess
  • laterale Parodontalzyste
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
Aufklappen
  • Vitalitätsprüfung des Zahnes
  • Perkussionstest
  • Palpation der apikalen Region
  • Periapikale Röntgenaufnahme
  • gegebenenfalls Verlaufskontrolle
Fall 10 Komplikation Infektion Chirurgie
⏱️ 60s · Level KP
Szenario

Patient mit:

  • submandibulärer Schwellung
  • Fieber 39 °C
  • Trismus
Fragen
  1. Warum besteht hier eine Klinikindikation?
  2. Welche lebensbedrohliche Komplikation muss ausgeschlossen werden?
Lösung KP-Musterantwort
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Warum besteht Klinikindikation?

  • hohes Fieber (39 °C) → systemische Entzündungsreaktion
  • submandibuläre Schwellung → mögliche Logeninfektion
  • Trismus → Beteiligung der Kaumuskulatur
  • Gefahr der Ausbreitung in tiefe Halsräume

Daher ist eine stationäre Behandlung mit chirurgischer Drainage und intravenöser Antibiose erforderlich.

Lebensbedrohliche Komplikation

Es muss insbesondere eine Ludwig-Angina ausgeschlossen werden.

  • rasche Ausbreitung der Infektion im Mundboden
  • Zungenhochstand
  • Atemwegsverlegung möglich
  • Gefahr von Mediastinitis und Sepsis
🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
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  • Submandibuläre Lymphadenitis
  • Sialadenitis der Glandula submandibularis
  • Paramandibulärer Abszess
  • Osteomyelitis der Mandibula
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
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  • Klinische Untersuchung (Schwellung, Mundöffnung, Atemwege)
  • Laborparameter (CRP, Leukozyten)
  • Sonografie zur Abszessdarstellung
  • CT des Halses bei Verdacht auf tiefe Logenausbreitung
Fall 11 Abszess Submandibulär Chirurgie
⏱️ 90s · Level KP
Szenario

Ein 42-jähriger Patient stellt sich mit einer schmerzhaften Schwellung unterhalb der linken Mandibula vor.

Der Patient berichtet über:

  • zunehmende Schmerzen seit 3 Tagen
  • Schluckbeschwerden
  • Fieber (38,5 °C)

Klinisch:

  • deutliche submandibuläre Schwellung
  • derbe Induration
  • Druckdolenz
  • Zahn 37 stark kariös
Fragen
  1. Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
  2. Welcher Zahn ist wahrscheinlich die Ursache?
  3. Welche Bildgebung ist sinnvoll?
  4. Wie erfolgt die Therapie?
Lösung KP-Musterantwort
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Diagnose

Submandibulärer Abszess.

Ursache

Apikale Infektion eines Unterkiefermolaren, hier wahrscheinlich Zahn 37.

  • kariöser Zahn
  • odontogener Infektionsfokus
  • Ausbreitung in den Submandibularraum

Bildgebung

  • Sonografie zur Darstellung der Abszesshöhle
  • Panoramaschichtaufnahme (OPG)
  • CT bei Verdacht auf tiefe Halsraumausbreitung

Therapie

  • chirurgische Drainage des Abszesses
  • extraorale Inzision im Submandibularbereich
  • systemische Antibiose
  • Sanierung des Infektionsherdes (Extraktion oder Endodontie)
🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
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  • submandibuläre Lymphadenitis
  • Sialadenitis der Glandula submandibularis
  • paramandibulärer Abszess
  • Osteomyelitis der Mandibula
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
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  • Klinische Untersuchung (Schwellung, Palpation, Mundöffnung)
  • Vitalitätsprüfung der betroffenen Zähne
  • Panoramaschichtaufnahme
  • Sonografie zur Abszessdarstellung
  • Laborparameter (CRP, Leukozyten)
Fall 12 Komplikation Mundboden Notfall
⏱️ 90s · Level KP
Szenario

Ein 55-jähriger Patient kommt mit:

  • ausgedehnter Schwellung im Mundboden
  • Zungenhochstand
  • Schluckbeschwerden
  • Atemnot
Fragen
  1. Welche gefährliche Komplikation muss ausgeschlossen werden?
  2. Welche Untersuchung ist dringend notwendig?
  3. Ambulant oder stationär?
Lösung KP-Musterantwort
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Gefährliche Komplikation

Es besteht der Verdacht auf eine Ludwig-Angina.

  • beidseitige Infektion des Mundbodens
  • Zungenhochstand
  • Gefahr der Atemwegsobstruktion

Dringende Untersuchung

  • CT des Halses zur Beurteilung der Ausbreitung
  • Beurteilung der tiefen Halsräume
  • Überprüfung der Atemwege

Therapie / Setting

Der Patient muss stationär behandelt werden.

