PARODONTOLOGISCHES ENTSCHEIDUNGSSYSTEM
PARODONTOLOGIE
Befunde, Attachmentverlust und Knochenabbau einordnen
Parodontale Diagnostik verbindet Sondierungsbefunde, Entzündungszeichen, Attachmentniveau und Röntgenbefund zu einer nachvollziehbaren Diagnose und Therapieentscheidung.
BIOLOGISCHER EINSTIEG
Parodontale Therapie beginnt mit Verständnis: Erst normale Gewebe, dann Biofilm und Wirtsantwort, danach die Grenze zwischen Gingivitis und irreversiblem Attachmentverlust.
KAPITELÜBERSICHT
Parodontologie-Wissensarchitektur
Von der gesunden Gewebeeinheit über Diagnostik und Therapie bis zur langfristigen parodontalen Stabilität.
Parodontitis
Attachmentverlust, Knochenabbau, Taschenbildung sowie moderne Klassifikation mit Staging und Grading.
Risikofaktoren
Rauchen, Diabetes, Stress, Genetik, Medikamente und systemische Wechselwirkungen.
Diagnostik
PSI, BOP, Sondierungstiefen, CAL, Furkation, Lockerung und radiologische Befundung.
Prognose
Parodontalstatus, Erhaltungswürdigkeit und strategische Therapieplanung auf Zahn- und Patientenebene.
Initialtherapie
Aufklärung, Motivation, Mundhygiene und nachhaltige Patientenführung als Basis der Biofilmkontrolle.
Nichtchirurgische Therapie
Subgingivale Instrumentierung, antiinfektiöses Vorgehen und strukturierte Reevaluation.
Parodontalchirurgie
Zugangslappen, Resektion, Regeneration und Furkationstherapie bei persistierenden Restbefunden.
Mukogingivale Ästhetik
Rezessionen, Wurzeldeckung, Bindegewebstransplantate und langfristige Weichgewebsstabilität.
Medikamente
CHX, Antibiotika und lokale Zusatztherapie mit klarer Indikation und Blick auf die Resistenzproblematik.
Periimplantäre Erkrankungen
Gesundheit, Mukositis und Periimplantitis: Diagnostik, Risikofaktoren, Prävention und stufenweise Therapie.
UPT & Recall
Risikobasierte Intervalle, wiederholte Biofilmkontrolle und langfristige Stabilisierung des Therapieergebnisses.
Spezialfälle
Paro-Endo-Läsionen, Parodontalabszesse, nekrotisierende Erkrankungen und interdisziplinäre Entscheidungen.