Spix-Dorn

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Spix-Dorn

Was ist der Spix-Dorn?

Der Spix-Dorn (Lingula mandibulae) ist:

  • ein knöcherner Vorsprung an der Innenseite des Unterkieferastes
  • liegt direkt vor dem Foramen mandibulae
  • dient als wichtigster anatomischer Orientierungs­punkt für die Leitungsanästhesie

Was bedeutet „nach Spix“?

👉 Die Injektion erfolgt auf Höhe des Spix-Dorns, kurz vor Eintritt des Nervus alveolaris inferior in den Canalis mandibulae.

Ziel: Betäubung des gesamten sensiblen Unterkieferzahnbogens einer Seite.

Welche Strukturen werden betäubt?

Bei korrekter Durchführung:

  • Nervus alveolaris inferior → alle Unterkieferzähne der Seite
  • Nervus mentalis → Unterlippe, Kinn
  • Nervus incisivus → Frontzähne
  • häufig auch Nervus lingualis → Zunge & Mundboden (ipsilateral)

Klinische Bedeutung (prüfungsreif!)

  • Standardanästhesie für:
    • Unterkiefer-Extraktionen
    • Weisheitszahnentfernung
    • chirurgische Eingriffe im UK
  • Anatomisch anspruchsvoll
  • Fehlanästhesien häufig, da:
    • Variierende Lage des Foramen mandibulae
    • Zu tiefe / zu flache Injektion

Typische Prüfungsfrage (KP / mündlich)

Frage:
„Warum ist die Leitungsanästhesie nach Spix technisch schwierig?“

Antwort (C1-Niveau):

Aufgrund der variablen Lage des Foramen mandibulae und des Spix-Dorns sowie der fehlenden direkten Sichtkontrolle besteht ein erhöhtes Risiko für Fehlplatzierung der Injektion.

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