  • Atemwegsüberwachung
  • intravenöse Breitbandantibiose
  • chirurgische Drainage
  • gegebenenfalls Atemwegssicherung (Intubation oder Tracheotomie)
🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
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  • Mundbodenabszess
  • tiefe Halsraumphlegmone
  • submandibuläre Sialadenitis
  • Peritonsillarabszess
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
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  • Klinische Untersuchung des Mundbodens
  • Beurteilung der Atemwege
  • Laborparameter (CRP, Leukozyten)
  • CT des Halses zur Darstellung der Infektionsausbreitung
Fall 13 Abszess Paramandibulär Chirurgie
⏱️ 90s · Level KP
Szenario

Ein 36-jähriger Patient stellt sich mit einer schmerzhaften Schwellung im Bereich des Angulus mandibulae vor.

Klinisch:

  • Trismus
  • Druckschmerz
  • lokale Hautrötung
  • Zahn 46 devital
Fragen
  1. Welche Diagnose ist wahrscheinlich?
  2. Warum besteht Trismus?
  3. Wie erfolgt die Therapie?
Lösung KP-Musterantwort
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Diagnose

Paramandibulärer Abszess.

  • Schwellung im Bereich des Angulus mandibulae
  • odontogener Fokus (Zahn 46 devital)
  • lokale Entzündungszeichen

Ursache des Trismus

  • Beteiligung des M. masseter
  • Entzündliche Reizung der Kaumuskulatur
  • reflektorische Einschränkung der Mundöffnung

Therapie

  • chirurgische Drainage des Abszesses
  • intraorale oder extraorale Inzision
  • systemische Antibiose
  • Sanierung des ursächlichen Zahnes (Endodontie oder Extraktion)
🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
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  • Submandibulärer Abszess
  • Lymphadenitis im Angulusbereich
  • Sialadenitis der Parotis
  • Osteomyelitis der Mandibula
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
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  • Klinische Untersuchung (Schwellung, Mundöffnung, Palpation)
  • Vitalitätsprüfung der Zähne
  • Panoramaschichtaufnahme (OPG)
  • Sonografie zur Darstellung des Abszesses
  • CT bei Verdacht auf tiefe Logenausbreitung
Fall 14 Differentialdiagnose Angulus Diagnostik
⏱️ 60s · Level KP
Szenario

Ein Patient kommt mit einer Schwellung im Bereich des Angulus mandibulae.

Klinisch:

  • Druckschmerz
  • keine Zahnschmerzen
  • präaurikuläre Schwellung
Fragen
  1. Welche Differenzialdiagnosen kommen infrage?
Lösung KP-Musterantwort
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Mögliche Differenzialdiagnosen

  • Parotitis – Entzündung der Glandula parotis mit präaurikulärer Schwellung
  • Lymphadenitis – entzündlich vergrößerte Lymphknoten im Angulusbereich
  • Paramandibulärer Abszess
  • Osteomyelitis der Mandibula

Da der Patient keine Zahnschmerzen angibt und die Schwellung präaurikulär lokalisiert ist, sollte insbesondere eine Parotitis in Betracht gezogen werden.

🧠
Differentialdiagnose Abgrenzung klinisch
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  • Parotitis: präaurikuläre Schwellung, Schmerzen beim Kauen, ggf. Eiteraustritt aus dem Stenon-Gang
  • Lymphadenitis: tastbare, druckdolente Lymphknoten
  • Paramandibulärer Abszess: odontogener Fokus, oft Trismus
  • Osteomyelitis: diffuse Schmerzen, Fieber, radiologische Knochenveränderungen
🩻
Diagnostik Klinik + Untersuchung
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  • Klinische Untersuchung der Parotisregion
  • Palpation der Lymphknoten
  • Inspektion des Stenon-Ganges
  • Sonografie der Speicheldrüse
  • Röntgendiagnostik bei Verdacht auf odontogene Ursache
Fall 15 Logeninfektion Perimandibulär Chirurgie
⏱️ 60s · Level KP
Szenario

Ein 40-jähriger Patient kommt mit:

  • Schwellung submandibulär
  • Trismus
  • Fieber
  • Dysphagie
Fragen
  1. Wie bezeichnet man eine solche Infektion allgemein?
Lösung KP-Musterantwort
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Diagnose

Perimandibuläre Infektion bzw. perimandibulärer Abszess.

Der Begriff perimandibulär bezeichnet einen Sammelbegriff für odontogene Infektionen, die sich in den Weichteilräumen um die Mandibula ausbreiten.

Typische betroffene Räume sind:

  • Submandibularraum
  • Paramandibularraum
  • Submentalraum
  • Retromolarraum

Die Symptome wie Trismus, Dysphagie und Fieber sprechen für eine fortgeschrittene Logeninfektion.

🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
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  • Submandibulärer Abszess
  • Paramandibulärer Abszess
  • Submentaler Abszess
  • tiefe Halsraumphlegmone
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
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  • Klinische Untersuchung (Schwellung, Mundöffnung, Schluckbeschwerden)
  • Laborparameter (CRP, Leukozyten)
  • Sonografie zur Abszessdarstellung
  • CT bei Verdacht auf Ausbreitung in tiefe Halsräume
Fall 16 Komplikation Halsräume Notfall
⏱️ 60s · Level KP
Szenario

Ein Patient mit odontogenem Abszess entwickelt:

  • zunehmende Halsinduration
  • hohes Fieber
  • Dysphagie
Fragen
  1. Welche lebensbedrohliche Komplikation muss bedacht werden?
Lösung KP-Musterantwort
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Verdachtsdiagnose

Es besteht der Verdacht auf eine absteigende Mediastinitis.

  • odontogene Infektion kann sich entlang der tiefen Halsfaszien ausbreiten
  • Ausbreitung vom Mundboden über die Halsräume in das Mediastinum
  • hohe Mortalität ohne sofortige Therapie

Typische Warnzeichen:

  • zunehmende Halsinduration
  • hohes Fieber
  • Dysphagie
  • reduzierter Allgemeinzustand
🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
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  • Ludwig-Angina
  • tiefe Halsraumphlegmone
  • Peritonsillarabszess
  • Retropharyngealer Abszess
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
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  • Klinische Untersuchung der Halsregion
  • Laborparameter (CRP, Leukozyten)
  • CT von Hals und Thorax
  • Beurteilung der Mediastinalausbreitung
Fall 17 Differenzierung Submandibulär Diagnostik
⏱️ 90s · Level KP
Szenario

Ein 45-jähriger Patient stellt sich mit einer Schwellung im linken Unterkieferbereich vor.

Der Patient berichtet:

  • zunehmende Schmerzen seit 4 Tagen
  • Schluckbeschwerden
  • leichtes Fieber (38 °C)

Klinische Untersuchung:

  • deutliche Schwellung unterhalb der Mandibula
  • derbe Induration
  • Druckdolenz
  • kein ausgeprägter Trismus
  • intraoral: Zahn 37 stark kariös
Fragen
  1. Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
  2. a) Paramandibulärer Abszess
    b) Submandibulärer Abszess
    c) Perimandibulärer Abszess
  3. Welche klinischen Befunde helfen, diese Diagnose von den anderen zu unterscheiden?
Lösung KP-Musterantwort
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Richtige Antwort

b) Submandibulärer Abszess

  • Schwellung unterhalb der Mandibula
  • odontogener Fokus (Zahn 37 stark kariös)
  • Schluckbeschwerden und leichtes Fieber

Abgrenzung der Abszessformen

  • Submandibulärer Abszess: Schwellung unterhalb des Unterkieferunterrands
  • Paramandibulärer Abszess: Schwellung im Bereich des Angulus mandibulae, häufig mit Trismus
  • Perimandibulärer Abszess: Sammelbegriff für Infektionen der Weichteilräume um die Mandibula

Das Fehlen eines ausgeprägten Trismus spricht gegen einen paramandibulären Abszess.

🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
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  • Paramandibulärer Abszess
  • Submentaler Abszess
  • Lymphadenitis im Submandibularbereich
  • Sialadenitis der Glandula submandibularis
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
Aufklappen
  • Klinische Untersuchung (Inspektion, Palpation)
  • Vitalitätsprüfung der betroffenen Zähne
  • Panoramaschichtaufnahme (OPG)
  • Sonografie zur Darstellung der Abszesshöhle
  • CT bei Verdacht auf tiefe Halsraumausbreitung
Fall 18 Mundboden Logeninfektion Notfall
⏱️ 90s · Level KP
Szenario

Ein 28-jähriger Patient stellt sich mit einer starken Schwellung im Mundboden vor.

Der Patient berichtet über:

  • Schmerzen beim Schlucken
  • „Kloß im Hals“-Gefühl
  • Schwierigkeiten beim Sprechen

Klinisch:

  • Zungenhebung
  • gespannter Mundboden
  • Zahn 34 devital
Fragen
  1. Welche Diagnose vermuten Sie?
  2. Von welchem Zahn kann die Infektion ausgehen?
  3. Warum besteht eine besondere Gefahr für den Patienten?
  4. Wie ist das therapeutische Vorgehen?
Lösung KP-Musterantwort
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Diagnose

Mundbodenabszess mit möglicher Ausbreitung in den Sublingualraum.

Ursprung der Infektion

Odontogene Infektion ausgehend von Zahn 34.

  • devitaler Zahn
  • periapikale Infektion
  • Ausbreitung entlang anatomischer Logen

Besondere Gefahr

  • Zungenhebung kann zu Atemwegsverlegung führen
  • Gefahr der Ludwig-Angina
  • mögliche Ausbreitung in tiefe Halsräume

Therapie

  • stationäre Aufnahme
  • chirurgische Inzision und Drainage
  • intravenöse Antibiose
  • Sanierung des ursächlichen Zahnes (Extraktion oder Endodontie)
🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
Aufklappen
  • Ludwig-Angina
  • Sublingualabszess
  • Peritonsillarabszess
  • tiefe Halsraumphlegmone
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
Aufklappen
  • Klinische Untersuchung des Mundbodens
  • Vitalitätsprüfung der Zähne
  • Laborparameter (CRP, Leukozyten)
  • Sonografie zur Abszessdarstellung
  • CT bei Verdacht auf Ausbreitung in tiefe Halsräume
Fall 19 Logeninfektion Pterygomandibulär Chirurgie
⏱️ 90s · Level KP
Szenario

Ein 33-jähriger Patient kommt mit:

  • massiv eingeschränkter Mundöffnung
  • dumpfen Schmerzen im Unterkieferbereich
  • Schluckbeschwerden

Klinisch:

  • starker Trismus
  • kaum sichtbare Schwellung intra- oder extraoral
  • Zahn 38 teilretiniert
Fragen
  1. Welche Diagnose vermuten Sie?
  2. Warum ist die klinische Diagnose oft schwierig?
  3. Welche Bildgebung ist erforderlich?
  4. Wie erfolgt die Therapie?
Lösung KP-Musterantwort
Aufklappen

Diagnose

Pterygomandibulärer Abszess.

  • Infektion im pterygomandibulären Raum
  • häufige Ursache: perikoronale Entzündung eines retinierten Weisheitszahnes
  • typisches Leitsymptom: ausgeprägter Trismus

Warum ist die Diagnose schwierig?

  • Abszess liegt in einem tiefen anatomischen Raum
  • oft keine sichtbare extraorale Schwellung
  • intraorale Untersuchung durch Trismus erschwert

Bildgebung

  • CT des Halses bzw. der Kieferregion
  • Darstellung der tiefen Logenräume
  • Beurteilung der Abszessausbreitung

Therapie

  • chirurgische Drainage des Abszesses
  • systemische Antibiose
  • Sanierung des Infektionsherdes (Extraktion des Zahnes 38)
🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
Aufklappen
  • Perikoronitis des Zahnes 38
  • Paramandibulärer Abszess
  • Retromolarer Abszess
  • Myositis der Kaumuskulatur
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
Aufklappen
  • Klinische Untersuchung (Mundöffnung, Palpation)
  • Vitalitätsprüfung der Zähne
  • Panoramaschichtaufnahme (OPG)
  • CT zur Darstellung der tiefen Logeninfektion
Fall 20 Oberkiefer Infraorbital Komplikation
⏱️ 90s · Level KP
Szenario

Ein 40-jähriger Patient berichtet über:

  • Druckgefühl im hinteren Oberkiefer
  • zunehmende Schmerzen seit zwei Tagen

Klinisch:

  • keine klare Fluktuation tastbar
  • leichte Schwellung infraorbital
  • Zahn 18 vor einer Woche extrahiert
Fragen
  1. Welche Diagnose kommt infrage?
  2. Welche Komplikation muss ausgeschlossen werden?
  3. Welche Bildgebung ist notwendig?
  4. Wie erfolgt das weitere Vorgehen?
Lösung KP-Musterantwort
Aufklappen

Verdachtsdiagnose

Infraorbitaler bzw. infraorbitaler Abszess nach odontogener Infektion im Oberkiefer.

  • Schwellung infraorbital
  • Schmerzen im posterioren Oberkiefer
  • kürzlich erfolgte Extraktion von Zahn 18

Mögliche Komplikation

Es muss insbesondere eine Sinusitis maxillaris odontogener Ursache ausgeschlossen werden.

  • Verbindung zwischen Zahnwurzel und Sinus maxillaris
  • postoperative Infektion nach Extraktion

Bildgebung

  • Panoramaschichtaufnahme (OPG)
  • CT oder DVT zur Darstellung der Kieferhöhle

Weiteres Vorgehen

  • klinische Kontrolle der Extraktionsregion
  • antibiotische Therapie bei Infektionszeichen
  • gegebenenfalls chirurgische Drainage
  • Behandlung einer möglichen Sinusitis maxillaris
🧠
Differentialdiagnose Mögliche Differenzen
Aufklappen
  • Sinusitis maxillaris odontogener Ursache
  • Infraorbitaler Abszess
  • postoperative Infektion nach Extraktion
  • Periorbitale Zellulitis
🩻
Diagnostik Klinik + Bildgebung
Aufklappen
  • Klinische Untersuchung der Extraktionsregion
  • Palpation der Infraorbitalregion
  • Panoramaschichtaufnahme
  • DVT oder CT zur Beurteilung der Kieferhöhle
Fall 21 Ludwig-Angina Notfall
⏱️ 90s · Level KP
Szenario

Ein 50-jähriger Patient stellt sich vor mit:

  • beidseitiger Mundbodenschwellung
  • Zungenhebung
  • Dyspnoe
  • hohem Fieber

Klinisch:

  • brettharte Induration des Mundbodens
  • Schluckstörung
  • stark reduzierter Allgemeinzustand
Fragen
  1. Welche Diagnose vermuten Sie?
  2. Warum handelt es sich um einen Notfall?
  3. Welche Sofortmaßnahme ist entscheidend?
  4. Welche Therapie folgt anschließend?
✅ Lösung

Diagnose: Ludwig-Angina.

  • beidseitige Infektion von Submandibular- und Sublingualraum
  • Zungenhebung
  • Gefahr der Atemwegsobstruktion

Notfall:

  • akute Atemwegsgefährdung
  • rasche Ausbreitung in tiefe Halsräume

Sofortmaßnahme:

  • Atemweg sichern (Intubation oder Tracheotomie)

Therapie:

  • stationäre Aufnahme
  • chirurgische Drainage
  • intravenöse Antibiose
Fall 22 Vestibulär Abszess
⏱️ 60s · Level Basis
Szenario
  • lokale Vorwölbung vestibulär bei Zahn 46
  • Druckschmerz
  • Aufbissschmerz
  • Zahn devital
Fragen
  1. Welche Diagnose ist wahrscheinlich?
  2. Wo liegt der Abszess anatomisch?
  3. Wie erfolgt die chirurgische Therapie?
  4. Ist eine Antibiotikatherapie zwingend?
✅ Lösung

Diagnose: Vestibulärer odontogener Abszess.

Lokalisation: submukös im Vestibulum.

Therapie:

  • Inzision
  • Drainage
  • Herdsanierung (Endodontie oder Extraktion)

Antibiotika: nur bei systemischen Zeichen.

Fall 23 Vestibulär OK
⏱️ 60s
Szenario
  • vestibuläre Schwellung bei Zahn 12
  • fluktuierend
  • Schleimhaut gespannt
Fragen
  1. Welche Diagnose vermuten Sie?
  2. Wo liegt der Abszess?
  3. Wie erfolgt die Therapie?
✅ Lösung

Vestibulärer Abszess.

  • submuköse Eiteransammlung
  • typische Fluktuation

Therapie:

  • Inzision
  • Drainage
  • endodontische Therapie
Fall 24 Caninusraum
⏱️ 90s
Szenario
  • Schwellung Oberlippe
  • infraorbitaler Schmerz
  • Zahn 23 devital
Fragen
  1. Welche Diagnose?
  2. Welche Komplikation?
  3. Wo erfolgt die Inzision?
✅ Lösung

Caninusraum-Abszess.

Komplikation:

  • Sinus cavernosus Thrombose

Inzision:

  • intraoral vestibulär
Fall 25 Apikaler Abszess
⏱️ 60s
Szenario
  • starke pulsierende Schmerzen
  • Aufbissschmerz
  • vestibuläre Schwellung
Fragen
  1. Welche Diagnose?
  2. Wie entsteht sie?
  3. Therapieoptionen?
✅ Lösung

Akuter apikaler Abszess.

Entstehung:

  • pulpanekrose
  • bakterielle Infektion
  • Eiterbildung

Therapie:

  • Trepanation
  • Drainage
  • Endodontie oder Extraktion
Fall 26 Parodontal
⏱️ 60s · Level KP
Szenario
  • Schmerzen Zahn 46
  • Eiteraustritt aus tiefer Tasche
  • bekannte Parodontitis
Fragen
  1. Welche Diagnose vermuten Sie?
  2. Unterschied zum apikalen Abszess?
  3. Therapie?
✅ Lösung

Diagnose: Parodontalabszess.

Unterschied:

  • parodontaler Ursprung
  • vitaler Zahn möglich
  • Eiter aus Tasche

Therapie:

  • Drainage über Tasche
  • Parodontalbehandlung
  • ggf. Antibiotika
Fall 27 Perikoronitis
Szenario
  • teilretinierter Zahn 48
  • Mundgeruch
  • Eiteraustritt
Fragen
  1. Diagnose?
  2. Komplikationen?
  3. Therapie?
✅ Lösung

Perikoronitis.

Komplikationen:

  • Abszess
  • Logeninfektion
  • Trismus

Therapie:

  • Spülung
  • Antiseptika
  • Extraktion 48
Fall 28 Wangenabszess
Szenario
  • harte Wangenschwellung
  • Trismus
  • keine intraorale Fluktuation
Fragen
  1. Diagnose?
  2. Wo liegt der Abszess?
  3. Therapie?
✅ Lösung

Buccalraumabszess.

Lokalisation:

  • zwischen M. buccinator und Haut

Therapie:

  • chirurgische Drainage
  • Antibiotika
Fall 29 Osteomyelitis
Szenario
  • Fieber
  • mehrere gelockerte Zähne
  • osteolytische Areale
Fragen
  1. Diagnose?
  2. Komplikation im Knochen?
  3. Therapie?
✅ Lösung

Akute Osteomyelitis der Mandibula.

Komplikation:

  • Knochennekrose
  • Sequesterbildung

Therapie:

  • Antibiotika
  • chirurgisches Debridement
Fall 30 Submental
Szenario
  • Schwellung unter Kinn
  • Zahn 31 devital
Fragen
  1. Diagnose?
  2. Anatomische Ausbreitung?
  3. Chirurgischer Zugang?
✅ Lösung

Submentaler Abszess.

Ausbreitung unterhalb M. mylohyoideus.

Therapie:

  • extraorale Drainage
Fall 31 Wange Kaumuskulatur Logeninfektion
⏱️ 90s · Level KP
Szenario
  • Schmerzen im Bereich der rechten Wange
  • zunehmende Kiefersperre
  • harte Schwellung der Wange
  • Druckdolenz
  • intraoral keine deutliche Fluktuation
Fragen
  1. Welche Diagnose kommt infrage?
  2. Welcher Muskel ist wahrscheinlich beteiligt?
  3. Wie erfolgt die chirurgische Therapie?
✅ Lösung

Diagnose

Wangenabszess / Buccalraumabszess (tiefer Abszess der Wange) mit Beteiligung der Kaumuskulatur.

Beteiligter Muskel

  • am wahrscheinlichsten: M. buccinator (Buccalraum)
  • bei deutlicher Kiefersperre zusätzlich möglich: Mitbeteiligung M. masseter

Chirurgische Therapie

  • Inzision und Drainage (intraoral oder extraoral je nach Ausdehnung)
  • Drainageeinlage
  • systemische Antibiose bei Fieber/Allgemeinsymptomen oder Logenbeteiligung
  • Herdsanierung (Ursachenzahn endodontisch/Extraktion)
🧠 Differentialdiagnose
  • Masseterraumabszess
  • Paramandibulärer Abszess
  • Parotitis / Sialadenitis
  • Lymphadenitis
🩻 Diagnostik
  • Klinik: Mundöffnung, Palpation der Wange, Druckdolenz, intraorale Inspektion
  • Ursachenzahn suchen (Vitalität, Perkussion)
  • Labor (CRP, Leukozyten) bei systemischen Zeichen
  • Sonografie
  • CT bei Verdacht auf tiefe Ausbreitung / Kaumuskelräume
Fall 32 Temporal Infratemporal Ausbreitung
⏱️ 120s · Level KP
Szenario
  • Schwellung im Bereich der Schläfe
  • Schmerzen beim Kauen
  • Spannungskopfschmerz
  • druckdolente temporale Schwellung
  • Trismus
  • Zahn 37 stark kariös
Fragen
  1. Welche Diagnose vermuten Sie?
  2. Wie kann sich die Infektion anatomisch ausbreiten?
  3. Welche Bildgebung ist sinnvoll?
✅ Lösung

Diagnose

Temporaler Abszess / Ausbreitung in den infratemporalen bzw. temporalen Raum (odontogen, ausgehend von Zahn 37).

Anatomische Ausbreitung

  • Ausgehend von Unterkiefermolar → Ausbreitung in Kaumuskelräume
  • Über den pterygomandibulären Raum in den infratemporalen Raum
  • Von dort weiter nach kranial in den temporalen Raum → Schläfenschwellung

Bildgebung

  • CT (oder DVT je nach Fragestellung) zur Darstellung der tiefen Logenräume
  • Beurteilung der Ausdehnung und Drainageplanung
🧠 Differentialdiagnose
  • Pterygomandibulärer Abszess
  • Masseterraumabszess
  • Temporale Zellulitis / Phlegmone
  • Sinusitis / andere Ursachen periorbitaler Schmerzen
🩻 Diagnostik
  • Klinik: Trismus, temporale Druckdolenz, Kauschmerz
  • Ursachenzahn (37) prüfen: Vitalität, Perkussion, OPG
  • Labor (CRP/Leukozyten) bei systemischen Zeichen
  • CT zur Ausbreitungsdiagnostik
Fall 33 Halsräume Notfall Atemweg
⏱️ 120s · Level KP
Szenario
  • hohes Fieber
  • Schluckbeschwerden
  • Nackensteife
  • starke Schmerzen beim Schlucken
  • eingeschränkte Halsbeweglichkeit
  • reduzierter Allgemeinzustand
Fragen
  1. Welche Diagnose muss dringend ausgeschlossen werden?
  2. Warum besteht Lebensgefahr?
  3. Wie erfolgt das weitere Vorgehen?
✅ Lösung

Verdachtsdiagnose

Ein tiefer Halsraumabszess bzw. eine tiefe Halsraumphlegmone muss dringend ausgeschlossen werden (mit möglicher Ausbreitung Richtung Mediastinum).

Warum Lebensgefahr?

  • Gefahr der Atemwegsverlegung durch Schwellung
  • Gefahr der Sepsis
  • Gefahr der absteigenden Mediastinitis

Weiteres Vorgehen

  • sofort stationär
  • CT Hals (± Thorax)
  • i.v. Antibiose
  • chirurgische Drainage
  • Atemwegsüberwachung / ggf. Sicherung
🧠 Differentialdiagnose
  • Retropharyngealer Abszess
  • Peritonsillarabszess
  • Ludwig-Angina
  • Meningitis (bei Nackensteife unbedingt abgrenzen)
🩻 Diagnostik
  • Vitalparameter, klinische Halsuntersuchung
  • Labor: CRP, Leukozyten, ggf. Blutkulturen
  • CT Hals (± Thorax)
  • HNO/MKG Konsil je nach Klinik
Fall 34 Parotis DD
⏱️ 75s · Level KP
Szenario
  • Schmerzen hinter dem Kieferwinkel
  • Schwellung präaurikulär
  • Schmerzen beim Kauen
  • Druckdolenz hinter dem Angulus mandibulae
  • Eiteraustritt aus einem Gang bei Massage
Fragen
  1. Welche Diagnose vermuten Sie?
  2. Welche Untersuchung kann die Diagnose bestätigen?
  3. Wie erfolgt die Therapie?
✅ Lösung

Diagnose

Akute bakterielle Parotitis / Sialadenitis (Eiteraustritt aus dem Ausführungsgang bei Massage ist typisch).

Diagnosebestätigung

  • Sonografie der Parotis
  • ggf. Abstrich/Kultur des Sekrets
  • CT bei Verdacht auf Abszessbildung / tiefe Ausbreitung

Therapie

  • Flüssigkeit, Sialogoga (z. B. saure Bonbons), Massage
  • Antibiotika bei bakterieller Parotitis
  • bei Abszess: Drainage
🧠 Differentialdiagnose
  • Paramandibulärer Abszess
  • Lymphadenitis
  • Sialolithiasis (Speichelstein)
  • Kiefergelenk-Pathologie (Kauschmerz)
🩻 Diagnostik
  • Inspektion/Palpation der Parotisregion
  • Gangmassage (Sekret/Eiter?)
  • Sonografie
  • Labor bei Fieber
Fall 35 Palatinal Abszess
⏱️ 75s · Level KP
Szenario
  • lokale palatinale Schwellung bei Zahn 16
  • Druckschmerz
  • Aufbissschmerz
  • prallelastische Vorwölbung am Gaumen
  • Zahn 16 devital
Fragen
  1. Welche Diagnose ist wahrscheinlich?
  2. Wie erklären Sie die Lokalisation?
  3. Wie erfolgt die chirurgische Therapie?
✅ Lösung

Diagnose: Palatinaler odontogener Abszess.

Lokalisation:

  • Infektion ausgehend von Zahn 16
  • Durchbruch des Eiters palatinal aufgrund der Wurzelanatomie und Knochenstruktur
  • palatinale Knochenlamelle kann dünner sein → Ausbreitung Richtung Gaumen

Therapie:

  • palatinale Inzision
  • Drainage des Abszesses
  • Herdsanierung (Endodontie oder Extraktion)
Fall 36 Endodontie Apikal
⏱️ 60s · Level KP
Szenario
  • starke Schmerzen Zahn 11
  • leichte vestibuläre Schwellung
  • Perkussion positiv
  • Zahn reagiert nicht auf Vitalitätsprobe
Fragen
  1. Welche Diagnose ist wahrscheinlich?
  2. Wie entsteht diese Erkrankung?
  3. Welche Therapieoptionen bestehen?
✅ Lösung

Diagnose: Akute apikale Parodontitis bzw. beginnender apikaler Abszess.

Entstehung:

  • Pulpanekrose
  • bakterielle Infektion des Wurzelkanalsystems
  • Ausbreitung der Entzündung in den apikalen Bereich

Therapie:

  • Trepanation zur Druckentlastung
  • endodontische Behandlung
  • bei nicht erhaltungsfähigem Zahn → Extraktion
Fall 37 Osteomyelitis Risikopatient
⏱️ 120s · Level KP
Szenario
  • Schmerzen im Unterkiefer
  • Schwellung
  • Fieber
  • mehrere Zähne gelockert
  • radiologisch diffuse Knochenauflösung
  • Patientin mit Diabetes
Fragen
  1. Welche Diagnose vermuten Sie?
  2. Welche Risikofaktoren liegen vor?
  3. Wie erfolgt die Therapie?
✅ Lösung

Diagnose: Osteomyelitis der Mandibula.

Risikofaktoren:

  • Diabetes mellitus
  • Immunsuppression
  • odontogene Infektionen
  • verminderte Durchblutung

Therapie:

  • hochdosierte Antibiotikatherapie
  • chirurgisches Debridement
  • Entfernung nekrotischer Knochenanteile (Sequestrektomie)
Fall 38 Perikoronitis Weisheitszahn
⏱️ 60s · Level KP
Szenario
  • Schmerzen im Bereich Zahn 48
  • Mundgeruch
  • Schluckbeschwerden
  • teilretinierter Zahn
  • gerötete Schleimhaut über dem Zahn
  • Eiteraustritt bei Sondierung
Fragen
  1. Welche Diagnose ist wahrscheinlich?
  2. Welche Komplikationen können auftreten?
  3. Wie erfolgt die Therapie?
✅ Lösung

Diagnose: Perikoronitis bei teilretiniertem Zahn 48.

Komplikationen:

  • Abszessbildung
  • Logeninfektion
  • Trismus
  • Ludwig-Angina

Therapie:

  • Spülung der Tasche
  • Antiseptika
  • Antibiotika bei systemischen Zeichen
  • Extraktion des Weisheitszahnes
Fall 39 Mundboden Logeninfektion
⏱️ 90s · Level KP
Szenario
  • Schwellung im Mundboden
  • Schmerzen beim Schlucken
  • leicht erhöhte Temperatur
  • Mundboden gespannt
  • Zunge leicht angehoben
  • Zahn 42 devital
Fragen
  1. Welche Diagnose vermuten Sie?
  2. Warum kann diese Situation gefährlich werden?
  3. Wie erfolgt die Therapie?
✅ Lösung

Diagnose: Sublingualer Abszess (Mundbodenabszess) odontogener Ursache.

Gefahr:

  • Schwellung des Mundbodens kann zur Zungenhebung führen
  • Gefahr der Atemwegsverlegung
  • Ausbreitung in submandibuläre Räume → Ludwig-Angina

Therapie:

  • chirurgische Inzision und Drainage
  • systemische Antibiotikatherapie
  • Herdsanierung (Endodontie oder Extraktion von Zahn 42)
  • stationäre Überwachung bei Ausbreitungszeichen
Fall 40 Paramandibulär Abszess
⏱️ 90s · Level KP
Szenario
  • schmerzhafte Schwellung im Bereich des Angulus mandibulae
  • eingeschränkte Mundöffnung
  • Druckschmerz
  • Haut leicht gerötet
  • Zahn 46 devital
Fragen
  1. Welche Diagnose vermuten Sie?
  2. Welche Differenzialdiagnosen kommen infrage?
  3. Wie erfolgt die Therapie?
✅ Lösung

Diagnose: Paramandibulärer Abszess odontogener Ursache.

Differenzialdiagnosen:

  • Parotitis
  • Lymphadenitis
  • Masseterraumabszess
  • Osteomyelitis

Therapie:

  • chirurgische Inzision und Drainage
  • systemische Antibiose
  • Herdsanierung (Endodontie oder Extraktion Zahn 46)
  • Bildgebung bei Verdacht auf tiefe Ausbreitung
Fall 41 Masseterraum Logeninfektion
⏱️ 120s · Level KP
Szenario
  • Schmerzen im Bereich Zahn 37
  • zunehmende Schwellung der Wange
  • Fieber
  • harte Schwellung lateral der Mandibula
  • deutlicher Trismus
Fragen
  1. Welche Diagnose vermuten Sie?
  2. Warum entsteht der Trismus?
  3. Welche Therapie ist erforderlich?
✅ Lösung

Diagnose: Masseterraumabszess odontogener Ursache.

Trismus:

  • Beteiligung des M. masseter
  • Entzündung der Kaumuskulatur führt zur schmerzbedingten Mundöffnungseinschränkung

Therapie:

  • stationäre Behandlung bei ausgeprägter Logeninfektion
  • chirurgische Drainage (intra- oder extraoral)
  • intravenöse Antibiotikatherapie
  • Herdsanierung des ursächlichen Zahnes
Fall 2 Abszess OK Fluktuation
⏱️ 60s · Level Basis
Szenario
  • Vorher starke pulsierende Schmerzen
  • Jetzt weniger Schmerz
  • Vestibuläre Schwellung, Fluktuation positiv
  • Kein Fieber, kein Trismus
Fragen
  1. Welche Phase liegt jetzt vor?
  2. Warum nimmt der Schmerz subjektiv ab?
💡
Hinweis Druckentlastung denken
Aufklappen
Wenn Eiter submukös durchbricht, kann der Druck sinken – Schmerz wird weniger trotz Ausbreitung.
Lösung Phase + Mechanismus
Aufklappen

KP-Satz: Die Befunde sprechen für eine submuköse Phase mit vestibulärem Abszess, da eine fluktuierende Schwellung vorliegt und der Schmerz durch Druckentlastung abnimmt.

  • Fluktuation: Eiteransammlung im Weichgewebe.
  • Schmerzabnahme: Druck im enossalen/subperiostalen Bereich sinkt.
🧠
Differentialdiagnose Abgrenzung
Aufklappen
  • Parodontalabszess
  • Gingivalabszess
  • Radikuläre Zyste (bei chronischem Verlauf)
🩻
Diagnostik Was prüfen?
Aufklappen
  • Vitalität, Perkussion, Palpation
  • Sondierung zur Abgrenzung parodontal
  • PA-Röntgen zur apikalen Ursache
🧷
Merksatz Prüfungsanker
Aufklappen
Merksatz: Fluktuation + Schmerzabnahme = submuköser Durchbruch.
© Zahnarztprüfung.de · Klinische Fallsimulation (ohne JS)
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